Jugendliche spielen mit dem Smartphone
In-App-Käufe können schnell teuer werden Bild © Colourbox.de

Wer seinem Kind ein Smartphone geben möchte, sollte ein paar Dinge beachten, damit das Smartphone auch wirklich kindertauglich ist. Nicht, dass das Kind in eine Abofalle tappt, und Ihr habt den Schaden. Wir sagen, was hier zu tun ist.

Ein Handy für Kinder ist im Prinzip eine gute Sache: Die Kinder sind jederzeit für die Eltern erreichbar, können sich melden, wenn sie den Zug verpasst haben oder früher Schule aus haben. Es gibt viele gute Gründe, einem Kind ein Handy zu geben. In Zeiten, wo die Eltern durch ihren Handyvertrag jedes Jahr ein neues Smartphone bekommen, gibt man den Kindern aber nicht mehr nur ein normales Handy, sondern gleich ein Smartphone. Mit einem Smartphone kann man aber nicht nur telefonieren, sondern auch noch im Netz surfen, Apps installieren und vieles mehr.

Wer sein altes Smartphone dem Nachwuchs in die Hand drückt, sollte deshalb ein paar Dinge beachten, damit die lieben Kleinen nicht durch In-App-Käufe bei "Pokémon GO" oder "Candy Crush" die Telefonrechnung sprengen oder auf Webseiten surfen, auf denen sich Minderjährige besser nicht aufhalten sollten. Die wichtigsten Tipps für Android- oder Apple-Geräte findet Ihr hier.

Apple-Geräte absichern

Zuerst solltet Ihr die Einschränkungen einschalten: Auf "Einstellungen", "Allgemein" und "Einschränkungen". Hier können nach Eingabe eines vierstelligen Codes (nicht den selben Code verwenden, der fürs Entsperren des Telefons verwendet wird!) Standard-Apps ausgeblendet werden, es kann ein Filter für Webseiten aktiviert werden, die Altersfreigabe für Filme kann vordefiniert werden, die Installation von Apps kann deaktiviert werden, ebenso In-App-Käufe und vieles mehr. Hier kann so ziemlich alles deaktiviert werden, was nicht für Kinder geeignet ist. Nach einem Druck auf die Home-Taste sind alle Änderungen aktiv.

Auch wenn man die In-App-Käufe standardmäßig deaktivieren kann, sollte man zur Sicherheit aber auch noch einstellen, dass für alle kostenpflichtigen Aktivitäten das Passwort benötigt wird. Standardmäßig fragt das iPhone einmal nach dem Passwort und ist dann für 15 Minuten für Käufe freigeschaltet. Besser: Bei den Einschränkungen den Punkt "Passwort erforderlich" auf "Sofort" stellen.
Bei Eltern beliebt ist übrigens die App fragFinn, mit der die Kinder Zugriff auf pädagogisch geprüfte Websites haben. Gibts gratis im App-Store.

Noch ein Tipp: Den Code, den man für die Einschränkungen eingerichtet hat, sollte man dem Kind natürlich nicht verraten, denn sonst kann es problemlos alle Änderungen wieder rückgängig machen.

Android-Geräte absichern

Bei Android ist die Absicherung etwas komplizierter: Zunächst sollte man die App Kids Place auf dem Telefon installieren. Auch hier gibt man zunächst eine vierstellige PIN ein, die man sich merken sollte, da die Änderungen nur mit ihr wieder rückgängig gemacht werden können. Im Gegensatz zu den Einstellungen bei Apple lässt sich mit Kids Place nicht das normale Telefon einschränken, sondern es wird ein geschützter Bereich für Kinder eingerichtet. Die Kinder bewegen sich also innerhalb der App, weswegen man als erstes die Home-Taste sperren sollte, damit die Kinder die App nicht verlassen können.

Anschließend kann man die Apps auswählen, die innerhalb des Kids Place ausgeführt werden können sollen. Jetzt noch in den Einstellungen die Option aktivieren, dass Kids Place bei jedem Telefon-Neustart automatisch gestartet werden soll ("Autostart Kids Place") und fertig ist das sichere Android-Smartphone. Auch hier kann man jetzt noch "fragFinn" installieren, das es auch im Google Play Store gibt. Dieses muss dann noch im Kids Place hinzugefügt werden.

Bei Android lassen sich In-App-Käufe nicht pauschal deaktivieren, weswegen man auch hier auf jeden Fall die Passwort-Abfrage für jeden Kauf einstellen sollte. Dazu die App "Play Store" öffnen, links oben die drei Balken antippen, auf "Einstellungen" tippen und unter "Nutzersteuerung" die Option "Authentifizierung für Einkäufe erforderlich" auf "Für alle Käufe bei Google Play auf diesem Gerät" ändern. 

Schutz vor Abo-Fallen

Ein Problem lässt sich mit den oben genannten Maßnahmen aber nicht umgehen: Die sogenannten Abo-Fallen. In die kann man nämlich durch bloßes Surfen im Internet tappen: Ein falscher Klick auf ein buntes Werbebanner und schon wirds teuer. Und was dabei für Eltern besonders ärgerlich ist: Läuft der Handyvertrag auf die Eltern - und das ist für gewöhnlich der Fall - dann müssen sie auch zahlen. Widerspruch kann man nur erheben, wenn nicht ersichtlich ist, dass dort ein Abo abgeschlossen wird. Dafür muss z.B. ein "KAUFEN"-Button vorhanden sein. Ist der nicht da, kann man es mit einem Widerspruch versuchen. Funktioniert das nicht, sollte man aber natürlich so schnell es geht das Abo wieder kündigen.

Im Vorfeld schützen kann man sich, in dem man die sogenannten Dritt-Anbieter bei seinem Mobilfunkanbieter sperren lässt. Die Abos werden nämlich meistens über die Telefonrechnung abgewickelt. 

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