Heidi Benneckensteins Kindheit war nicht bunt. Sie war braun. Heidi ist in einer Neonazi-Familie groß geworden. Diese Woche ist sie zu Gast bei Bärbel Schäfer im hr3-Sonntagstalk.

Schläge vom Vater waren bei Heidi Benneckenstein zuhause eine normale Erziehungsmethode, in den Ferien gab es Drill und Neonazi-Gehirnwäsche im Ferienlager. Trotzdem ist sie mit 19 Jahren aus der rechten Szene ausgestiegen und hat jetzt, sechs Jahre später, ein Buch geschrieben: "Ein deutsches Mädchen. Mein Leben in einer Neonazi-Familie".

Im hr3-Sonntagstalk erzählt sie Bärbel Schäfer von der erschreckenden Ideologie, die in den Ferienlagern der "Heimattreuen Deutschen Jugend" vermittelt wurde, an denen die kleine Heidi regelmäßig teilnehmen musste. Diese Neonazi-Organisation galt als Nachfolgerin der Wiking-Jugend und ist wie ihre Vorgängerin inzwischen verboten. "In der HDJ wurden bis ins Detail NS-Inhalte vermittelt", sagt Heidi Benneckenstein. "Es wurde das Dritte Reich nochmal aufgearbeitet, mit sämtlichen Führungspersönlichkeiten, Wehrmachtssoldaten, die da verehrt wurden, es wurde altes deutsches Liedgut gelehrt und altes völkisches Brauchtum gepflegt."

Heidi Benneckenstein und Bärbel Schäfer
Heidi Benneckenstein und Bärbel Schäfer Bild © Bärbel Schäfer

Und das mitten in Deutschland – und nicht etwa 1939, sondern viele Jahre danach, bis 2009, bis die HDJ verboten wurde.

Im Gespräch mit Bärbel Schäfer berichtet Heidi Benneckenstein außerdem von ihrem Weg aus der Szene und ihr heutiges Engagement gegen Rechts.

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