Lupinen-Quinoa Bällchen mit Balsamicolinsen

Drei Landwirte aus dem Odenwald haben ein gutes Gespür für Ernährungstrends bewiesen, als sie 2017 erstmals Quinoa anpflanzten. Das regional angebaute Korn bringt gleich mehrere Vorteile mit sich.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Landwirt Mario erzählt Tanja und Tobi, warum er Quinoa anbaut

Tanja Tobi hr3 Morningshow Teaser
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Tanja hat ganz bestimmte Vorstellungen an ihr Frühstück: lecker sollte es natürlich sein, möglichst gesund und gut vorzubereiten. Daraus entstanden ist der "Schlonz der Woche". Jeden Montag bringt sie ein neues Frühstück mit in die hr3 Morningshow.

Das kommt auch bei Euch gut an: Viele hr3 Hörer schicken Tanjas Anregungen für neue Rezepte. Siegrid aus Naumberg zum Beispiel hat geschrieben: "Tanja, mach doch mal regionalen Schlonz!"

Drei Landwirte aus dem Odenwald werden innovativ

Kein Problem: Statt Mango gab es in dieser Woche schon Mirabellen und Birne – und statt Superfoods aus Übersee wird Tanja zukünftig auf hessischen Quinoa setzen.

Qunioa in den Anden

Den bauen die drei jungen Landwirte Johannes Böhm, Andreas Michel und Mario Schuchmann nämlich seit 2017 im Odenwald an. Die drei kennen sich schon lange und haben überlegt, was sie auf ihren Feldern anbauen könnten. Die Überlegung dahinter: Was ist hierzulande beliebt, in Europa aber noch nicht so verbreitet?

Es lief nicht von Anfang an reibungslos

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Das steckt hinter dem Trendfood

Quinoa kommt ursprünglich aus Südamerika. Schon die Inkas haben das Korn in den Anden angebaut. Das Pseudogetreide ist reich an Eiweiß und ungesättigten Fettsäuren und auch bei Glutenunverträglichkeit geeignet. Quinoa gedeiht selbst auf nährstoffärmsten Böden und bei extremen Witterungsbedingungen. Durch den Aufstieg zum Trendkorn ist der Marktpreis für Quinoa vor Ort gestiegen: Es wird fast nur noch für den Export produziert, Großproduzenten verdrängen vermehrt Kleinbauern.

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Mario erklärt im Gespräch mit Tobi und Tanja: "Ich habe mir selbst eine Zeit lang den Morgen-Schlonz mit Quinoa gekocht und habe es als positiv empfunden, auf mein gesamtes Wohlbefinden bezogen. Deswegen war da immer der Gedanke, kann man das nicht selbst anbauen."

Doch, kann man – auch wenn der Anfang nicht ganz einfach war. Die Suche nach Saatgut war nämlich erstmal schwierig war. Im Mai 2017 konnten die Drei schließlich das erste Mal ansähen. Auch die erste Wachstumsphase war aufregend für die Landwirte. Mittlerweile steht die dritte Ernte kurz bevor.

Gut für die Umwelt

Quinoa-Salat mit Gemüse

"Es funktioniert sehr gut, sogar besser, als wir uns das je vorgestellt hätten", freut sich Mario. Auf insgesamt 30.000 Quadratmetern – das sind circa 5 Fußballfelder –, verteilt auf Äcker in Otzberg-Habitzheim, Brensbach und Modau, wächst der Odenwälder Quinoa heran.

Dabei kommt kein Pflanzenschutz zum Einsatz. Wie das bei Produkten ist, die von weiter weg kommen, weiß man natürlich nie so richtig. Durch den Verzicht auf künstlichen Dünger tragen sie außerdem zum Grundwasserschutz bei. Dadurch seien viele Käufer auch bereit, etwas mehr zu zahlen, so Mario.

Vom Superfood zum Korn der Zukunft

Im Vergleich wirft der Quinoa auf den drei Hektar, die Johannes, Mario und Andreas damit bewirtschaften, zwar weniger Ertrag ab als Weizen – nur etwa zwei Tonnen im Vergleich zu knapp zehn Tonnen pro Hektar. Dafür kommt die Kulturpflanze auch mit den sich verändernden Temperaturverhältnissen hierzulande zurecht. Es ist also nicht nur ein Trend-, sondern auch ein zukunftsfähiges Korn.

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Hier bekommt Ihr den Odenwälder Quinoa

Die Erträge der letzten beiden Jahre bekommt Ihr zum Beispiel in den Unverpackt-Läden in Darmstadt, Aschaffenburg und Gelnhausen. Mittlerweile gibt es ihn aber auch in verschiedenen Edeka-Märkten, Hofläden und Reformhäusern im Odenwald und an der Bergstraße. Eine 500-Gramm-Packung kostet durchschnittlich 5,50 Euro.

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Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 11.09.2019, 05:00 Uhr

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