Jason Mraz
Jason Mraz ist zurück. Bild © picture-alliance/dpa

An seinem neuen Song hat Jason Mraz viele Jahre gearbeitet: Die erste Idee dazu hatte er schon 2012 in einem Kloster in Myanmar. Tobi Kämmerer verrät Euch, warum es bis zur Veröffentlichung noch so lange gedauert hat.

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Cover: "Have It All" von Jason Mraz

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tobi checkt "Have It All" von Jason Mraz

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Den Song "I'm Yours" dürften wir alle noch im Ohr haben. Er machte Jason Mraz vor genau 10 Jahren in ganz Europa bekannt. Jetzt meldet sich der amerikanische Singer-Songwriter mit der Single "Have It All" zurück - und die hat eine außergewöhnliche Geschichte.

Zitat
„May you have auspiciousness and causes of success“
Zitat Ende

Bei einer Reise durch Asien landet Jason Mraz 2012 in einem Kloster in Myanmar. Dort trifft er einen Mönch, der ihm einen Segen mit auf den Weg gibt: Tashi delek. Auf Deutsch bedeutet das soviel wie "Mögest du Glück und Erfolg haben". Inspiriert von dieser Botschaft, schreibt Jason diesen Satz in sein Tagebuch. Mit der Zeit kommen immer weitere, passende Zeilen dazu - und am Ende wird daraus der Song "Have It All".

Eine positive Message für uns alle

Trotzdem dauert es noch einige Jahre, bis er den Song schließlich veröffentlicht. Der Grund: Die Welt ist seit 2012 eine andere geworden. In einem Interview erklärt er: "Mehr Menschen gehen für ihre Freiheiten und Gleichberechtigung auf die Straße, um gesehen und gehört zu werden. Aktivismus ist wieder angesagt. Ich habe zwischen damals und heute eine Menge enttäuschter, wütender, sogar trauriger Songs geschrieben, aber mit nichts davon wollte ich hervortreten, nichts davon wollte ich singen."

Zitat
„May you be as fascinating as a slap bracelet / May you keep the chaos and the clutter off your desk“
Zitat Ende

"Have It All" sticht dagegen mit einer hoffnungsvollen - und nicht immer ganz so bier-ernsten - Message heraus. Zum Teil geht's nämlich auch um... eher praktische Dinge: „Mögest du so faszinierend sein wie ein Schnapp-Armband. Mögest du Chaos und Durcheinander von deinem Schreibtisch fernhalten", singt er in der zweiten Strophe zum Beispiel.

Und weil ein Segenswunsch dazu gedacht ist, weitergetragen zu werden und mit anderen Menschen geteilt zu werden, trägt er ihn jetzt doch in die Welt. Sozusagen als kleine Erinnerung, dass wir alle wieder ein bisschen netter zueinander sein sollten.

Sendung: hr3, "hr3 am Nachmittag", 21.08.2018, 16:00 Uhr

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