Ein Modelauto steht auf einem Kalenderblatt vom 30. November, der Stichtag für einen Wechsel der Kfz-Versicherung.
30. November ist Stichtag: Kfz-Versicherung wechseln Bild © picture-alliance/dpa

Wer schlägt sich schon gern mit unliebsamem Papierkram, wie der Kfz-Versicherung rum? Einmal abgeschlossen, läuft die dann gern jahrelang, ohne dass wir uns drum kümmern. Sollten wir aber, denn wir können vielleicht viel Geld sparen!

Vergleichsportale helfen bei der Wahl

Wenn ihr bei der Kfz-Versicherung Geld sparen möchtet, müsst ihr euch zunächst einen Überblick in der Versicherungslandschaft verschaffen. Dazu eignen sich entsprechende Vergleichsportale. Achtung: Nicht auf ein einziges Vergleichsportal vertrauen, sondern auf jeden Fall ein zweites oder drittes Portal wählen.

Eine Orientierung bieten die durchschnittlichen Jahres-Beiträge, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt hat. Danach liegt die Haftpflicht im Schnitt jährlich bei 252 Euro. Haftpflicht plus Vollkasko bei 569 Euro, Haftpflicht plus Teilkasko bei 341 Euro im Jahr.

Vergleichen lohnt sich, das haben Experten von Finanztest aktuell wieder fest stellen können. Bei einem  40-jährigen Modellkunden konnten sie den günstigsten Tarif für Haftpflicht plus Vollkasko mit 423 Euro und den teuersten mit 944 Euro ermitteln: Über 500 Euro Unterschied!

Wer beim Vergleich in verschiedenen Portalen eine erste Auswahl an Kfz-Versicherungen getroffen hat, sollte nicht nur nach dem günstigsten Beitrag schielen. Ein Blick in die Tarifdetails ist unerlässlich und recht fix gemacht.

Folgende Leistungen sollte eine Kfz-Versicherung auf jeden Fall beinhalten:

  • Die Deckung der Haftpflicht sollte bei 50 oder 100 Millionen Euro liegen.
  • bei Teil- und Vollkasko: Versicherer kommt auch für Schäden auf, die aufgrund grober Fahrlässigkeit  (z.B. Überfahren einer Roten Ampel) verursacht werden.
  • Wer einen  Neuwagen fährt, sollte auf eine Neuwertentschädigung achten. Die kann unterschiedlich ausfallen, nur 3 bis sogar 24 Monate.
  • im Falle von Marderschäden sollten nicht nur der durch den Marderbiss direkt verursachte Schaden, sondern auch die Folgeschäden gedeckt sein.
Autounfall mit drei beteiligten Autos
Hier ist eine gute Kfz-Versicherung gefragt Bild © picture-alliance/dpa

Bevor man sich für einen Wechsel des Versicherers entscheidet, sollte geklärt sein, in welcher Schadenfreiheitsklasse man künftig eingestuft wird. Das ist vor allem wichtig, wenn die noch aktuelle Versicherung im laufenden Jahr einen Schaden übernommen hat. Dadurch käme es zu einer Rückstufung im Folgejahr. Deshalb beim neuen Anbieter unbedingt klären, mit welcher Schadenfreiheitsklasse man im kommenden Jahr unterwegs sein würde und wie die Rückstufungen dort überhaupt berechnet werden.

Achtung! Wer bei seiner noch aktuellen Versicherung einen Rabattschutz hat und so geschützt ist vor Zurückstufung, kann nicht davon ausgehen, dass der neue Anbieter diesen automatisch übernimmt!

Aktuelle Konditionen beim Versicherer checken

Was man nicht vergessen sollte: In jedem Fall seinen aktuellen Versicherer kontaktieren und sich nach besseren Konditionen erkundigen. Ist der Tarif so überhaupt noch sinnvoll für das Auto? Insbesondere, wenn man sich vielleicht seit Jahren nicht um den Vertrag gekümmert hat. Haben sich die Lebensumstände geändert, steht das Auto längst nicht mehr an der Straße, sondern in der Garage, stimmt die jährliche Kilometerleistung noch, ist ein Kind dazu gekommen? Hier können sich Sparoptionen eröffnen. Wie wird der Beitrag aktuell gezahlt, in monatlichen Raten oder halbjährlich? Kompletter Jahresbeitrag auf einmal spart. So kann man häufig schon einiges Geld sparen, ohne den Versicherer wechseln zu müssen.

Sendung: hr3, "hr3 am Samstag", 25.11.2017, 10 Uhr

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