Hirsch Hansi aus dem Bergwildpark Meißner

Durch Sturm "Sabine" wurden Teile des Wildgeheges im Bergwildpark Meißner zerstört. Seitdem sind Hirsch Hansi und eine Hirschkuh verschwunden. Beim Versuch, die beiden zurück nach Hause zu holen, müssen die Pfleger richtig kreativ werden...

Vor zwei Wochen hat Hirsch Hansi sein Gehege im Bergwildpark Meißner bei Eschwege hinter sich gelassen und ist mit einer Hirschkuh durchgebrannt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tobis Hirsch-Taktik löst wenig Begeisterung aus

Tanja Tobi hr3 Morningshow Teaser
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Den Auslöser gab Sturmtief "Sabine". Eine Buche ist auf den Zaun des Wildgeheges gestürzt und hat damit den Weg freigemacht für Hansi und die insgesamt 15 Rotwild-Damen. Die meisten davon sind schon wieder zurück im Gehege, nur Hansi und seine Auserwählte fehlen noch. Sie streifen irgendwo im Wald um den Hohen Meißner herum.

Hansi auf der Flucht

Hansi wird im Bergwildpark schmerzlich vermisst. Schließlich ist er mit seinem imposanten 14-Ender-Geweih der Publikumsliebling! Einige Mitglieder des Fördervereins haben anfangs versucht, die beiden mit Rüben anzulocken. Die waren so verteilt, dass sie eine Fährte ins Gehege bildeten – und so mit ein bisschen Glück die beiden Flüchtigen direkt nach Hause locken sollten.

Leider ließ die Rübenspur sowohl Hansi als auch seine Geliebte kalt. "Anscheinend gibt es draußen genug zu Fressen", erklärt Hansis Tierpfleger Wilfried in der hr3 Morningshow.

Rund um den Park ist Vorsicht geboten

Außerdem werden die Fichenbestände im Bergwildpark gerade mit lauten Maschinen abgeholzt – das schreckt Hansi zusätzlich ab. "Wir sehen morgens immer die Spuren, wo er gelaufen ist. Wir haben ihm Tore aufgemacht, dass er auch rein kann. Aber er kommt nicht", so Wilfried.

So lange Hansi noch abtrünnig ist, solltet Ihr in der Umgebung des Wildparks besonders aufmerksam sein. Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit der Tiere, sondern auch die der Besucher und Autofahrer in und um den Park. Weil Hansi und seine Hirschkuh an den Menschen gewöhnt sind, sind ihre Fluchtreflexe wenig ausgeprägt. Zwischen Rodebach und Germerode ist wegen des möglichen Wildwechsels besondere Vorsicht im Straßenverkehr geboten.

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 14.02.2020, 07:50 Uhr

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