Sam Smith bei der Oscar-Verleihung 2016 in LA
Sam Smith ist zurück mit seinem brandneuen Song "Too Good At Goodbyes" Bild © picture-alliance/dpa

Herzen zerreißen kann er, der gute Sam. Rein mit seinen Songs, mit der hohen, hellen Stimme und seiner puren Emotion. Die schwappt jetzt wieder über!

Sein „Stay With Me“ ist uns noch im Ohr. Ein Welthit in einer ganz eigenen Welt. Das weiß jeder, jede, und auch Pink. Die coverte den Song kürzlich live für die Kollegen des britischen BBC-Radio. Quid pro quo, sozusagen, auch Sams Stimme wurde an Cover-Versionen geschult. Schon früh hörte er nur weiblichen Gesang, imitierte gar Whitney Houston oder Chaka Khan, wie er uns im Interview erzählte: "Ich habe nie männlichen Gesang gehört. Ich respektiere Sänger, aber es berührt mich nicht emotional. Da ist etwas an der weiblichen Stimme, das mich packt."

Ruhepause mit wenigen Ausnahmen

Der Grammy- und Oscar-Gewinner befand sich in einer längeren Kreativpause. Zuletzt knüpfte er vor zwei Jahren mit seinem James-Bond-Titelsong „Writing‘s On The Wall“ an den Sensationserfolg seines Debütalbums „In The Lonely Hour“ an. Dann meldete er sich in den sozialen Medien weitestgehend von der Oberfläche ab. Zuviel Trubel, in zu kurzer Zeit…

Gerade gut drei Jahre ist es her, dass Sam Smith sein Debütalbum „In The Lonely Hour“ veröffentlichte. Damit wurde er schlagartig zum weltweiten Superstar: Über sechs Millionen Mal verkaufte sich sein Albumdebüt. Neben unzählbaren Nummer-Eins-Singles dekorierte ihn die Musik- und Entertainment-Branche mit einer ganzen Serie weiterer Auszeichnungen: ob die nun Golden Globe, BRIT Award,  Billboard Music Award oder sonstwie heißen.

Gewichtig und überzeugt meldete er sich in seiner bewussten Abgeschiedenheit aber zu Wort - als im Sommer 2016 in Orlando ein Gay-Club Ziel eines Anschlags wurde. Da brach der 2014 ge-outete Künstler sein Schweigen. Daneben, Ruhe vom Mann mit der besänftigenden wie gleichsam aufwühlenden Über-Stimme. Jetzt ist der 25-Jährige mit seinem brandneuen Song „Too Good At Goodbyes“ zurück. Aha – er ist also einfach "zu gut darin, goodbye zu sagen"…

Sein Spaß ist kein Frohsinn

Audiobeitrag
Das Cover der neuen Single "Too good at goodbyes" von Sam Smith

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Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hörprobe: Sam Smith - "Too good at goodbyes"

Ende des Audiobeitrags

Bei seinem neuen Song geht es um zwischenmenschliche Abschied-Situationen, zerbrechende Liebe. Hier fühlt sich Smith lyrisch „Too Good At Goodbyes“. Ein Experte sozusagen. Und eine zarte Seele, die sich schützt, aus Angst vor Enttäuschung niemanden an sich ran lässt. All das kennt man vielleicht selber - und liest es zwischen den Zeilen:

I'm never gonna let you close to me
Even though you mean the most to me
'Cause every time I open up, it hurts
So I'm never gonna get too close to you
Even when I mean the most to you
In case you go and leave me in the dirt

And every time you hurt me, the less that I cry
And every time you leave me, the quicker these tears dry
And every time you walk out, the less I love you
Baby, we don't stand a chance, it's sad but it's true

I'm way too good at goodbyes
I'm way too good at goodbyes

Und das sensible Album-Thema?

Seinen HörerInnen wird zunächst mit der neuen Single Navigation durchs tiefste Tränenbad angeboten. Absurd aber wahr, ein trauriger Song macht den Schmerz ja oft erträglicher. Und das ist nur eine Nebenwirkung des neuen mächtigen Sam Smith-Songs, den seine Fans direkt begeistert aufnahmen. Wofür sich Sam manierlich bedankte: Auf „Instagram“  schrieb er: Komplett überwältigt von den Reaktionen zu meiner neuen Musik. Dankeschön fürs Anhören und für all eure unglaublichen Nachrichten und Kommentare. Ich lese sie alle!

Wir hoffen, er braucht nicht zuuu lange dafür…denn wann sein Album kommt, verrät er derzeit auch nicht. Nur soviel ließ er in einem Interview mit dem US-Medium „iHeart Radio“ verlauten: “Jeder einzelne Song auf diesem Album ist eine kleine Kurzgeschichte. Es ist ein aufrichtiges, nicht das glücklichste Album. Ich werde nie ein fröhliches Album schreiben, denn wo liegt da der Spaß?“ Ah ja…

Sendung: "hr3 am Nachmittag", 12.09.2017, 14:15 Uhr

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