Frauen trinken aus einem Pappbecher
Geschmackssache: Welches Wasser ist das Beste? Bild © Imago

Am 22. März ist Weltwassertag. Grund für uns, Euch ein paar Fakten rund ums Wasser zu präsentieren. Wir sagen euch alles, was Ihr über Euer Wasser wissen müsst und was die Unterschiede zwischen Leitungswasser und Mineralwasser aus der Flasche sind.

1. Woher kommt mein Wasser?

Leitungswasser beziehen die Trinkwasserversorger zu 60 Prozent aus dem Grundwasser, also aus zehn bis 200 Metern Tiefe. 40 Prozent stammen aus Talsperren und Quellen wie aus dem Vogelsberg und Spessart. Das Wasser in der Flasche stammt aus Quellen und Brunnen, die bis zu 800 Metern unter der Erde liegen. 

2. Schmecken alle Mineralwassersorten gleich?

„Wasser ist nicht gleich Wasser“, erklärt Wasser-Sommelier Martin Sons im hr3-Interview. „Es gibt verschiedene Mineralstoffe, die verschiedene Geschmacksrichtungen geben. Das kann süß sein, das kann leicht bitter sein, aber auch salzig oder trocken.“ 

3. Was kostet das Wasser?

„Teurer ist nicht gleich besser“, sagt Maritn Sons in Bezug auf Mineralwasser. Und auch zwischen dem Wasser im Supermarkt und dem aus der Leitung herrscht eine große Preisdifferenz. Während ihr Mineralwasser im Supermarkt ab 20 Cent pro Liter einkaufen könnt, zahlt ihr für den Liter Leitungswasser nur etwa einen halben Cent. Hier hat das Kraneberger definitiv die Nase vorn, zumal Mineralwasser im Supermarkt auch noch deutlich teurer sein kann. 

4. Ist Wasser aus der Flasche gesünder?

Grundsätzlich: Nein. Trinkwasser ist das am stärksten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Nur in Ausnahmefällen macht es aus gesundheitlichen Gründen Sinn, zur Flasche zu greifen. Menschen, die beispielsweise auf Milchprodukte verzichten, können mit Mineralwasser ihren Kalziumbedarf leichter abdecken. Das betrifft vor allem Veganer oder Personen mit Laktoseintoleranz. 

5. Welches Wasser zu welchem Wein?

Detox Wasser
Detox-Wasser ist der Trend des Sommers: Obst, Minzblätter, Wasser - fertig. Bild © Imago

Zu einem fruchtigen Wein empfiehlt Sons eher ein Wasser, das nicht so hoch mineralisiert ist. „Wenn man aber einen schweren Wein hat, zum Beispiel einen Merlot mit vielen Tanninen und Gerbstoffen, dann kann man ein Wasser nehmen, das einen hohen Anteil Hydrogencarbonat hat.“ Das Hydrogencarbonat neutralisiert die Säure und kann so beispielsweise Sodbrennen durch einen säurereichen Wein vorbeugen. Der Bonus: Wer zum Wein regelmäßig Wasser trinkt, fühlt sich am nächsten Morgen frischer. 

6. Hormone im Trinkwasser?

Die Verunreinigungen im Trinkwasser sind minimal und weit davon entfernt, bedenkliche Grenzwerte zu erreichen. Unter trinkwasserqualität.com findet ihr eine Übersicht der hessischen Trinkwasserversorger. Viele Versorger bieten - oft kostenlos - eine Aufschlüsselung der Messwerte an. Hormone, zum Beispiel aus der Antibabypille, oder Überreste von Putz- oder Düngemittel landen im Abwasser. Das wird hierzulande gut gefiltert, aufgearbeitet und dann in Flüsse geleitet. Inzwischen werden in Kläranlagen immer häufiger auch noch die letzten Rückstände ausgefiltert, um die Flüsse und Seen und darin lebende Tiere nicht zu belasten. 

7. Zahlen, bitte!

Der menschliche Körper besteht zu rund 55 Prozent aus Wasser. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen pro Tag mindestens 1,4 Liter Flüssigkeit über Getränke zu sich zu nehmen – an heißen Tagen entsprechend mehr. Pro Tag verbraucht ein Mensch in Hessen durchschnittlich rund 121 Liter für das Duschen, Spülen oder Blumengießen.

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