Der Fotograf und Umweltaktivist York Hovest mag die Extreme – seit drei Jahren widmet er sein Leben dem Projekt „Heroes of the Sea – Helden der Meere“ – und wird jetzt aufbrechen zu einer Atlantiküberquerung im Ruderboot, um noch mehr Menschen auf sein Projekt aufmerksam zu machen.

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Bärbel Schäfer
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Von Gran Canaria bis Barbados – in 60 Tagen, insgesamt 5.000 Kilometer mit reiner Muskelkraft im Ruderboot. Was sich York Hovest zusammen mit seinen beiden Mitstreitern vorgenommen hat, wird hart: Wellen bis fünf Meter Höhe, Blasen an den Händen, null Privatsphäre auf dem 9-Meter-Boot – mit all dem ist sicher zu rechnen. Schwerer Sturm, kentern, Haiangriffe – nicht wahrscheinlich, aber kann passieren.

Deshalb haben die drei Männer versucht, sich auf alles vorzubereiten: vom Wundennähen bis zu Amputationen, Notfallpläne für Probleme mit dem Boot, ein ausgeklügeltes Kommunikationssystem mit den Lieben zuhause – das alles ist durchdacht und könnte im Notfall durchgeführt werden, damit die 250.000 Euro teure Werbemission für "Heroes of the Sea" so reibungslos läuft wie möglich.

Hovest will zeigen, dass man etwas ändern kann

"Heroes of the Sea" ist ein umfassendes Projekt und hat ein Ziel: aufzuzeigen, wie es uns Menschen gelingen kann, die menschengemachte Zerstörung der Meere zu stoppen und vielleicht sogar umzukehren.

Die, die es vormachen, die "Helden der Meere", und das, was sie tun, dokumentiert Hovest auf drei Arten: in einem umfangreichen Bildband, einem Film, der 2020 erscheint und einer Datenbank zur Meeresrettung, die nach der Atlantiküberquerung online gehen wird. Die Plastic Bank zum Beispiel, die in Haiti Einheimische dazu bringt, den Plastikmüll von den Stränden zu sammeln oder die Korallen-Kinderstube, die ein Tauchlehrer vor der Küste Thailands pflegt.

"Angst birgt für mich eine Herausforderung"

York Hovest ist Fotograf und taucht schon seit Jahren, so hat er alle Möglicheiten, seine Mission in wunderschöne, eindrückliche Bilder umzusetzen. Seine Unerschrockenheit hat er bei Reiseprojekten nach Tibet und Amazonien trainiert, aus denen auch jeweils Bildbände entstanden.

"Angst ist ein wichtiger Schutzmechanismus, Angst birgt für mich auch eine Herausforderung, die ich gerne meistere", sagt der Vater eines 9-jährigen Sohnes im Gespräch mit Bärbel Schäfer.

Vom Modefotograf zum Umweltaktivist

Vor seinem Leben als Naturfotograf und Umweltaktivist war Hovest jahrelang als Männermodel, später als Modefotograf auf der ganzen Welt unterwegs. Dass er sich aus der oberflächlichen Welt der Modefotografie freigeschwommen hat, verdankt er seinem Idealismus und nicht zuletzt dem Dalai Lama, den er bei einem seiner letzten Deutschlandbesuche als Fotograf begleiten durfte.

"Opa Lama", wie Seine Heiligkeit von Hovests Sohn damals getauft wurde, hat ihm gezeigt, dass Veränderung möglich ist. Naturfotograf und Umweltaktivist York Hovest – diese Woche im hr3 Sonntagstalk von 10 bis 12 Uhr!

Weitere Informationen

Helden der Meere. Unterwegs mit den Hütern eines einzigartigen Lebensraums

von York Hovest
erschienen im TeNeues Verlag
224 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 396171214X
ISBN-13: 978-3961712144

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