Emil feiert Weihnachten im Affenhaus.
Weihnachten lag Emil auf der Intensivstation. Nun holte er das schönste Fest im Affenhaus nach. Bild © Sarah-Lisa Angress (hr3)

Für den dreijährigen Emil aus Seeheim-Jugenheim war Weihnachten 2018 kein Fest: Während andere Kinder mit gespitzten Ohren auf das Klingeln der Weihnachtsglöckchen lauerten, lag Emil auf der Intensivstation. Zwar bekam auch er Geschenke, aber der Zauber fehlte. Das machte seine Mutter auch noch Monate später traurig. Also rief sie in der hr3 Morningshow an.

Der Duft von Tannenbaumnadeln, Plätzchen und natürlich bunt verpackte Geschenke: Weihnachten ist ein wahrgewordener Kindertraum. Wer sich an seine ersten Weihnachtsfeste erinnert, wird betsätigen, dass die Wirkung des Zaubers in diesen Jahren besonders stark war.

Von einer Lungenentzündung und dem Norovirus gleichzeitig gebeutelt, ahnte Emil überhaupt nicht, dass sein drittes Weihnachten an ihm vorbeiziehen würde. Glücklicherweise besserte sich sein Zustand und er durfte in ein normales Krankenhauszimmer ziehen. Da fiel ihm etwas Merkwürdiges auf: Die anderen Patienten quatschten bereits über Sylvester. Der Dreijährige kam zwar gerade erst aus der Intensivstation, aber auf den Kopf gefallen war er nicht.

Seinen Eltern blieb nichts anderes übrig, als ihm die Wahrheit zu beichten: Er hatte den Weihnachtsmann verpasst. Es war ein trauriger Jahresabschluss, sagt seine Mutter Julia zu Tobi und Tanja aus der hr3 Morningshow. Emil bekam zwar nachträglich seine Weihnachtsgeschenke – aber es war nicht dasselbe.

Ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenk

Emil und die Gorillas
Menschenaffen sind für Emil das Größte: Seit Monaten spricht er über nichts anderes, sagt seine Mama. Bild © Sarah-Lisa Angress (hr3)

Zum Glück kam Julia eine zauberhafte Idee. Ihr Emil ist ein absoluter Affennarr und kennt seit einem Zoo-Besuch vor einem halben Jahr kein anderes Thema. "Er hat ständig von der Affenbande erzählt und die auch total gut nachgemacht", schwärmt Mutter Julia. "Der ist hier wie ein Gorilla auf dem Sofa herumgelaufen".

Dabei bewies der Dreijährige eine erstaunliche Beobachtungsgabe: "Er hat [bei den Affen] Verhaltensmuster registriert, die wir gar nicht bemerkt haben", berichtet Julia. Besonders verguckt hätte er sich in den Silberrücken im Gorilla-Gehege. Vielleicht, so dachte sich Julia,  könnte ja die hr3 Morningshow ein Treffen mit Emil und den Gorillas arrangieren. Das war nämlich Emils sehnlichster Weihnachtswunsch.

Zoo Frankfurt spielt den Weihnachtsmann

Emil und die Gorillas
Ein echtes Happyend: Tierpfleger Michael (rechts) erklärt Emil und seiner Mutter Tanja, wo Gorillas am liebsten "Kacka" machen. Bild © Sarah-Lisa Angress (hr3)

Julia rief Tanja und Tobi an. Ihre Überraschung für Emil fanden wir so toll, dass wir uns gleich mit dem Frankfurter Zoo in Verbindung setzten. Auch im Zoo stieß die Idee auf Gegenliebe so, dass Tanja in einem Telefonat mit Emils Mutter die frohe Botschaft verkünden konnte: "Julia, es gibt tatsächlich Tierpfleger im Menschenaffenhaus, die sind für die Gorillas zuständig und die würden Euch einladen." Einen ganzen Tag lang darf Emil durch das Affenhaus tollen. Den Weihnachtsmann sollte Tierpfleger Michael spielen und dem kleinen Affen-Fan mit Rede und Antwort zur Seite stehen.

Emil, der im Hintergrund dem Telefonat lauscht, kann es kaum glauben. Auch seine Mutter ist überwältigt: "Dann feiern wir ein zweites Mal Weihnachten!"

Das ließ sich Emil natürlich nicht zweimal sagen. Als er endlich vor seiner Affenbande stand, holte er das verpasste Fest gebührend nach und führte seine besten Affenlaute vor. Ein paar Fragen an die Affenpfleger hat er natürlich auch – zum Beispiel, was sie fressen und wo sie am liebsten "Kacka" machen. Das war sicherlich ein einmaliges Weihnachten.

Videobeitrag
Emil und die Gorillas

Video

zum Video Emil und die Gorillas

Ende des Videobeitrags

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 15.03.2019, 05:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit