Erstklässler sitzen in einem Klassenraum und werden empfangen.
Der erste Schultag wird groß gefeiert. Auf ihn folgt eine spannende Zeit mit vielen neuen Erfahrungen. Bild © picture-alliance/dpa

Die großen Ferien sind rum und für viele aufgeregte Eltern und Kids beginnt das erste Schuljahr ihres Lebens. So startet Ihr ganz relaxt in diesen neuen Lebensabschnitt:

Ein neuer Schulweg, ein neuer Tagesablauf und neue Freundschaften, die geschlossen werden wollen - der Start in das erste Schuljahr ist ganz schön aufregend. Für die ABC-Schützen, aber ebenso für die Eltern. Ausschlafen und jeden Tag ins Freibad sind nun erstmal vorbei, dafür stehen auf einmal Schreiben und Rechnen lernen auf dem Programm. Wer so viel Neues erlebt, der braucht eine feste Basis zuhause und am besten entspannte Eltern. Hier kommen 7 Tipps, wie ihr eure kleinen großen Schulkinder relaxt in das neue Schuljahr begleiten könnt.

1. Sicher durch den Verkehr

Das der Schulweg geübt werden sollte, ist nun wirklich keine Neuigkeit mehr. Und auch, dass die stolzen Erstklässler, wenn möglich zu Fuß zur Schule kommen sollten, hat sich inzwischen wohl rumgesprochen. Das viele Stillsitzen in der Klasse ist noch neu und die Kinder brauchen auch später noch viel Ausgleich an der frischen Luft, um ihrem natürlichen Bewegungsdrang Raum zu geben.
Außerdem lernen die Kinder so im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt selbstständiger zu werden. Wohnen mehrere Kinder in der Nähe können Eltern sich morgens auch mit dem Modell des "Walking Bus" behelfen. Ein oder mehrere Erwachsene begleiten Schüler und sammeln wie Linienbusse an bestimmten "Haltestellen" neue Jungs und Mädels ein. Die Eltern können sich abwechseln und die Schüler lernen gemeinsam ihren neuen Weg, bis sie ihn sicher beherrschen.
Im ADAC Schulwegratgeber findet Ihr ganz viele weitere Tipps, wie Ihr eure Kleinen auf den Straßenverkehr vorbereiten könnt.

2. Lernen will gelernt sein

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Manchen fliegt der Stoff zu, andere brauchen länger und müssen sich mehr reinknien. Und gerade am Anfang, wenn so viel Neues auf die Kinder einprasselt, braucht es Zeit, um in den neuen Rhythmus zu kommen. Fast alle Kinder müssen am Anfang erstmal lernen, sich überhaupt zu konzentrieren. Helfen kann es, wenn die tägliche Hausaufgabenzeit einen festen Platz im Tagesablauf bekommt und wenn es dafür einen ruhigen Ort gibt. Die Kinder sollten die Möglichkeit bekommen, sich selbstständig an den Aufgaben zu versuchen. Aber genauso sollte ein Erwachsener als Ansprechpartner und Unterstützung in der Nähe sein.

3. Genügend Zeit zum Spielen

Abschalten ist für den Lernerfolg genauso wichtig wie Üben. Kinder brauchen genügend Entspannungspausen, um den Akku wieder aufzuladen. Dabei sollten sie vor allem die Möglichkeit haben, frei zu spielen. Der Nutzen von sogenannten Lernspielen ist übrigens umstritten. Hat das Kind Spaß daran, ist nichts dagegen einzuwenden. Eltern sollten aber nicht darauf beharren, sondern das Kind frei entscheiden lassen.

4. Viel Schlaf und gutes Frühstück

Grundschüler brauchen zwischen neun und zwölf Stunden Schlaf pro Nacht. Wieviele Ruhepausen es sein müssen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Wichtig ist aber ein regelmäßiger Schlafrhythmus, denn der fördert nicht nur die Regeneration, sondern auch das Verankern von neu gelernten Informationen. Dabei müssen Eltern nicht zwanghaft an bestimmten Uhrzeiten festhalten. Mal etwas später ins Bett ist kein Problem. Es sollte aber eher die Ausnahme als die Regel sein. Grundschüler, die zu spät ins Bett gehen, sind am nächsten Tag oft hibbelig und können sich schlecht konzentrieren.
Genauso wichtig ist es, dass die Kleinen nicht hungrig aus dem Haus gehen. Sorgt für ein leckeres und gesundes Frühstück und einen gemeinsamen Start in den Tag. Habt ihr kleine Frühstücksmuffel zuhause, denen erst später der Magen knurrt, stattet die Brotbox dementsprechend üppiger aus.

5. Präsent sein

Ihr müsst nicht rund um die Uhr um eure Kinder rumspringen. Aber sorgt dafür, dass es Raum gibt, über die alltäglichen Sorgen aber auch schönen Dinge zu sprechen. Vielen Kindern muss man förmlich aus der Nase ziehen, was gerade so passiert, da hilft es, wenn Ihr als Eltern immer mal wieder das Gespräch anstosst.
Ihr habt Zeit die Kids morgens zu Fuß zu begleiten? Prima. So kommt ihr vielleicht auch mit anderen Eltern ins Gespräch. Wenn nicht, ist das aber auch kein Beinbruch. Für die Elternabende solltet ihr euch aber auf jeden Fall Zeit frei schaufeln, um am Ball zu bleiben.

6. Keinen Erwartungsdruck aufbauen

Lesen, schreiben, rechnen, neue Mitschüler, neue Schulwege und vielleicht noch Hort am Nachmittag - auf Erstklässler kommt ganz schön viel Neues zu. Da kann es helfen, das restliche Programm auch mal zusammen zu kürzen und die Kleinen nicht auch noch vom Musik- zum Sportkurs und evtl noch zur Nachhilfe zu schleifen. Entschlackt lieber euren Alltag und gebt euch allen Zeit neu anzukommen.
Unterstützt eure Kinder konstruktiv beim Lernen und bleibt am besten positiv und gelassen. Wer selber negative Erfahrungen mit der Schule gemacht hatte, sollte versuchen damit abzuschließen. Die Kinder haben ein Recht auf ihre eigenen Erfahrungen und sollten sich nicht mit elterlichen Unsicherheiten anstecken. Feiert den großen Tag der Einschulung gebührend und lasst den Rest einfach mal auf euch zukommen.

7. Feriengefühl verlängern

Das Wetter passt und die Kids lieben es zu schwimmen? Dann Tasche gepackt und los gehts. Leichter als am Badesee lässt sich das unbeschwerte Sommergefühl wohl kaum verlängern. Aber auch mit anderen Aktivitäten wie einem Zoo-Besuch oder mal zum Eiscafe um die Ecke kann man im Schulalltag für sommerliche Highlights sorgen und sich so etwas von der Ferienstimmung zurückholen.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 14.08.2017, 9:30 Uhr

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