Kylie Minogue
Kylie Minogue Bild © Warner Music, William Baker

Von wegen goldener Herbst! Der April ist goldrichtig für Kylie Minogue und ihr neues Album, das knackig produziert auf einen Frühling voller Tänze spekuliert.

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Kylie Minogue - "Dancing"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found So klingt "Dancing" von Kylie Minogue

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Kylie Minogue heißt im Schriftzug des fraglos anziehenden Covers nurmehr KYLIE. Und auf ihrem 14ten Album bietet die Ende Mai 50jährige Sängerin und Style-Ikone Musik, die zwar nicht per se vergoldete Schallplatten, aber glänzende Stimmung vorwegnimmt. Die Vorab-Single "Dancing" war ein guter Temperaturfühler. Dance und Country bekommen hier in einer fast 50-50 Mischung ihren Platz.

Country meets Kylie

Der rote Country-Faden läuft samt Banjo, Fiddle und Kopfkino mit vor dem inneren Auge in staubigen Scheunen square dancenden Cowboy-Boots. Das Album beweist, wie schon andere zuvor, dass der Trend, Country mit Dance-Beats zu paaren, weiter gut gelaunte Radiomusik hervorbringen kann. Wer es nicht hört, muss ohnehin taub sein: Kylie jedenfalls nahm das Album maßgeblich im Mekka des Country-Styles auf - Nashville, Tennessee. Und lässt die Fans wissen, dass sie hier neu zu sich fand…

"Golden" ist nach ihrer eigenen Aussage eines ihrer "persönlichsten Alben". Jeder Song wurde von ihr co-geschrieben. Ihr Trip nach Nashville und die Arbeit vor Ort, wo sie sich lange Monate immer wieder aufhielt, involvierte zwei wichtige Songschreiber aus der Stadt: Steve McEwan, der bereits große Countryhits für Keith Urban schrieb, so wie Amy Wadge. Die ist für ihre Zusammenarbeit mit Megastar Ed Sheeran bekannt. Und so, wie Ed Sheeran, vermählt nun eben Kylie ein paar Styles neu.

Von zuckersüß bis siedend heiß

Das neue Album wirkt gelegentlich, als bereite sich Kylie eher auf ihren "Sweet Sixteen"-Ball vor, als auf den runden Geburtstag. Das macht Fans sicher gar nichts. Kylie ging ja schon immer als Popstar die Klänge der Zeit mit, wirkte dabei zeit- und alterslos, zuckersüß, ein wenig naiv und bei näherer Betrachtung der Videos bis heute heißer als ein Scheunenbrand.

Tanzen, schwärmen, schwelgen, aber auch vergessen, das sind Dinge, die man prima bei diesem aufgedrehten Album macht. Neben viel energetischen Songs und einer gesunden Prise klassischer Popsongs mit leichtem 80er Flair, lockt eine Ballade mit Jack Savoretti.

Diese Songs muss man hören!

Insgesamt geht es um Songs als Katalysatoren: Kylies Texte drehen sich um romantische oder tragische Versionen des Liebeslebens. Und da ist sie ja leider nicht die glücklichste. Gut, dass sie den Umstand für sich und uns mit Musik ummünzt. In teils tolle, teils gelöste, teils fast überdreht-alberne Songs ihrer neuen Pop-Persona.

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Kylie Minogue - "Golden"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hörproben: "Golden", "One Last Kiss", "Radio On" und "Shelby '68"

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Der Titelsong "Golden" erinnert mit flockigem Dance Beat dezent an Ed Sheeran und glitzert angenehm dank Soundeffekten. Auf "One Last Kiss" singt Kylie gegen das Beziehungsende an - im Country-Vollkontakt Modus. Euphorisch und kämpferisch, dieses Countrygirl, da muss sich doch wer zum Küssen finden!? Oder für eine coole Fahrt in ihrem "Shelby '68"-Oldtimer. Und wenn alles nichts hilft: "RADIO ON" - das sagen nicht wir, sondern Kylie, also bitte, Damen und Herren!

Übrigens: Kylie wird am 12. April bei der Verleihung des ECHO live auf der Bühne stehen.

Sendung: hr3, "hr3 Morningshow", 06.04.2018, 6 Uhr

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