Erste Hilfe Igel
Der heiße Sommer hat den Igeln zugesetzt – die Nahrung ist knapp. Bild © picture-alliance/dpa

Durch die lange Trockenheit wird die Nahrung für Igel knapp. Trotzdem darf man die süßen Tiere nicht einfach ins Haus holen und mit Essensresten füttern. Was stattdessen zu tun ist:

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zum hessenschau.de Video Heißer Sommer lässt Igel hungern

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Der lange und trockene Sommer ist für Wildtiere eine Herausforderung gewesen: Während Eichhörnchen noch glimpflich davon gekommen sind, sieht die Lage für Igel leider etwas anders aus: Die Muttertiere finden nicht genug Futter – und können im Umkehrschluss nicht genug Milch für ihren Nachwuchs bilden.

So erkennt Ihr, ob ein Igel Hilfe braucht

Ein eindeutiges Indiz: Der Igel ist tagsüber auf Futtersuche. Ob ein Tier abgemagert ist, erkennt Ihr an der Einbuchtung hinter dem Kopf und den herausstehenden Hüftknochen. Kranke Tiere fallen durch einen unsicheren Gang und schlitzförmige Augen auf.

Aber Vorsicht: Mit in Eure Wohnung dürft Ihr die Igel nur in ganz wenigen Ausnahmefällen nehmen. Die Wildtier-Pflege im Haus ist gesetzlich verboten.

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Holt die Tiere auf keinen Fall zum Überwintern ins Haus! Sonst fällt ihnen im Frühjahr die Anpassung an ihre natürliche Umgebung sehr schwer.

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Das fressen Igel

Igel fressen hauptsächlich Insekten darunter Laufkäfer, Schnecken, Regenwürmer und Spinnen. Vegetarisch, also Obst und Gemüse, schmeckt ihnen dagegen gar nicht.

Igel mit Apfel
Igel sind Fleischfresser – Obst und Gemüse schmecken ihnen gar nicht. Bild © Colourbox.de

Zufüttern dürft Ihr allerdings nur vor und nach dem Winterschlaf als kleine Unterstützung – zum Beispiel bei mageren Tieren, die noch ein bisschen Winterspeck gebrauchen können. Der Winterschlaf beginnt meist im November bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad und geht bis April oder Mai.

Dabei ist Vorsicht geboten: Nicht artgerechtes Futter löst Verdauungsstörungen aus. Speisereste sind tabu! Am besten funktioniert Katzenfutter gemischt mit Haferflocken oder Weizenkleie. Auch Rühreier, gebratenes und ungewürztes Hackfleisch oder gekochtes ungewürztes Geflügel sind geeignet. Von spezieller Igelnahrung raten Tierschützer dagegen ab.

Der ideale Igel-Garten

Ein naturnaher Garten mit Unterschlupf-Möglichkeiten gefällt Igeln besonders gut. Seid vorsichtig beim Mähen und verzichtet am besten auf Laubsauger. Deckt Kellerschächte und Wasserbecken ab oder achtet darauf, "Rettungsringe" auszulegen – kleine Holzplanken zum Beispiel, mit deren Hilfe die Igel sich im Notfall retten können.

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Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 17.10.2018, 09:30 Uhr

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