Ostern 2020 wird uns allen im Gedächtnis bleiben – vor allem wegen dem, was nicht geht. Wie improvisieren sich unsere hr3 Promis durch diese Ausnahme-Zeit? Und was hat sich für diejenigen verändert, die sowieso am Rand der Gesellschaft stehen, die Wohnungslosen?

Bärbel Schäfer hat sich viele Gäste ans hr3 Telefon geladen: Komiker Henni Nachtsheim zum Beispiel, der sich mit viel Gartenarbeit durch die auftrittlose Zeit der Coronakrise wurschtelt. Seine "Dollbohrer"-Tour, zusammen mit Rick Kavanian, liegt derzeit auf Eis.

Unfreiwillige Stubenhocker

Pressefoto Wincent Weiss

Wincent Weiss empfindet auch Positives in der Krise: "Ich find an sich den Zusammenhalt, den man zwischen den Menschen erkennt Wahnsinn. Wie die Menschen sich zusammenraufen, das Beste draus machen. Die Dankbarkeit der Menschen für die, die jetzt arbeiten und helfen." – er selbst hat ohne Konzerte jetzt viel mehr Zeit für die Family: "Ich bin einmal zu den Großeltern gefahren und habe aus dem Auto heraus gewunken. Ich dachte, ich melde mich einfach einmal, denn Videotelefonie haben sie nicht so auf dem Schirm."

Auch Johannes Oerding wird am Sonntag bei Bärbel erzählen, was er mit seiner Zeit als unfreiwilliger Stubenhocker so anfängt...

Gastronomie in der Existenz bedroht

Fernsehkoch Frank Rosin spricht mit Bärbel stellvertretend für seine vielen Kolleginnen und Kollegen aus der existenzbedrohten Gastro-Branche – auch sein Restaurant "Rosin" in Dorsten/NRW musste vorübergehend zumachen. Der Privatsender, in dem seine regelmäßige Coaching-Sendung "Rosins Restaurants" läuft, hat die neue Staffel erst mal eingestellt, weil‘s gerade unpassend wirke, Restaurantalltag zu zeigen, den es so nicht mehr gibt.

Mainzer Arzt hilft Wohnungslosen

Gerhard Trabert

Existenzbedrohend wirkt sich die Coronakrise auch auf die Schwächsten unserer Gesellschaft aus: wohnungslose Menschen, die keine Rückzugsmöglichkeiten mehr haben. Der Mediziner Gerhard Trabert betreut mit seinem Team in Mainz mit einem Arztmobil und in der "Ambulanz ohne Grenzen" viele Menschen ohne festen Wohnsitz. Weil Teestuben und Wohnheime geschlossen sind, kaum mehr Streetwork stattfindet und die meisten Obdachlosen zudem noch zur Hochrisikogruppe gehören – viele haben Vorerkrankungen und leben ohnehin unter schlechten hygienischen Bedingungen – ist die Situation hier besonders prekär.

Es gibt aber auch schöne Signale: In den letzten Wochen haben sich zehn Patenschaften ergeben, bei denen sich Freiwillige intensiv um Obdachlose kümmern: mit Essen versorgen, Wäsche waschen etc.

Hilfe für Obachlose

Wer im Kleinen helfen kann und möchte, sagt Trabert, sollte Obdachlose ansprechen, was sie am Dringendsten brauchen – natürlich unter den bekannten Abstandsregeln – und das vorbeibringen. Oder er kann spenden – die Spenden, die seinem Verein "Armut und Gesundheit in Deutschland e. V." zugehen, werden zum Beispiel in Supermarktgutscheine umgesetzt und an Wohnungslose verteilt.

Weitere Informationen

Hilfsprogramm für Helfer

Weniger ehrenamtliche Helfer*innen, Geld- und Sachspenden: In der Corona-Zeit fehlen Initiativen, die sich um Obdachlose kümmern, immer mehr Mittel. Die "Stiftung FlughafenFrankfurt/Main für die Region" hat ein Hilfsprogramm aufgelegt, um diese Initiativen in Rhein-Main zu unterstützen.

Obdachlosen-Initiativen können mit ihrer Registrierung auf hessen-helfen.de auf finanzielle Hilfe durch die Stiftung hoffen.

Ende der weiteren Informationen

Der hr3-Sonntagstalk an diesem Ausnahme-Ostersonntag in der Coronakrise – mit Wincent Weiss, Gerhard Trabert, Frank Rosin, Johannes Oerding, Henni Nachtsheim und hr3-Moderatorin Bärbel Schäfer!

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit