Alexander Gerst
Alexander Gerst Bild © picture-alliance/dpa

Fast 200 Tage war Alexander Gerst als erster deutscher ISS-Kommandant im All unterwegs. Pünktlich zum Weihnachtsfest ist er jetzt wieder Zuhause. Und er hat eine eindrückliche Botschaft an die zukünftigen Generationen.

So verlief die Rückreise

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Nachdem die enge Sojus-Kapsel, in der Alexander Gerst sich befand, von der Internationalen Raumstation ISS abgekoppelt wurde, raste sie erst einmal ungebremst in die Atmosphäre. Durch die Luftreibung wurden dabei Temperaturen von etwa 2500 Grad Celsius erzeugt, auf "Astro-Alex" wirkten massive Kräfte. Seinen Rückflug von seiner ersten ISS-Mission 2014 beschrieb er damals so: "Ich kann kaum atmen, weil meine Zunge so stark an den Gaumen gedrückt wird."

Irgendwann stoppten Fallschirme den Sturz, nach etwa sechs Stunden kamen Gerst und zwei weitere Rückkehrer dann im minus 20 Grad Celsius kalten Kasachstan an. Und dann ging es für den 42-jährigen Raumfahrer direkt weiter nach Köln. Dort untersuchten Ärzte, wie sich die mehr als 3000 Erdumrundungen auf seinen Körper ausgewirkt haben.

Die Auswertungen werden ein gutes Jahr andauern. Wie es dann für Alexander Gerst weitergeht, ist noch offen. Gut denkbar, dass er ein drittes Mal ins All fliegt. Vielleicht wird er von der NASA auch für die geplante Mond-Umrundung 2023 ausgewählt? Es bleibt spannend.

Alexander Gersts emotionale Botschaft an seine Enkelkinder

Eine Sache aber ist schon jetzt klar: Seine Zeit im All und der ungewöhnliche Blick, den er dadurch auf die Erde hatte, haben ihm bewusst gemacht, wie wir Menschen die Erde zerstören – durch Plastikmüll, Wälderrodungen und Luftverschmutzung. Er entschuldigt sich bei seinen zukünftigen Enkelkindern dafür, dass seine Generation – also die unsere, die jetzige – nicht früh genug aktiv geworden ist, um etwas dagegen zu unternehmen. Hier könnt Ihr Euch die Video-Botschaft anschauen:

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Rückblick: Am 6. Juni ging es los

Um 13:12 Uhr startete in Baikonur, Russland, das Sojus-Raumschiff mit Alexander Gerst an Bord. Im Rahmen der Mission "Horizons" bekam er über 200 Tage lang eine nicht zu überbietende Aussicht auf unseren Planeten – und die spektakulärsten Sonnenaufgänge! Die sogar 16 Mal am Tag, denn so schnell umrundet die ISS die Erde. Seine Eindrücke teilt er via Facebook und Twitter mit uns "Erdlingen".

Für die nächsten Monate das Zuhause von Alexander Gerst: Die ISS
War über 200 Tage lang das Zuhause von Alexander Gerst: die ISS. Bild © picture-alliance/dpa

Mehr als zwei Tage war Alexander Gerst mit seinem Team im Raumschiff unterwegs, bis an die ISS angedockt werden konnte: 34 Erdumrundungen mit 28.000 km/h, die jeweils etwa 90 Minuten dauerten, waren vorher notwendig. Bei seiner ersten ISS-Mission "Blue Dot" im Jahr 2014 waren es nur sechs Stunden bis zur Raumstation – das hängt immer von der Position der Raumstation ab.

Der Raketenstart im Video

Wer den Start des Sojus-Raumschiffs nochmal sehen möchte, kann das via YouTube tun.

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Ungewöhnliches im Gepäck

Alexander Gerst hat einige kuriose Dinge mit auf seine Reise genommen: ein Stück Berliner Mauer, das Wappen seiner Geburtsstadt, ein T-Shirt seiner Uni in Neuseeland und eine Flagge seiner Uni in Hamburg waren dabei, genauso wie ein UNICEF-Shirt, weil er Botschafter des Kinderhilfswerks ist.

Noch spektakulärer: Er hat sich sein persönliches Essen kreiren lassen: Käse-Spätzle, Maultaschen und Zwetschgen-Dessert. Die Dosen kamen mit einem Extra-Frachter zur ISS. Hoffentlich bekommt er die schwäbischen Spezialitäten auch unter dem Weihnachtsbaum serviert!

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 20.12.2018, 05:00 Uhr

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