Schluckauf
Nase zu und Wasser trinken - das soll gegen Schluckauf helfen. Bild © Imago

Vielleicht habt Ihr Tobi heute morgen in der hr3 Morningshow hicksen hören: Er hatte einen heftigen Schluckauf. Was Ihr im Fall der Fälle dagegen tun könnt, lest Ihr hier.

Warum wir überhaupt Schluckauf bekommen, ist nicht endgültig geklärt. Die gängigste Theorie ist, dass Schluckauf bei Ungeborenen häufig auftritt, wenn sie Fruchtwasser schlucken und der Magen sich zu schnell ausdehnt. Er dient sozusagen als Atemtraining für das Leben nach der Geburt. Der Schluckauf im Erwachsenenalter könnte ein Überbleibsel davon sein - wir hicksen, wenn wir zu schnell trinken oder essen.

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Das empfehlen hr3-Hörer

  • Sandra aus Diemelsee rät: Tief Luft holen und dann dreimal schlucken. "Das fällt sehr schwer, aber hat bei mir schon ein paar Mal geklappt", erklärt sie.
  • Michael aus Lorsch setzt auf diesen Trick: Die Ohren zuhalten lassen und drei Schlucke Wasser trinken. Danach soll der Schluckauf weg sein.
  • Lukas aus Neukirchen betreibt Fingergymnastik: Er legt die kleinen Finger links und rechts auf die Nasenflügel und formt mit der Hand einen Telefonhörer. Dann legt er die Daumen auf die Ohren und hält die Luft so lange an, wie es geht.
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Medizinisch gesehen passiert bei einem Schluckauf im Körper das gleiche wie beim Atmen. Das Zwerchfell als größter Atemmuskel zieht sich beim Einatmen zusammen, um Platz für die Lunge und die darin einströmende Luft zu machen. Beim Ausatmen dehnt sich das Zwerchfell wieder.

Wenn es allerdings aus dem Takt gerät, zieht es sich ruckartig zusammen und lässt uns einatmen - obwohl es dem Rest des Körpers in diesem Moment gar nicht so gut passt. Das "Hicks"-Geräusch entsteht, weil die Stimmritze sich reflexartig schließt, während Luft in den Rachen strömt.

Was dagegen hilft

Der bekannteste Tipp gegen Schluckauf ist mit Sicherheit der: sich erschrecken lassen. Wenn der Körper auf andere Reize reagiert, "vergisst" er den Schluckauf.

Es gibt aber noch andere "Hausmittel". Dr. Günan Akmabyr ist Hals-Nasen-Ohren-Arzt und rät, das Zwerchfell zu entlasten. Dazu setzt Ihr Euch aufrecht hin, kreuzt die Arme über dem Kopf kreuzen und haltet sie drei bis vier Minuten oben. "Das hilft in 99 Prozent der Fälle", sagt er.

Eine andere Art und Weise, das Zwerchfell zu entkrampfen, ist die: Man legt sich auf den Rücken, zieht die Knie an den Bauch und drückt die Hände neben den Körper in den Boden.

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 13.03.2018, 05:00 Uhr

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