Wer da wegfährt, macht sich strafbar
Wer da wegfährt, macht sich strafbar Bild © Colourbox.de

Kate von der "Kate Menzyk Show" kommt nichts ahnend zu ihrem Auto und macht eine böse Entdeckung: Fahrerflucht! Was man bei einem Unfall beachten sollte, erfahrt Ihr hier.

Jörg Reinemer, Pressesprecher der Gießener Polizei sagt: "Wer Unfallflucht begeht und beispielsweise mit Hilfe von Zeugen 'überführt' wird, hat zunächst die Möglichkeit, sich zum Vorwurf zu äußern. Möglicherweise hatte er oder sie keine Möglichkeit anzuhalten, weil eine Schwangere mit im Auto war und sie schnell ins Krankenhaus mussten."

Nach der schriftlichen Anhörung wird entschieden, ob eine Geldstrafe verhängt wird (Höhe ist vom Einkommen abhängig). Bei einem Sachschaden von 1.000 Euro kann einem der Führerschein für ein bis mehrere Monate entzogen werden.  

Zettel an der Scheibe geht nicht

"Nur einen Zettel an die Windschutzscheibe und wegfahren reicht nicht", so Reinemer. In jedem Fall ist die Polizei zu verständigen. Man kann niemandem zumuten am Auto zu warten, bis der Geschädigte kommt.

Deswegen muss der Unfall über die 110 gemeldet werden. Sonst ist es Fahrerflucht. Die Polizei kontaktiert dann den Geschädigten und "vermittelt".

Auch bei einem Baum ist es Fahrerflucht

Es muss nicht immer ein Auto sein, auch ein Baum kann geschädigt werden. Man rammt einen Baum und beschädigt ihn dabei, auch das ist ein Unfall. Der Baum muss versorgt werden. Ähnliches gilt bei Wildunfällen oder auch bei einer Leitplanke. Wieder gilt, man kommt seiner Wartepflicht nach oder verständigt die Polizei. Denn je nach Ort und Tages- oder Nachtzeit ist nicht immer gewährleistet, dass in absehbarer Zeit ein Geschädigter auftaucht. Seine Angaben zur Person und zum Fahrzeug muss man dennoch machen.

Auch Fußgänger können Fahrerflucht begehen

Auch als Fußgänger kann man Unfallflucht begehen, wenn man selbst irgendwie dazu beigetragen haben könnte, dass ein Unfall entsteht und den Unfallort verlässt.

Neben Strafen steht in Fällen von Unfallflucht auch noch Ärger mit der Versicherung an. Die KFZ-Haftpflichtversicherung deckt zwar den Schaden des Geschädigten, aber dem Verursacher drohen Regressforderungen seiner Versicherung in Höhe von 2.500 – 5.000 Euro. Außerdem drohen eine Höherstufung in der Haftpflicht und der Verlust des Vollkaskoschutzes.

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