Kann helfen, ein paar Pfunde zu verlieren: Intervall-Fasten
Kann helfen, ein paar Pfunde zu verlieren: Intervall-Fasten Bild © Model Foto: Colourbox.de

Wer den überflüssigen Pfunden den Kampf ansagen und abnehmen möchte, kann es ja mal mit Intervall-Fasten versuchen. Für viele ist diese Form der Diät ein echter Geheimtipp.

Im Urlaub lässt man es sich in der Regel gut gehen: Hier mal ein leckerer Eisbecher, dort ein Cocktail und am Buffet ist die Auswahl in der Regel auch immer ganz ordentlich. Wenig verwunderlich also, dass so mancher mit zu engen Hosen aus dem Urlaub zurück kommt. So wie unser Tobi aus der "hr3 Morningshow". Seine aktuelle Geheimwaffe gegen die überflüssigen Pfunde: Intervall-Fasten.

"Fasten" klingt erstmal schlimm, denn es bedeutet in der Regel, dass man nichts isst. Beim Intervall-Fasten hingegen darf man essen - nur eben nicht wann man will.

5:2, 8:16 oder 1:1

Es gibt drei Arten von Intervall-Fasten: Die 5:2-Methode und die 8:16-Methode. Bei der 5:2-Methode darf man an fünf Tagen in der Woche essen, wie man es gewohnt ist. An zwei Tagen jedoch wird gefastet: Für Frauen gibt es dann maximal 500 Kalorien, für Männer 600. Kohlenhydrate (Brot, Nudeln, Kartoffeln, Zucker) sind dann tabu und man sollte viel Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Für die zwei Fastentage sollte man Tage wählen, an denen sich der Stress in Grenzen hält. Zum Beispiel das Wochenende.

Bei der 8:16-Methode hingegen isst man jeden Tag, aber man lässt eine Mahlzeit ausfallen, um so 16 Stunden am Stück auf Nahrung zu verzichten. Beispiel: Wer um 8 Uhr frühstückt, darf erst um 16 Uhr wieder etwas essen. Und dann erst wieder am nächsten Morgen um 8 Uhr. Snacks zwischen den Mahlzeiten sind natürlich tabu.

Als dritte Variante gibt es die 1:1-Methode: Hier wird einen Tag normal gegessen, am anderen Tag gefastet.

Ideal für Fasten-Einsteiger

Ernährungswissenschaftlerin Mona Poulev findet die 8:16-Methode für Einsteiger am geeignetsten und am leichtesten durchführbar. Man sollte aber darauf achten, dass man es mit dem Essen in den Ess-Stunden nicht übertreibt. Wer in den Ess-Stunden Burger, Eisbecher, Pizza und Schnitzelteller in sich reinstopft, wird vermutlich nicht abnehmen.

Kein Jojo-Effekt

Der große Vorteil am Intervall-Fasten ist das Ausbleiben des gefürchteten Jojo-Effekts. Mona Poulev hat uns erklärt, warum: Bei einer normalen Diät wird dem Körper konsequent weniger Energie zugeführt, weswegen er irgendwann in den Spar-Modus geht und einfach weniger Kalorien verbrennt. Ist die Diät vorbei, bleibt der Körper im Spar-Modus, bekommt aber wieder deutlich mehr Energie zugeführt, die er nicht abbauen kann und füllt gleichzeitig noch seine "Lager" wieder auf, die er während der Diät aufgebraucht hatte - man nimmt also sehr schnell wieder zu.

Beim Intervall-Fasten hingegen bekommt er zwar auch über den Tag weniger Energie, merkt es aber nicht so, weil er in den Stunden, in denen man essen darf, die gewohnten Energie-Mengen da sind. Er hat also nicht das Gefühl, für schlechte Zeiten Energie sparen zu müssen.

Auf Dauer helfen nur Gewohnheitsänderungen

Frau Poulev hat uns auch noch verraten, wie man es hinbekommt, dauerhaft und langfristig abzunehmen: "Möchte ich dauerhaft etwas ändern, muss ich mich und meinen Lebensstil ändern. Das bedeutet: Einfach meine Gewohnheiten erkennen und Step by Step an meinen Gewohnheiten arbeiten. Egal ob das meine Ernährungsgewohnheiten sind, meine Bewegungsgewohnheiten sind oder mein Stressverhalten. Und so kann ich langfristig zum Ziel kommen. Egal ob das abnehmen ist, egal ob das Wohlbefinden ist, egal ob das Muskelaufbau ist."

Also: Zum Frühstück vielleicht nicht die Puddingbrezel vom Bäckerwagen, sondern ein gesundes Müsli. Zum Mittagessen ein Salat mit Hähnchenbrust, anstatt eines Schnitzels mit Pommes. Und zum Nachtisch vielleicht nur einen Espresso und keinen Sahnepudding.

Worauf Ihr achten solltet

Wer fasten möchte, sollte zur Sicherheit vorher mit seinem Arzt sprechen. Aber auch Intervallfasten ist nicht für jeden geeignet. Schwangere sollten es zum Beispiel lieber lassen, ebenso Menschen mit zu niedrigem Blutdruck.

Weitere Informationen

Mehr Infos bei hr1

Auch Eckart von Hirschhausen schwört auf Intervall-Fasten. Warum, das erfahrt Ihr hier!

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr3, "hr3 Morningshow", 15.08.2017, 05:00 Uhr

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