Kreditkarten von verschiedenen Privatunternehmen
Kreditkarten von verschiedenen Privatunternehmen Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Kreditkarten bekommt man bei der Bank seines Vertrauens - oder im Möbelhaus. Worauf man bei Kreditkarten von Privatunternehmen achten sollte, erfahrt Ihr hier.

War es noch vor ein paar Jahren etwas Besonderes, wenn man eine Kreditkarte hatte, so bekommt man sie heute praktisch an jeder Ecke - und das nicht mehr nur bei Finanzunternehmen: Amazon, ADAC, Lufthansa, BMW und einige mehr bieten ihren Kunden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Banken Kreditkarten mit verlockenden Angeboten an: Bei den einen gibt es Bonus-Systeme, durch die man bares Geld spart, andere locken mit niedrigen Zinsen oder bieten Zusatzleistungen wie einen Kfz-Schutzbrief. Als Kunde verliert man da schnell den Überblick. Jetzt gibt es noch eine weitere Karte, diesmal von einem Möbelhaus: Ikea geht ebenfalls mit einer eigenen Kreditkarte ins Rennen. Worauf aber sollte man achten, wenn man sich eine Kreditkarte von einem Möbelhaus, einem Versandhandel oder einer Airline zulegen möchte?

1.) Was kostet der Spaß?

Die Anbieter der Kreditkarten locken häufig mit Formulierungen wie "Ohne Kartenpreis", "Attraktives Bonusprogramm" oder "Flexible Rückzahlung". Tatsächlich gibt es da aber ein paar Dinge, auf die man achten sollte: Ist die Karte vielleicht nur im ersten Jahr kostenfrei? Und was kommen danach für Kosten auf mich zu? Habe ich mit dem Bonusprogramm die Chance, die Kartenkosten wieder rein zu bekommen oder ist der mögliche Gewinn gedeckelt und ich habe so oder so ein Minus durch die Karte auf meinem Konto?

Jahresgebühren für solche Kreditkarten gehen bei 10-15 Euro los, können aber durchaus die 100-Euro-Grenze sprengen.

2.) Wie sieht es mit der Zinslast aus?

Die günstigen Zinsen können je nach Anbieter nur für Einkäufe in dem Unternehmen, das die Karte herausgegeben hat, gelten. Kaufe ich dort ein, dann zahle ich nur 3-5 Prozent Zinsen, was recht günstig ist, während bei Einkäufen bei anderen Firmen satte 13-15 Prozent fällig werden können. Da kann die günstige Kreditkarte am Ende doch recht schnell teuer werden!

3.) Brauche ich die Bonus-Leistungen wirklich?

Wer kein Auto hat, braucht auch keinen Gratis-Kfz-Schutzbrief. Wer maximal einmal im Jahr nach Mallorca in den Urlaub fliegt, der braucht auch keine Bonusmeilen. Und wer so gut wie nie Möbel kauft, wird auch kaum von den günstigen Zinsen bei Einkäufen im Möbelhaus profitieren.

Zusammengefasst

Wer sich eine Unternehmens-Kreditkarte zulegen möchte, sollte:

  • genau ins Kleingedruckte schauen: Was für Kosten fallen tatsächlich an (zum Beispiel auch für Geldabhebungen im In- und Ausland)?
  • überlegen: Kaufe ich oft genug bei diesem Unternehmen ein, damit sich die Vergünstigungen bei diesem Unternehmen rechnen?
  • prüfen: Gibt es bei den Bonus-Leistungen eine Obergrenze, wodurch sich die Karte nach einem halben Jahr vielleicht nicht mehr lohnt?

Wer all das beachtet und die für ihn passende Kreditkarte findet, kann durchaus von einer Unternehmens-Kreditkarte profitieren. Es ist aber nicht jede Karte für jeden Kunden geeignet.

Sendung: hr3, "hr3 am Vorabend", 28.08.2017, 19:15 Uhr

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