Autos im Nebel
Im Herbst herrscht im Straßenverkehr oft schlechte Sicht. Bild © picture-alliance/dpa

Jetzt fallen die Blätter von den Bäumen und liegen auf der Fahrbahn herum. Und dann steht auch noch die Sonne tief: Unfallgefahr. Wir geben Tipps, wie Ihr sicher durch den Herbst kommt.

Gefahr Nr. 1: Herbstlaub

Wenn das Laub zwischen Reifen und Straße klebt und rutschig ist, kann der Wagen unkontrolliert ausbrechen. Das ist allerdings nicht nur bei nassem Laub so, sondern auch bei trockenem. Wenn man ins Rutschen kommt: Nicht erschrecken, abrupt bremsen oder lenken. Am besten ist es, langsam zu fahren und den Fuß vom Gas zu nehmen.

Gefahr Nr. 2: Nebel

Viel Licht anzumachen ist nicht das beste, denn die Nebeltröpfchen reflektieren das Licht und können blenden. Besser: Das normale Licht anlassen und am Seitenstreifen orientieren. Die Nebelschlussleuchte darf laut Straßenverkehrsordnung erst dann angemacht werden, wenn die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt und auch nur bei Nebel, nicht bei Regen. Wer sie falsch benutzt, blendet andere Fahrer und muss mit einem Bußgeld rechnen. Für das Tempo gilt die Faustregel: Sichtweite = Geschwindigkeit.

Gefahr Nr. 3: Nässe

Herbstlaub auf nasser Straße
Egal ob nass oder trocken - Laub auf der Straße ist immer gefährlich. Bild © picture-alliance/dpa

Ein bisschen Nässe hält der Reifen aus. Aquaplaninggefahr besteht spätestens dann, wenn man die Spuren des Vordermanns nicht mehr sieht. Fuß vom Gas nehmen und auf keinen Fall lenken oder bremsen. Denn sobald das Auto wieder Kontakt zur Straße bekommt, fährt es in die Richtung, in die man gelenkt hat.

Gefahr Nr. 4: Tiefstehende Sonne

Wenn Eure Scheibe sauber ist, blendet die Sonne weniger. Es ist außerdem von Vorteil, eine Sonnenbrille griffbereit zu haben. Wem es mit Sonnenbrille zu dunkel wird, sollte im Stadtverkehr besonders gut auf die Ampeln achten. Im Zweifel lieber langsam heranfahren oder sogar anhalten.

Gefahr Nr. 5: Wildunfälle

Jetzt häufen sich auch die Wildunfälle. Laut Polizei Hessen gab es im vergangenen Jahr fast doppelt so viele Wildunfälle wie 2009. Die meisten Kollisionen gibt es mit Rehwild, aber auch die Unfälle mit Wildschweinen nehmen zu. Ihr solltet in der Dämmerung und im Morgengrauen in Waldabschnitten und an Feldrändern besonders wachsam sein. Das bedeutet: Fuß vom Gas und immer bremsbereit sein. Wenn Ihr ein Tier am Straßenrand seht, solltet Ihr deutlich langsamer werden oder sogar ganz abbremsen. Macht Ihr Euer Fernlicht aus, bleibt es stehen, durch Hupen könnt Ihr es in den meisten Fällen verscheuchen. Aber Achtung: Wildtiere sind meist nicht alleine unterwegs, es könnten noch weitere auf die Fahrbahn laufen.

Rehe im Morgengrauen
Im Herbst kommt es besonders häufig zu Wildunfällen. Augen auf! Bild © picture-alliance/dpa

Falls Ihr das Tier zu spät seht und sich ein Zusammenstoß nicht mehr vermeiden lässt, solltet Ihr laut ADAC möglichst stark abbremsen und nicht unkontrolliert ausweichen! Ihr könntet sonst in den Gegenverkehr geraten. Nach einem Zusammenstoß müsst Ihr die Warnblinkanlage anstellen und die Unfallstelle absichern.

Danach gilt es, die Polizei zu informieren. Es ist hilfreich, wenn Ihr auf Eurem Handy oder Navigationsgerät die genauen Koordinaten ablest und durchgebt. Bis zum Eintreffen der Polizei müsst Ihr am Unfallort warten - sonst macht Ihr Euch strafbar. Fasst das angefahrene Tier aber nicht an. Es könnte zur Gefahr werden! Die Polizei informiert dann den zuständigen Jagdpächter.

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 25.10.2017, 05:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
voting voting

Herz verschenken und
eine Traumkreuzfahrt
auf der AIDA gewinnen.

Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit