Akkusymbol auf dem Smartphone
Eigentlich immer leer: Der Smartphone Akku Bild © Imago

Mit dem Handy ist ja immer etwas. Mal zerspringt das Display, mal fällt's ins Wasser - und immer ist der Akku leer. Unsere Erste-Hilfe-Tipps:

Akkuleben verlängern

Selten hält der Akku des Smartphones länger als einen Tag. Wenn eine Lademöglichkeit in der Nähe ist, ist das kein Ding. Wenn Ihr aber viel und lange unterwegs seid, könnte Euch schnell der Saft ausgehen.

Ein paar Tipps, damit es nicht dazu kommt: Wer Apps nach Gebrauch schließt, tut dem Akku nichts Gutes. Wenn Ihr eine App länger nicht nutzt, geht sie in den Wartemodus, in dem keine Energie verbraucht wird. Wenn Ihr sie dann wieder öffnet, verbraucht Euer Smartphone weniger Strom, als wenn Ihr sie komplett neu startet. Das haben Google und Apple bestätigt.

Ihr könnt außerdem die Hintergrunddaten deaktivieren. Messenger und Nachrichtenapps fragen auf den Servern regelmäßig nach, ob's etwas Neues gibt. Wenn Ihr dies deaktivierst, spart Ihr auch Akku. Bei iOS dazu einfach die jeweilige App aufrufen und "Hintergrundaktualisierung" ausstellen. Bei Android in die App-Info und auf „Datennutzung“ klicken, dort "Hintergrunddaten einschränken" wählen. Oder einfach den Energiesparmodus aktivieren. Der Nachteil bei abgeschalteten Hintergrunddaten: E-Mails und Instagram-Likes beispielweise werden nicht mehr automatisch angezeigt, sondern erst nach manueller Aktualisierung. 

Langsame Smartphones schneller machen

Smartphones sind zwar vom Namen her "Phones", also Telefone, tatsächlich sind es aber tragbare Computer. Und wie große Computer auch werden sie mit der Zeit immer langsamer, weil sich alte Daten irgendwo ansammeln und das Gerät ausbremsen. Es "müllt zu". Dann hilft nur eines: Den sogenannten "Cache" löschen. Das ist sowas wie die Ablage des Smartphones, wo irgendwann ein riesiger Berg Müll rumliegt, den man wegschmeissen sollte. Die meisten Apps haben so eine Ablage. Dazu einfach mal die installierten Apps öffnen und den Cache löschen. Ist etwas umständlich, kann aber wirklich was bringen.

Was auch helfen kann: Ungenutzte Apps löschen. Manche Apps laufen permanent im Hintergrund und bremsen das System aus. Bei Apps die man benutzt ist das eben so, bei ungenutzten Apps aber kann man sich diese "Bremse" sparen. Deswegen: Apps, die man nicht benutzt, ganz schnell löschen!

Widgets und Live-Hintergründe verbrauchen ebenfalls permanent Rechenpower. Auch die kann man einfach löschen oder abschalten. All diese Änderungen bringen in der Summe nicht nur mehr Leistung, sondern schonen auch den Akku.

Last but not least: Updates für das Betriebssystem installieren. Die gibts mehr oder weniger regelmäßig vom Hersteller des Smartphones. Solche Updates beseitigen Fehler und bringen im Idealfall auch mehr Leistung. Aber vorsicht bei älteren Geräten: Auch wenn sich iOS 9 auf einem iPad 2 installieren lässt, bedeutet das nicht, dass das iPad danach auch noch ordentlich läuft. Irgendwann kommen Geräte einfach in ein Alter, in dem sie für aktuelle Software einfach zu alt sind. Wer dann die neueste Betriebssystem-Version installiert, muss damit rechnen, dass das Gerät danach quälend langsam ist. Deswegen lieber erstmal im Internet schauen, welche Erfahrungen andere mit dem aktuellen Update gemacht haben. 

Klassiker: Das kaputte Display

Smartphones fallen gerne mal runter und so stabil die Displays heutzutage auch sein mögen: Nicht selten gehen sie dabei kaputt. Um das zu vermeiden, sind eine Schutzhülle und eine -folie auf jeden Fall eine gute Idee. Ist es aber schon kaputt, kann die Folie noch immer helfen - nämlich dabei, sich nicht an den Splittern zu verletzen und Staub und Flüssigkeit vom Inneren fernzuhalten. Danach bleibt nur die Reparatur. Die kann bis zu 200 Euro im Laden kosten, online ist es günstiger (ein iPhone 6 kostet online ca. 130 Euro). Wer also mit der "Spider-App", wie man ein zersprungenes Display scherzhaft nennt, weil es wie ein Spinnennetz aussieht, leben kann, sollte sich gut überlegen, ob sich soviel Geld noch lohnt. Ausnahme: Besitzer eines "Fairphone 2" können das Display schnell und einfach selber wechseln. Alle anderen müssen tief in die Tasche greifen. 

Das Smartphone im Klo

Man fragt sich zwar, wie Leuten das Smartphone ins Klo fallen kann, aber tatsächlich passiert das ziemlich häufig. Im Ernstfall sollte man auf jeden Fall sofort das Gerät auseinanderbauen und den Akku entfernen. Wenn das nicht geht: Auf jeden Fall ausschalten und bloß nicht auf die Heizung legen oder versuchen mit dem Fön zu trocknen. Stattdessen Küchenpapier oder Klopapier nehmen und das Gerät so weit es geht damit abtrocknen. Danach: Luftdicht verschließbaren Beutel nehmen, Reis reinfüllen und das Smartphone dazu packen. Und zwar so, dass es komplett im Reis verschwindet. So sollte man es ein paar Tage liegen lassen. Wenn alles gut gelaufen ist, geht es danach wieder. Wenn nicht, dann muss eben doch ein neues Gerät her. Wer den Akku nicht rausnehmen kann: Smartphone ausschalten und einfach so in den Reis packen. Und nichts anderes als Reis nehmen! Salz saugt die Flüssigkeit zwar auch auf, kann aber ins Gehäuse eindringen und da nur noch mehr Schaden anrichten. 

Das verlorene Smartphone

Auch hier hilft es, wenn man rechtzeitig vorbeugt. Und zwar indem man entsprechende Dinge beim Smartphone einrichtet: Android-Nutzer sollten sich den "Android Geräte-Manager" aus dem Play-Store von Google runterladen und installieren, iOS-Nutzer sollten sich mit "Find My iPhone" oder "Mein iPhone suchen" auseinandersetzen. Hiermit kann man das Smartphone, so lange der Akku noch reicht, nicht nur orten lassen, sondern man kann es im Falle eines Diebstahls auch aus der Ferne löschen, um die darauf enthaltenen Daten vor Missbrauch zu schützen. Sehr sinnvolle Tools, die man unbedingt kennen sollte!

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