Ein Waschbär blickt in die Kamera.
So süß und doch kleine Plagegeister. Waschbären können den Menschen in ihrer Nähe kräftig auf die Nerven gehen. Bild © picture-alliance/dpa

In einigen Teilen Hessens sind sie eine richtigen Plage. Waschbären durchwühlen den Müll und nisten sich auf Dachböden ein. Wer sich da eigentlich breit macht und was Ihr dagegen tun könnt, erfahrt Ihr hier:

Waschbären gehören sicher zu den niedlichsten Bärenarten weltweit. Aber in einigen Teilen Hessens sind sie zu einer echten Plage geworden. Die putzigen Gesellen sind nämlich alles andere als friedlich und mögen die Nähe zum Menschen. Hier können sie sich prima an Mülltonnen bedienen und satt essen, in Gärten wildern oder direkt mal unterm Dach einziehen und dort den Nachwuchs großziehen. In Hessen ist ab sofort die Schonzeit vorbei und der Waschbär darf wieder gejagt werden.

Damit ihr wisst, wer sich da bei uns so breit macht, hat hr3 für euch die wichtigsten Angeber-Facts zum Mitreden gesammelt:

1: Warum gibt es so viele Waschbären in Nordhessen?

1934 wurden am Edersee zwei Waschbär-Pärchen ausgesetzt. Die sollten die heimische Tierwelt bereichern. Und damit das auch wirklich klappt, stand der Waschbär anschließend erstmal 20 Jahre unter Naturschutz. So hatte er auf jeden Fall genügend Zeit, um für ordentlich Nachwuchs zu sorgen. Und der sorgt jetzt für Ärger.

2: Der Waschbär frisst alles

Was ihm unter die Pfötchen kommt, wird gegessen. Ob das nun Eier von Jungvögeln, Würmer, Schnecken, Frösche oder eben unsere Pizzareste sind, ist ihm dabei ziemlich schnurz. Der Waschbär ist ziemlich anpassungsfähig, deswegen verbreitet er sich auch so gut bei uns.

3: Der Waschbär ist farbenblind

Ob die Kirschen schön rot leuchten oder der Frosch richtig schön grün ist – das ist ihm piepegal. Er ist nämlich farbenblind. Ob etwas zum Essen geeignet ist oder nicht, prüft er deswegen mit seinen Pfoten. Daher kommt übrigens auch der Name. Weil er seine Nahrung oft im Wasser findet und dort dann auch abtastet, dachte man, er würde sich ständig waschen.

4: Der Waschbär ist ganz mies im Rennen und Springen

Klettern kann er ziemlich gut. Aber wenn der Waschbär schnell davon rennen soll, ist er aufgeschmissen. Auch Springen gehört nicht zu seinen Paradedisziplinen. Vermutlich ist er deswegen auch lieber in der Dämmerung unterwegs. So ist er vor Verfolgern wenigstens etwas besser geschützt. Im Köpfchen hat der Kleine nämlich Einiges. Er gehört zu den intelligentesten Tieren Europas.

5: Wie kann ich mein Zuhause Waschbärensicher machen?

Müll- und Biotonnen können mit Spanngurten oder Steinen gesichert werden. Gelbe Säcke werden am besten in verriegelbaren Boxen aufbewahrt. Speisereste sollten nicht auf den Kompost und Fallobst aus dem Garten sammelt Ihr lieber ein. Wenn jetzt auch noch das Katzenfutter drinnen auf den Stubentiger wartet und nicht vor der Haustür, habt Ihr schon mal ganz viel getan, um den Waschbären nicht anzulocken.

Sendung: hr3, "hr3 am Nachmittag", 04.08.2017, 13:30 Uhr

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