Das WhatsApp von früher: Eine SMS auf einem Nokia 6310
Das WhatsApp von früher: Eine SMS auf einem Nokia 6310 Bild © picture-alliance/dpa

Sie hat so manche Handy-Rechnung zum explodieren gebracht: Die SMS. Am 3.12. wird der Klassiker der Text-Kommunikation 25 Jahre alt. Happy Birthday!

Die 140-Zeichen-Revolution: Mit der Erfindung der SMS (steht für "Short Message Service" - also "Kurznachrichtendienst") brach ein neues Kommunikationszeitalter an. Man musste auf einmal nicht mehr gleich telefonieren, um anderen eine Nachricht zukommen zu lassen und schneller als ein Brief war es allemal. Die SMS wurde zum wichtigsten Medium der 2000er Jahre, bis sie irgendwann Konkurrenz durch Messenger-Dienste wie WhatsApp bekam. Und alles begann mit zwei Worten...

Frohe Weihnachten!

Am 3.12.1992 schickte Software Entwickler Neil Papworth die erste SMS auf die Reise. Ihr Inhalt: "Merry Christmas!". Verschickt wurde diese Nachricht aber noch vom Computer aus, denn mit Handys konnte man damals noch keine Buchstaben eintippen. Es dauerte dann noch bis 1994, bis auch Endkunden SMS versenden und empfangen konnten und ab 1999 ging das Tippen der SMS dank der Einführung von "T9" ("Text on 9 keys") deutlich schneller von der Hand.

60 Milliarden mal 160 Zeichen

Aus der anfänglichen Begrenzung auf 140 Zeichen pro Nachricht wurden später 160 Zeichen und irgendwann waren die Telefone so schlau, dass sie längere Texte auf mehrere SMS verteilen und beim Empfänger wieder zusammen setzen konnten. Das freute nicht nur die Nutzer, sondern auch die Telefongesellschaften, denn jede Teil-SMS einer Nachricht wurde natürlich einzeln berechnet. Wurden 2008 noch 29 Milliarden SMS verschickt, waren es 2013 unvorstellbare 60 Milliarden - und das, obwohl Messenger wie "WhatsApp" auch 2013 schon ein Thema waren.

Kurioses rund um die SMS

Bei so vielen verschickten Kurznachrichten sind natürlich auch einige Geschichten rund um die SMS zusammen gekommen. Zum Beispiel die, dass sich Sandy Meyer-Wölden per SMS von Boris Becker getrennt hatte. Oder dass dank der Zeichenbegrenzung Abkürzungen wie "LOL" ("Loughing out loud") oder "DAD" ("Denk an Dich") Einzug in die deutsche Sprache gehalten haben - nicht zu vergessen, dass es "simsen" für "eine SMS versenden" 2001 sogar in den Duden geschafft hat. Oder dass Wissenschaftler 2002 festgestellt hatten, dass der Daumen von Jugendlichen kräftiger und beweglicher als die restlichen Finger der Hand waren - weil sie ihn durch das viele SMS-tippen einfach besser trainiert hatten.

Die Zukunft der SMS?

Dank WhatsApp & Co. wird der SMS seit Jahren ein baldiges Ende prophezeit, doch noch schlägt sie sich tapfer. Ob wir auch noch ihren 30. Geburtstag feiern werden? Wir werden es sehen.

Sendung: hr3, "hr3 Morningshow", 01.12.2017, 5 Uhr

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