Schnecke
Sehen Gärtner nur ungern in der Nähe von ihrem Salat: Schnecken Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Viel Regen, wenig Sonne – was bei uns für schlechte Laune sorgt, freut Schnecken umso mehr. Und die fressen nicht nur das Unkraut, sondern Eure Lieblingspflanzen. Was man dagegen tun kann, erfahrt Ihr hier:

Es regnet, dann ist es wieder schwül und dann gewittert es wieder. Die meisten von uns finden das so richtig doof. Nur die Schnecken freuen sich über das feuchte Klima und fressen sich gemütlich durch unsere Gärten. Auch die Kindergärten, die bei der hr3 Kürbiswette mitmachen, haben gerade mit diesem Problem zu kämpfen.

Die Kita "Honigbienchen" in Erlensee hatte sogar das Pech, dass sowohl ihre gehegten und gepflegten Kürbisse als auch sämtliche andere Pflanzen den Schnecken zum Opfer gefallen sind. Und das obwohl die Kinder fleissig zertretene Muschelschalen um die Pflanzen verteilt hatten.

1. Schnecken mit Schnecken bekämpfen:

Die Weinbergschnecken mit dem Häuschen sind sehr nützlich, weil sie die Gelege, also die Eier der Nacktschnecke, fressen – also unbedingt im Garten lassen.

2. Eisen-3-Phosphat

Einziges biologisch vertretbares Mittel gegen Schnecken, schadet Igeln und Vögeln, die Schnecken fressen, nicht. Nachteil: es tötet halt alle Schnecken, auch die harmlosen.

3. Einsammeln

Wenn man nur die Nacktschnecken treffen will, muss man sie einsammeln. Die beste Falle: ein Holzbrett auf feuchten Boden legen, evtl. noch Salatblätter dazu, dann verkriechen sich die Schnecken tagsüber darunter. Abends kann man sie einsammeln.

4. Trockenheit

Schnecken mögen keinen trockenen Untergrund. Also um die Pflanzen zum Beispiel trockene Holzasche, Kaffeesatz, Sägespäne, Kalk oder Stroh legen. Ist aber kein 100-prozentiger Schutz und hilft nur, solange es nicht regnet.

5. Öle

Schnecken mögen bestimmte Pflanzen mit ätherischen Ölen nicht. Deshalb: Lavendel, Thymian oder Rosmarin als Schutzgürtel ums Gemüse pflanzen. Leider nicht immer wirksam.

6. Nicht abends gießen

Morgens gießen, nicht abends! Schnecken sind nachtaktiv und bewegen sich im Garten nach dem Gießen abends besonders gut und gern.

7. Feinde züchten ;-)

Sorgt für einen Garten, der den natürlichen Fressfeinden der Schnecken gefällt: Igel, Spitzmäuse, Kröten, Blindschleichen und Vögel wie Amseln, Stare und Elstern

8. Schneckenzaun

Spezielle Zäune mit einem Rand, wo die Schnecken nicht drüberklettern können und beim Versuch wieder runterfallen. Fürs kleine Salatbeet gut, den ganzen Garten damit umzäunen wird allerdings ziemlich teuer.

9. Knoblauchfalle

Die Kita "Unterm Regenbogen" aus Twistetal-Berndorf schwört auf ihre Knoblauchfalle. Dafür müssen 100g Knoblauch fein gehackt und mit 3 Litern kochendem Wasser übergossen werden. Dieses Wasser kann dann, sobald es abgekühlt ist und einmal gefiltert wurde, mit der Wasserflasche auf die Pflanzen gesprüht werden.

Bitte nicht:

Keine gute Idee sind übrigens Salz und Bier – hört man immer wieder mal, bringt aber nichts. Salz sorgt zwar dafür, dass die Schnecken sterben, zieht allerdings immer mehr Schnecken an, weil Schnecken auch tote Schnecken fressen. Und der Biergeruch ist so stark, dass die Schnecken aus der ganzen Nachbarschaft kommen.

Sendung: hr3, "hr3 Morningshow", 03.08.2017, 6:15 Uhr

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