Rehkitz
Das hohe Gras kann für die Kitze zur Gefahr werden. Bild © picture-alliance/dpa

Der Reh-Nachwuchs lebt jetzt gefährlich: Er versteckt sich nämlich gerne im hohen Gras und kann so vom Bauern leicht übersehen werden, wenn der seine Wiesen mäht. Ehrenamtliche Helfer in Hessen wollen die Kitze vor diesem Schicksal bewahren – und sie brauchen Eure Unterstützung!

Für Rehkitze wird es im Frühjahr gefährlich: Sie liegen gerne im Heu oder im hohen Gras – und dann kommt der Bauer mit seinem Mäher… Weil die Kitze keinen Fluchtreflex haben, bleiben sie einfach liegen und sterben. Ehrenamtliche haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Tierkinder vor diesem Schicksal zu bewahren, und gehen Heuwiesen ab.

Rettung per Drohne

Weil das sehr zeitaufwendig ist, haben Kitzretter im Vogelsberg sich etwas überlegt: Eine Drohne samt Wärmebildkamera soll beim Aufspüren der Tiere helfen. Allerdings ist so eine Drohne mit 3.500 Euro alles andere als günstig. Auf ihrer Internetseite kitzrettung-hilfe.de haben die Kitzretter deshalb eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

Ihr wollt Euch auch aktiv an der Kitzrettung beteiligen?

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Natürlich könnt Ihr den Ehrenamtlichen bei Ihren Rettungsaktionen auch zur Hand gehen. Bevor die Bauern in der Umgebung mähen, teilen sie den Kitzrettern mit, welche Wiese am nächsten Tag dran ist. Nur dann müssen Rehkitze gerettet werden – und zwar unmittelbar vorher. "Wir organisieren dann einen Einsatz: Wer helfen kann, der antwortet uns und dann wissen wir: Es kommen jetzt 10 Helfer zu einem vereinbarten Treffpunkt", erklärt Hannelore Wiedemann vom Verein Kitzrettung Rheingau-Taunus e.V.

Wie läuft so ein Einsatz ab?

Weitere Informationen

Rehkitzretter in Hessen

Rheingau-Taunus: kitzrettung.wordpress.com
Vogelsberg: kitzrettung-hilfe.de
Rodgau: aktion-rehkitz.de

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Wer jetzt denkt, er könne bei einem solchen Rettungseinsatz mit Rehkitzen kuscheln, liegt falsch. "Das sind Wildtiere und man muss sehr vorsichtig mit ihnen umgehen", erklärt die Tierretterin. Die Kitze dürfen beispielsweise nur unter bestimmten Voraussetzungen angefasst werden – und dann am besten nur mit Handschuhen. Denn wenn die Tiere nach Mensch riechen, nimmt die Mutter sie hinterher nicht mehr an.

"Wir suchen die Kitze, fassen sie so kurz wie möglich an und packen sie in eine Kiste. Sie werden dann so lange zur Seite gestellt, bis die Wiese gemäht ist, und danach an einem geschützten Ort wieder freigelassen", so Hannelore Wiedemann.

Was muss ich mitbringen, wenn ich helfen will?

Zeit. Die Saison geht bis Ende Juni, die Einsätze finden in der Regel morgens und abends statt. Der Verein wird meist einen Tag vorher vom Bauer informiert und beginnt dann mit der Suche nach Helfern. Das Ganze ist also eine relativ kurzfristige Sache.

In Hessen gibt es verschiedene Vereine, die sich der Rehkitzrettung angenommen haben. Wer sich beteiligen möchte, besucht vorher am besten eine Infoveranstaltung, registriert sich in einer Datenbank oder meldet sich per Mail bei den Vereinen. Am Ende der Saison gibt’s ein Fest für alle Helfer. Und das gute Gefühl, Leben gerettet zu haben, gibt’s kostenlos dazu.

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zum hessenschau.de Video Drohnen retten Rehkitze vor Mähtod

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Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 23.04.2019, 05:00 Uhr

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