Feuerwerk
Feuerwerk Bild © picture-alliance/dpa

Zu Silvester gehört Feuerwerk einfach dazu. Es gibt aber ein paar Dinge, die man zu seiner eigenen Sicherheit beim Kauf beachten sollte.

Nur geprüftes Feuerwerk kaufen

Man sollte beim Feuerwerk unbedingt auf das CE-Zeichen achten. Und weil das nur möglich ist, wenn man es sich vor dem Kauf genau anschaut, sollte man es am besten nur im örtlichen Handel und nicht im Internet kaufen. Denn: Nicht geprüftes Feuerwerk kann neben dem üblichen Schwarzpulver auch noch einen wesentlich stärker reagierenden Blitzknallsatz enthalten und es drohen Verletzungen durch Fehlzündungen. Und damit ist nicht zu scherzen: Explodiert ein Feuerwerkskörper schon in der Hand, können zum Beispiel Finger abgerissen werden.

Auf das Prüfsiegel achten

Feuerwerk teilt man in zwei Klassen ein: F1 und F2. F1 ist die harmloseste Variante und umfasst zum Beispiel Tischfeuerwerk, Knallerbsen oder Wunderkerzen. F1-Feuerwerk darf schon ab 12 Jahren gekauft werden.

F2-Feuerwerk sind dann zum Beispiel Raketen, Römische Lichter und die klassischen "Böller". Dieses Feuerwerk gibt es erst ab 18 Jahren und auch nur befristet. In diesem Jahr ist es vom 28. bis 30. Dezember erhältlich.

Feuerwerk
Unbedingt auf die CE-Kennzeichnung achten! Bild © picture-alliance/dpa

Geprüftes Feuerwerk erkennt man am CE-Zeichen und an der Kennnummer 0589 am Anfang jeder Registriernummer. Darauf folgt die Feuerwerkskategorie (also F1 oder F2) und eine fortlaufende Nummer. Seit Juli 2017 ist nur noch diese Kennzeichnung gültig. Alte Kennzeichen, die noch "P I" oder "P II" enthalten, sind nicht mehr gültig.

Feuerwerk richtig lagern

Feuerwerk sollte man immer kühl und trocken lagern. Feuchtigkeit kann das Feuerwerk unbrauchbar machen, zu hohe Temperaturen können es entzünden. Auf keinen Fall in der Nähe rauchen oder offenes Feuer verwenden!

Nicht zu früh abfeuern

F2-Feuerwerk darf grundsätzlich nur am 31. Dezember und 1. Januar abgefeuert werden. Wann genau, das wird in jeder Stadt oder Gemeinde individuell festgelegt.

Richtig anwenden

  • Bevor man das Feuerwerk anzündet, sollte man auf die Bedienungsanleitung schauen.
  • Tischfeuerwerk unbedingt auf eine feuerfeste Unterlage stellen!
  • Knaller und Raketen haben nichts in der Wohnung zu suchen und sollten nur im Freien abgefeuert werden - aber nicht in der Nähe von Fachwerk oder Reet-Dächern!
  • Blindgänger sollte man zur Sicherheit nochmal mit Wasser übergießen und auf keinen Fall nochmal neu anzünden.
  • Raketen senkrecht aus Flaschen und nicht aus der Hand abschießen und auf keinen Fall irgendwas selber basteln.

Vorsicht vor Lautstärke

Gerade Böller und Donnerschläge sind extrem laut, nämlich bis zu 150 Dezibel. Das Problem: Schon ab 135 Dezibel können irreparable Schäden am Gehör entstehen. Wer sicher gehen will, sollte daher Gehörschutz tragen. Den gibt es schon für kleines Geld als Ohrstöpsel in jeder Drogerie.

Auch an die Tiere denken

Wichtig für Tierhalter: Haustiere reagieren zum Teil sehr empfindlich auf Feuerwerk. Manchen ist es ziemlich egal, andere geraten regelrecht in Panik. Deswegen: Fenster schließen und, wenn vorhanden, die Rolläden runter lassen, um den Lärm so gut es geht aus der Wohnung raus zu halten. Das Tier sollte die Möglichkeit haben, sich irgendwohin zurück ziehen zu können, wo es sich sicher fühlt.

Und wenn doch mal was schief geht?

Bei Schäden am Haus

Wenn der Briefkasten von Böllern zerfetzt wurde, sollten sich Hauseigentümer im Fall eines Schadens an ihre Wohngebäudeversicherungen wenden. Die kümmert sich auch um äußere Schäden am Haus oder am Dach. Diejenigen, die eine Wohnung gemietet haben, wenden sich einfach an den Vermieter. Der wiederum kann sich dann an die Wohngebäudeversicherung wenden.  Wenn im Briefkasten Post lag und die beschädigt wird, kommen Versicherungen allerdings nur auf, wenn die Sendung versichert war und der Verursacher nicht gefunden wird.

Verursacht eine von Unbekannten abgefeuerte Silvesterrakete sogar einen Wohnungsbrand, könnte die Hausratversicherung für alle Schäden aufkommen - auch wenn sie durch Löschwasser entstehen.

Bei Schäden am Auto

Kommt ein Auto zu Schaden, haftet meist der "Absender" des Geschosses. Lässt sich der Verantwortliche nicht ermitteln, erstattet die Teilkaskoversicherung Brand- und Explosionsschäden sowie zerstörte Scheiben. Für Schäden durch Vandalismus kommt nur eine Vollkaskoversicherung auf.

In allen Fällen aber gilt: Fehlt das Prüfsiegel auf den abgeschossenen Raketen, dann zahlen die Haftpflichtversicherungen nicht und es bleibt nicht nur bei einer Geldstrafe.

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 27.12.2017, 05:00 Uhr

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