Wenn dem 16-jährigen Sohn eine Haftstrafe droht, er in die Cannabis-Sucht abgedriftet ist und kaum noch Kontakt zur Familie hat – was kann man da machen? Franziska Krafft entschied in dieser Situation: raus auf’s Meer! Im Gespräch mit Bärbel Schäfer erzählt die Autorin, wie sie ihren Sohn durch einen gemeinsamen Segeltörn zurück in den Familienalltag holte.

"Ich glaube ich bin die Einzige, die in dem Moment wirklich realisiert hat: Wenn jetzt was passiert, können wir die Haftstrafe nicht mehr abwenden, das ist seine letzte Chance." Franziska Krafft wirkt gelassen und aufgeräumt, als sie diesen Satz im Gespräch mit Bärbel Schäfer sagt. Als sie im Sommer 2017 zu einem zehnwöchigen Trip durch die Ostsee aufbricht, ist sie fest entschlossen, ihren Sohn Jonas zurück ins Leben zu holen.

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Zum Artikel Franziska Krafft über den letzten Versuch, ihren Sohn von der Drogensucht zu befreien

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"Unsere 'Therapie' war, dass wir als Familie wieder zusammen gewachsen sind und dass er wieder das Gefühl hat, einen Platz zu haben, wo er dazu gehört", sagt Franziska Krafft. Im Nachhinein bedauert sie, ihrem 13-Jährigen erlaubt zu haben, aus dem beschaulichen Bergdorf in Vorarlberg zu seinem Vater nach Frankfurt am Main zu ziehen. Denn der Kontakt bricht irgendwann ab und erst, als Jonas in U-Haft sitzt, hat er wieder regelmäßig Kontakt mit seiner Mutter.

Weitere Informationen

Wendemanöver: Ein Sohn im Drogensumpf. Eine Mutter setzt Segel.

von Franziska Krafft, Katharina Gerhardt
erschienen im Buchverlag Eden Books
Klappenbroschur: 256 Seiten; 14,95 Euro
ISBN: 978-3-95910-179-0

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Dass sie ihn für mehrere Wochen auf einen Segeltörn mitnehmen darf, hat sie irgendwann beim Jugendamt durchgesetzt. Und es wirkt: Jonas genießt den Alltag, dass ihm Fremde offen gegenübertreten und dass er „gebraucht wird“, wie es Franziska Krafft formuliert. Trotzdem hat sie natürlich vor dem Ablegen seine Sachen gefilzt. „Als Mama in der Situation ist man immer in Alarmbereitschaft“, sagt Franziska Krafft, „ich hätte nicht gut schlafen können, wenn ich nicht gewusst hätte, dass wir auf dem Schiff nichts haben“.

Wie Mutter, Sohn und der Rest der Familie durch diese ungewöhnliche Maßnahme wieder  zueinander gefunden haben und wie es Jonas geholfen hat, von den Drogen los zu kommen, erzählt Franziska Krafft im hr3-Sonntagstalk mit Bärbel Schäfer.

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