Übergewichtige Katze
Ein Doppelkinn und eine Fettschicht über den Rippen deuten auf Übergewicht hin. Bild © Imago

Nicht nur wir Menschen, auch unsere Tiere leiden immer häufiger unter Fettleibigkeit. Wie Ihr Übergewicht bei Eurem Tier erkennt und worauf Ihr achten müsst, wenn Ihr es auf Diät setzt, lest Ihr hier.

Nicht nur wir Menschen kämpfen häufig mit unserem Gewicht. Auch unsere Haustiere sind immer häufiger davon betroffen: Nach Schätzungen des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte sind mehr als 40 Prozent aller Haustiere in Mitteleuropa zu dick. Besonders häufig sind Hunde und Katzen betroffen - und das kann schlimme Folgen für ihre Gesundheit haben.

Was zu Übergewicht führt

Fettleibigkeit hat bei Tieren die gleichen Gründe wie bei uns Menschen: falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Und genau da sind wir Tierhalter gefragt. Das häufigste Problem ist nämlich: Es wird zu viel gefüttert. Der Napf ist immer gut gefüllt, statt fester Essenszeiten herrscht 24 Stunden am Tag Selbstbedienung. Auch das falsche Futter kann Euer Tier dick machen, nämlich wenn es mehr Energie liefert, als der Vierbeiner umsetzen kann. Das ist häufig nach einer Kastration oder im Alter der Fall.

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So erkennt Ihr, ob Euer Tier zu viel wiegt

  • Die Rippenbögen sind nur noch durch starken Druck zu fühlen
  • Der Bauch hängt
  • Die Haut an Hals und Schultern ist dick und wulstig
  • An der Schwanzbasis und in der Leistengegend haben sich Fettdepots gebildet
  • Die Taille ist nicht mehr zu erkennen
  • Das Tier hat ein Doppelkinn
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Hat das Tier gesundheitliche Probleme, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, oder muss es regelmäßig Medikamente einnehmen, kann auch das zu einer Zunahme führen, genauso wie genetische Veranlagung: Manche Rassen neigen von Natur aus zu Übergewicht.

Bei den Hunden gehören unter anderem Beagles, Labradore und Deutsche Schäferhunde dazu, bei den Katzen sind es die Europäische Kurzhaarkatze, die Europäische Halblanghaar-Katze und die Manx.

Was Übergewicht für Euer Tier bedeutet

Mops
Wenn Euer Hund zu dick ist, wird er träge. Bild © Imago

Leidet Euer Hund oder Eure Katze an Übergewicht, kommt es möglicherweise zu gesundheitlichen Problemen wie Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen, Atemproblemen oder einer Schwächung des Immunsystems. Auch der Bewegungsapparat des Tieres kann krank werden.

Dadurch kommt es häufig auch zu Verhaltensänderungen: Die Tiere sind träge, schlafen viel und verlieren den Spaß an Bewegung und am Spielen. Durch die eingeschränkte Beweglichkeit fällt das Putzen schwerer. Das ist besonders für Katzen schlimm!

Das könnt Ihr dagegen tun

Die oben genannten Punkte treffen auf Eurer Tier zu? Dann klärt beim Tierarzt erstmal ab, ob es gesund ist. Wenn keine anderen Erkrankungen gegen eine Gewichtsabnahme sprechen, kann es losgehen. Am besten lasst Ihr Euch vom Tierarzt ausrechnen, welchen Energiebedarf Euer Tier hat und welches Gewicht das Ziel sein sollte. Danach wählt Ihr dann das richtige Futter und die Portionsgröße aus.

Übergewichtige Katze
So ein hohes Gewicht ist für eine Katze alles andere als gesund. Bild © Imago

Eine Radikaldiät macht auch bei Hunden und Katzen wenig Sinn und bringt auf lange Sicht sogar Erkrankungen mit sich. Tierärzte raten zu einer langsamen, gleichmäßigen Abnahme. "Friss die Hälfte" ist damit auch raus: Gebt nur bis zu maximal 20 Prozent weniger Futter als vorher. Was Ihr aber tatsächlich weglassen solltet, sind die Leckerlis. Die wandern nämlich auch bei Tieren direkt auf die Hüften.

Ganz wichtig ist auch, dass Ihr Euer Tier an mehr Bewegung heranführt. Bei Katzen bietet sich zum Beispiel regelmäßiges Spielen an, bei Hunden Spaziergänge. Sprecht aber auch hier vorher mit Eurem Tierarzt und steigert Dauer und Intensität des "Fitnessprogramms" langsam.

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 05.01.2018, 10 Uhr

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