Feuerwehrleute löschen Waldbrand
Hessen brennt - und die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Bild © picture-alliance/dpa

Die Trockenheit bringt Gefahren mit sich: Der Deutsche Wetterdienst hat die Gefahrenstufe für Wald- und Feldbrände in Hessen erhöht. Hier erfahrt Ihr, was im Fall der Fälle zu tun ist.

Unachtsamkeit kann jetzt gefährlich werden: Wälder und Wiesen sind so trocken, dass die Gefahr für Großfeuer steigt. Mittlerweile sucht und löscht die Polizei Waldbrände sogar schon aus der Luft. Damit gar nicht erst etwas passiert, seid Ihr gefragt - schließlich sind über 90 Prozent der Wald- und Feldbrände auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.

  • Grillt nur auf ausgewiesenen Grillplätzen.
  • Verzichtet darauf, im Wald zu rauchen oder Eure Zigarettenreste dort wegzuwerfen.
  • Hinterlasst keine Glasabfälle. Durch Sonneneinstrahlung können sie wie Brennglas wirken.
  • Parkt nur auf ausgewiesenen Stellflächen im Wald. Der erhitzte Katalysator Eures Fahrzeugs könnte einen Brand auslösen.
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Grillverbot in vielen hessischen Städten

Die Stadt Frankfurt hat am 26.07.2018 ein Grillverbot auf allen öffentlichen Plätzen in Grünanlagen und im Stadtwald verhängt. Außerdem dürfen keine Kerzen auf den Frankfurter Friedhöfen angezündet werden. Auch in Wiesbaden und Marburg werden die Grillplätze geschlossen. In Darmstadt gelten verschärfte Regeln. Welche Grill-Regeln gerade an Eurem Wohnort gelten, erfragt Ihr am besten beim jeweiligen Rathaus.

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Waldbrand in Bürgel
Diese Aufnahme hat hr3-Hörerin Mandy Anfang Juli in Offenbach-Bürgel gemacht. Durch den Wind brannte sich das Feuer rasend schnell durch das trockene Feld. Für Mandy und ihre Familie ist die Sache aber Gott sei Dank glimpflich ausgegangen. Bild © privat

Wenn Ihr einen Feld- oder Waldbrand entdeckt

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Wenn es sich um ein kleines Feuer handelt, könnt Ihr durch eigene Löschversuche eine Ausbreitung verhindern. Das funktioniert zum Beispiel, indem Ihr kleinere Brandstellen austretet oder mit Sand, Kies oder Erde bedeckt. Aber Achtung: Bringt Euch nicht selbst in Gefahr und geht möglichst gegen den Wind! Schaut also, wohin der Rauch zieht und flüchtet in die entgegengesetzte Richtung.

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Meldet eine Rauchentwicklung oder einen Brand immer der Feuerwehr unter der Notrufnummer 112. Dabei solltet Ihr genaue Angaben zu folgenden Fragen machen können:

Wo brennt es?

Versucht, den Ort so genau wie möglich zu beschreiben. Eure Ortsangabe kann hilfreich für die Feuerwehr sein. Nennt markante Stellen, an denen Ihr vorbeigelaufen seid, zum Beispiel einen Sportplatz oder eine Brücke.

Weil sich das im Wald manchmal schwierig gestalten kann, gibt es in Hessen seit 1997 die "Rettungskette-Forst". Sie ermöglicht im Notfall eine schnelle Erstversorgung - in erster Linie für Menschen, die im Wald arbeiten. Natürlich profitieren aber auch Waldbesucher davon.

Ein wesentlicher Bestandteil der Rettungskette sind die sogenannten Forstrettungspunkte. Sie ähneln den Notrufsäulen auf Autobahnen und kennzeichnen gut erreichbare Standorte im Wald. Damit dienen sie den Rettungskräften als Orientierungspunkt.

Rettungspunkt im Wald
Forstrettungspunkte helfen den Einsatzkräften bei der Orientierung im Wald. Bild © picture-alliance/dpa

Ein Forstrettungspunkt ist immer gleich aufgebaut: Ein grünes Schild mit einem weißen Kreuz und einer Kennnummer. Sie besteht aus der Abkürzung des jeweiligen Landkreises und einer ein- bis vierstelligen Nummer, die beim Notruf genannt werden muss.

Wie brennt es?

Ist der Brand auf den Boden beschränkt, handelt es sich um ein Bodenfeuer. Schlagen die Flammen schon höher, vielleicht sogar bis in die Baumkronen? Dann spricht man von einem Vollfeuer.
Seid Ihr in einem Nadel-, Laub- oder Mischwald?
Ist es besonders windig?
Sind Menschen oder Sachwerte (beispielsweise Häuser) in Gefahr?

Von wo meldet Ihr den Brand?

Beschreibt so genau wie möglich. Nach Möglichkeit solltet Ihr dort auf die Einsatzkräfte warten, um sie in die Situation einzuweisen. Ihr könnt mit ihnen auch einen Treffpunkt ausmachen und zum Beispiel an einer Hauptstraße auf sie warten und sie zur Brandstelle navigieren.

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Orientierung im Wald

In den von Hessen Forst betreuten Waldflächen gibt es 4.300 Rettungspunkte. Ihr könnt Euch schon vor einem Waldbesuch informieren, wo sich diese Rettungspunkte befinden oder sie downloaden und in Euer GPS-Gerät (z.B. das Smartphone) integrieren.

Alternativ könnt Ihr die App "Hilfe im Wald" nutzen. Damit könnt Ihr den nächsten Rettungspunkt ausfindig machen und Euch dorthin navigieren lassen. In der App gibt es außerdem noch eine Notruf-Funktion, über die Ihr direkt den Rettungsdienst anwählen könnt. Die App "Hilfe im Wald" gibt es kostenlos für Android und iPhone und sie funktioniert dank GPS auch dann noch, wenn mal der Handyempfang ausfällt.

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Die App "Hilfe im Wald"
Die App "Hilfe im Wald" zeigt die Wald-Rettungspunkte in der Nähe an. Bild © picture-alliance/dpa

Sendung: hr3, "Die Kate Menzyk Show", 03.07.2018, 13:30 Uhr

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