Mädchen sprüht sich mit Mückenspray ein
Gut einsprühen kann helfen Bild © Imago

Sommerzeit ist Mückenzeit - leider. Welche Menschen die Mücken bevorzugen und was gegen die Plagegeister wirklich hilft, sagen wir Euch hier.

Larven in Pfützen und überschwemmten Wiesen

Mücken legen alle paar Tage zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer. Nach starken Regenfällen schlüpft also in großen Pfützen und auf überschwemmten Wiesen die nächste Generation der Plagegeister, die uns an lauen Sommerabenden zu schaffen macht.

Was zieht Mücken an und was nicht?

Stechmücke
Lästige Bieser: In Füße stechen sie am liebsten ... Bild © Colourbox.de

Blutgruppe, Alter und Geschlecht der Opfer sind für Mücken ziemlich bedeutungslos. Aber der Atemgeruch des "Blutspenders" ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Opfer. "Was der Mensch gegessen hat, ist dagegen wichtig und kann Mücken vermehrt anlocken", erklärt hr3-Mückenexpertin Eva Goris. Bei der Verdauung von Reis zum Beispiel gibt der menschliche Körper eine höhere Kohlendioxidausdünstung ab - und darin vermuten Wissenschaftler einen Zusammenhang. Der Verzehr von Kohlgemüse hält die Quälgeister dagegen eher fern. 

Mücken sind wahre Fußfetischisten

In die Füße stechen Mücken besonders gern, denn der Geruch von Ammonium und Buttersäure, die als Zerfallsprodukte von Fußschweiß entstehen, wirken auf diese Insekten besonders attraktiv. Dass die kleinen Plagegeister selbst durch dicke Jeans stechen, obwohl man sich die Haut darunter mit Anti-Mückenmitteln eingerieben hat, ist schnell erklärt. Die Antwort ist verblüffend: "Mücken schmecken mit den Füßen. Wenn die Haut unter der Kleidung eingerieben ist, landen sie problemlos auf der unbehandelten Kleidung, schieben ihren Stechrüssel wie eine Injektionsnadel selbst durch den Stoff und kommen problemlos ans Blut ihrer Opfer. Dagegen hilft nur, die Kleidung ebenfalls mit Insektenspray einzusprühen", sagt Eva Goris. 

Abwehrmittel gegen Mücken

Eukalyptus
Natürliches Mittel gegen Mücken: Eukalyptus Bild © Colourbox.de

Wer kleine Kinder vor Mücken schützen möchte, sollte zum guten, alten Insektenschutzgitter oder Moskitonetz greifen.

Natürliche Mittel zur Mückenabwehr wie Sojabohnen- oder Eukalyptusöl können zwar gegen Mücken helfen, deutlich effektiver sind aber die chemischen Abwehrmittel. Dabei sollte man aber unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten: Der Wirkstoff DEET ist zwar effektiv, aber nicht ganz harmlos. Bei Kindern sollte man ihn erst ab 5 Jahren verwenden. Picaridin hingegen kann auch bei 2-jährigen eingesetzt werden, so Dr. Stephanie Grabhorn im hr3-Interview. 

Mückenstecker und UV-Lampen

Technische Hilfsmittel wie Mückenstecker und UV-Lampen sind keine effektiven Helferlein: Die Mückenstecker sollen einen pflanzlichen Duft verströmen, den Mücken nicht mögen, konnten in Tests aber nicht so richtig überzeugen. Ähnlich sieht es bei UV-Lampen aus: Die ziehen Nützlinge an, während Mücken sie meiden. Nicht so richtig sinnvoll.

Kräuter können helfen

Bleiben noch natürliche Gerüche zur Abwehr: Basilikum im Blumentopf kann zum Beispiel helfen. Verzichten sollte man hingegen auf Parfüm. Das kann die Plagegeister sogar anziehen. 

Wenn sie gestochen hat...

...hilft zum einen Kälte, zum Beispiel in Form eines Eiswürfels, mit dem man den Stich kühlt. Aber auch Antihistaminika, die es in Form von Cremes oder Gels in der Apotheke gibt. Diese mindern die Wirkung des körpereigenen Stoffes Histamin, der für die hässlichen "Beulen" nach einem Stich und den dazugehörigen Juckreiz verantwortlich ist. Wenn gerade kein Eiswürfel und kein Gel in Reichweite ist, tut es auch Speichel auf dem Mückenstich. Der kühlt nämlich ebenfalls und sorgt zumindest temporär für eine Linderung der Beschwerden.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 08.08.2017, 11:00 Uhr

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