Äppler in Frankfurt
Bild © picture-alliance/dpa

Das Frühjahr war einfach zu frostig: Weil die Apfelernte in diesem Jahr so schlecht ausfällt wie seit 20 Jahren nicht mehr, sorgen sich die Keltereien um ihre "Äbbelwoi"-Produktion. Wie Ihr helfen könnt, lest Ihr hier.

Äppler ist für uns Hessen ja schon fast Grundnahrungsmittel. Das „Stöffche“ gehört einfach auf jeder Party, jeder Familienfeier, jeder Kerb dazu. Damit könnte es in den nächsten Wochen aber eng werden, denn: Ebbelwoi wird knapp!

Grund dafür ist die wichtigste Zutat: Der Apfel. Durch den Frost im Frühjahr ist die Apfelblüte kaputtgegangen – und ohne Blüte gibt es auch keine Frucht. Es wird sogar von der schlechtesten Apfelernte seit Anfang der 90er Jahre gesprochen.

Frost Apfelblüte
Schuld an der schlechten Apfelernte: Der Frost im Frühjahr, der viele Blüten zerstört hat. Bild © picture-alliance/dpa

Als Martin Heil, Vorsitzender des Verbands der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien, zum ersten Mal gesehen hat, wie wenige Äpfel an den Bäumen hängen, habe er schon „etwas bedröppelt aus der Wäsche“geschaut. „Vor allem ist es so, dass es Wiesen gibt, auf denen wirklich überhaupt gar keine Äpfel hängen“, beschreibt er. 

Apfel-Spenden erwünscht

Die hessischen Keltereien suchen deshalb verzweifelt nach Apfelspenden. Martin Heil erklärt: „Wir stellen leider immer wieder fest, dass viele Äpfel nicht geerntet wurden." Der Verband hat deshalb die Aktion "Äpfel gehören ins Glas" ausgerufen. Für die Besitzer von Streuobstwiesen soll es ein Aufruf sein, die Äpfel auch tatsächlich zu ernten und in die Keltereien zu bringen. Um unser Nationalgetränks zu retten, machen wir das doch alle gerne!

Äpfel liegen am Boden
Die Keltereien klagen: Jeder Apfel, der auf den Boden fällt, ist ein verlorener Apfel. Bild © picture-alliance/dpa

Die Keltereien haben meistens Sammelstellen. Man kann die geernteten Äpfel aber auch direkt in die Keltereien bringen, zum Beispiel mit kleinen Anhängern oder in Säcken. In den Keltereien kann man sich dann entweder den Gegenwert auszahlen lassen oder Apfelsaft und Apfelwein mitnehmen.

Was gibt's zu beachten?

Welche Sorte Apfel in die Keltereien gebracht wird, spielt übrigens keine Rolle. „Gerade hier in Hessen wachsen alte Apfelsorten“, erklärt Apfelwein-Experte Heil. Die haben für gewöhnlich sehr viel Säure und eignen sich daher gut für Apfelwein.

Wenn dann doch mal ein paar mildere Sorten dabei sein sollten, ist das auch nicht schlimm, sondern ein schöner Ausgleich. Wichtig ist nur, dass die Äpfel in guter Qualität in der Kelterei ankommen, also nicht angefault sind oder Wurmlöcher haben.

Eine Liste aller Verbandskeltereien findet ihr auf www.apfelwein.de.

 Sendung: hr3, "hr3 am Vorabend", 13.09.2017, 18:15 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
voting voting

Herz verschenken und
In-Ear-Kopfhörer MOVE PRO
von Teufel gewinnen

Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit