Grainne spendet Haare Aufmacher

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zum Video Jetzt ist es soweit: Gráinnes Haare kommen ab!

Vor drei Jahren hat Gráinne aus Griesheim einen Entschluss gefasst: Sie möchte ihre Haare spenden, um damit einer Krebskranken eine Perücke zu ermöglichen. Gemeinsam mit Tanja aus der hr3 Morningshow hat sie sich auf die Suche nach einem passenden Friseursalon gemacht und ganze 42 Zentimeter Haare gelassen! Die Veränderung seht Ihr hier.

Als Gráinne das hr3 Studio betritt, wird sofort klar, wie zielstrebig die 16-Jährige ist – und wie lang ihre Haare tatsächlich sind. Bis zur Hüfte gehen sie ihr.

Ihre lange Mähne und ihre Zielstrebigkeit sind auch der Grund für ihren Besuch bei hr3. Vor einigen Wochen hat uns Gráinne eine Mail geschrieben. Sie wolle ihre Haare für einen guten Zweck spenden. Drei Jahre lang habe sie sie dafür wachsen lassen. "Haare sind ein Teil einer Person und ohne fühlt man sich nicht komplett. Ich möchte jemandem das 'Wohlfühlen' wieder schenken", erklärt die Schülerin aus Griesheim in der hr3 Morningshow.

Drei Jahre gezüchtet – für den guten Zweck

Für Gráinne ist es eine Herzensangelegenheit, wie sie erzählt: "Meine Oma hatte schon zweimal Krebs und trug immer Kunsthaarperücken. Echthaarperücken kann sich nicht jeder leisten und man braucht auch mehrere Zöpfe, um daraus eine Perücke zu machen."

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Kunsthaar vs. Echthaar

Vier bis fünf Zöpfe werden für eine Perücke benötigt. Während eine Kunsthaarperücke eine Kassenleistung ist, muss eine Echthaarperücke von den Betroffenen selbst bezahlt werden. Die ist mit einem Preis zwischen 800-3.000 Euro wahrlich kein Schnäppchen, bringt aber mehr Lebensqualität.

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Obwohl ihre Mutter der Überzeugung war, dass spätestens die Pubertät dem ehrgeizigen Entschluss ihrer Tochter ein Ende machen würde, hat die 16-Jährige durchgehalten. "Ich glaube, es ist für eine gute Sache und der Zweck ist mir richtig wichtig. Ich möchte, dass jemand daran Freude hat. Und deswegen ist es auch wichtig, dass man das durchzieht."

Tanja hilft dabei, eine passende Organisation zu finden

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Weil sie aber unsicher war, welche Organisation sich dafür am besten eignet, hat sie bei Tanja aus der hr3 Morningshow Rat gesucht. "Da du dich gerne mit Gesundheit und auch Schönheit beschäftigst, habe ich gehofft, dass du mir bei der Suche nach einem Frisör helfen könntest", schrieb sie damals. Tanja hat sich sofort auf die Suche nach einem passenden Frisör gemacht und ist in Bad Soden im Taunus fündig geworden – beim Frisörsalon Kochanski.

Der Salon arbeitet mit der Organisation haare-spenden.de zusammen. Gegründet wurde sie von Perückenmacher Max Rieswick aus Nordrhein-Westfalen. Er fertigt unter anderem Echthaarperücken für Chemo- und Alopecia-Patientinnen, also Frauen, die unter kreisrundem Haarausfall leiden. Dafür arbeitet er eng mit der Stiftung Deutsche Krebshilfe zusammen. Die Haarspenden dafür erhält er von verpartnerten Frisörsalons in ganz Deutschland. Pro Haarspende geht ein bestimmter Betrag an eine Hilfsorganisation, die sich die Spenderin selbst aussuchen kann.

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Viele Alternativen für Spenderinnen

Die Organisation haare-spenden.de ist nur eine von mehreren im deutschsprachigen Raum, die Haarspenden vermitteln oder verarbeiten. Der Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten BVZ beispielsweise hat die "Aktion Rapunzel" ins Leben gerufen. Dort werden die gespendeten Zöpfe meistbietend versteigert, der Erlös kommt Hilfsorganisationen zugute. Die österreichischen Vereine "Haarfee" und "Die Haarspender" dagegen vermitteln die gespendeten Haare direkt an Betroffene. Sie arbeiten auch mit deutschen Partnersalons und Empfängerinnen zusammen.

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Eine einschneidende Veränderung

Für Gráinne waren bei der Wahl des Frisörsalons zwei Dinge wichtig: dass ihre neue Frisur ihrem Typ entsprechend geschnitten wird und dass die Haare auch sicher einer Betroffenen zugute kommen. "Ich möchte, dass meine Haare da ankommen, wo sie ankommen sollen", sagt sie im Interview mit Tobi und Tanja.

Als sie schließlich im Frisörstuhl sitzt und erklärt, wie sie sich ihre neue Frisur vorstellt, wird sie aber doch nervös. Klar, das wird eine große Veränderung! Bei Junior-Chefin Geraldine fühlt sie sich aber in guten Händen. "So lange Haare habe ich wirklich selten. Und das sind dann meistens die Kundinnen, die nur einen Zentimeter schneiden lassen wollen und böse gucken, wenn man fragt, ob sie nicht ein bisschen mehr abschneiden lassen wollen", lacht die Frisörmeisterin.

Kurzer Prozess

Gráinne spendet ihre Haare
Gráinne kann es gar nicht fassen: Sie hält ihre Haare in der Hand! Bild © Anna Lisa Lüft (hr3)

Dann geht es endlich los. Tanja hängt den Spiegel ab, damit Gráinne ihren neuen Look erst ganz am Ende zu sehen bekommt. "Wie bei Germany's Next Topmodel", witzelt sie. Geraldine bindet Gráinnes Haare zu einem Zopf und setzt erst das Maßband und dann die Schere an. Ganze 42 Zentimeter kommen ab!

Die mutige Entscheidung hat sich gelohnt. Gráinne sieht ganz verändert aus. Tanja ist begeistert: "Jetzt sieht man erstmal, was für ein schönes Gesicht hinter diesen Haaren ist!" Auch Gráinne ist happy: "Es ist so eine Veränderung, aber es sieht so schön aus! Und ich hoffe echt, dass mein Zopf jemandem eine Freude machen kann."

Wir sind uns sicher, dass Gráinnes Haarspende eine Betroffene sehr glücklich machen wird!

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Das müsst Ihr vor einer Haarspende beachten

  • Die Haare müssen mindestens 25 cm lang sein. Am besten sind 30 cm und länger – das reicht für eine schulterlange Perücke.
  • Die Haare sollten unbehandelt (keine Dauerwelle, Färbung, etc.) sein und müssen oben zusammengebunden werden. Abgeschnitten wird über dem Zopfgummi.
  • Die Haare sollten in eine Richtung liegen.
  • Die verschiedenen Haarspende-Organisationen arbeiten mit verschiedenen Partnersalons zusammen. Die neue Frisur ist dort in der Regel kostenlos.
  • Auch alte Zöpfe können gespendet werden.
  • Haare spenden geht auch ohne Friseursalon: Dazu den trockenen (!) Zopf vorsichtig verpacken und mit der Post schicken. Das geht bei allen Organisationen!
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Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 08.05.2019, 05:00 Uhr

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