"Erwachsene Männer spielen den ganzen Tag in Unterhose Playstation" – Es klingt wie eine Mischung aus Pubertät und Midlife-Crisis, was Musiker Johannes Oerding vom Leben auf Tour erzählt. Warum das aber genau so sein muss, erklärt er im hr3 Sonntagstalk mit Bärbel Schäfer.

Das Leben auf Tour ist anstrengend, sagt Johannes Oerding. Ständig unterwegs, ständig in neuen Städten, von denen man dann doch nur Hotels und Konzerthallen sieht. Deshalb machen die Musiker das Beste aus den Rahmenbedingungen und verhalten sich wie auf Klassenfahrt, erzählt er im hr3 Sonntagstalk. Fans, Familie und Journalisten könnten das auch gar nicht so recht nachvollziehen, für solche Themen freut sich Johannes über seine Freundschaft zu Revolverheld und Max Giesinger – die verstehen ihn.

Durchaus politisch – wenn auch nicht in seinen Songs

Im hr3 Sonntagstalk lernen wir Johannes Oerding aber auch von seiner ernsthaften, gesellschaftskritischen Seite kennen. Es stinkt ihm, wenn Popmusikern vorgeworfen wird, sie würden nur über heile Welt singen und seien total unpolitisch. Er interessiere sich sehr für Politik und das Weltgeschehen, aber in seine Musik ließen sich gewichtige Fragen nicht einfach integrieren: "Das sind große, globale Themen, die kann ich in einem Drei-Minuten-Song nur plakativ anreißen, ich mach' da ja keine Debatte auf."

Ignorante Radfahrer bringen ihn auf die Palme

Wenn sich Johannes Oerding mal so richtig aufregen soll, dann muss man den passionierten Fußgänger nur auf Radfahrer ansprechen: "Ignorante Fahrradfahrer, die einen so wegbimmeln, weil man aus Versehen mit einem Fuß auf den Radweg kam – ich lass' das nicht mehr mit mir machen!" Und auch wenn die Stimme sich erhebt und man merkt, "der Mann meint es ernst": Dabei lächelt Johannes Oerding verschmitzt und man kann sich gar nicht vorstellen, dass dieser smarte Sunnyboy wirklich dermaßen aus der Haut fährt.

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