Nina Rubin (Meret Becker) hasst das Überbringen von Todesnachrichten.
Nina Rubin (Meret Becker) hasst das Überbringen von Todesnachrichten. Bild © rbb/Conny Klein

Beim achten "Tatort"-Einsatz von Rubin und Karow in Berlin gerät ein Roboter unter Mordverdacht. Da stellt sich die Frage: Kann ein Roboter überhaupt einen Menschen ermorden?

Wenn Rubin und Karow in Berlin im Einsatz sind, passiert immer irgendwas, womit man nicht rechnet. Im Tatort "Tiere der Großstadt" steht diesmal zum ersten Mal in der Geschichte des Tatort sogar ein Roboter unter Mordverdacht. Und zwar einer, der Kaffee in einem Kiosk auf dem Kurfürstendamm ausschenkt. Er soll seinen Besitzer umgebracht haben, der tot in seinem Kiosk gefunden wurde.

In unserem Alltag findet man immer mehr Roboter: Vom freundlichen Service-Roboter, der Rezeptions-Jobs übernehmen kann, bis hin zum Staubsauger-Roboter, der in unserer Abwesenheit die Wohnung reinigt, oder auch in Form eines selbstfahrenden Autos - Roboter sind, ohne das wir es so richtig bemerkt haben, zum festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Da stellt man sich natürlich schon die Frage: Kann aus einem freundlichen elektronischen Helfer am Ende auch ein heimtückischer Mörder werden? Diese Frage haben wir Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky gestellt.

Kann ein Roboter morden?

Die Antwort auf diese Frage lautet ziemlich eindeutig: Ja - aber noch nicht heute. Mord setzt immer eine Tötungsabsicht voraus und die erfordert, dass ein Roboter ein Bewusstsein hat und sich Ziele setzen kann. Und wenn diesen Zielen ein Mensch im Weg steht und der Roboter keinen Mechanismus eingebaut bekommen hat, der ihn per Programmierung davon abhält, einem Menschen Schaden zuzufügen, dann ist ein Mord nach Meinung des Zukunftsforschers durchaus denkbar. Dass ein Roboter hingegen von einem guten Roboter, der keiner Fliege was zu leide tun kann, zu einem bösen Roboter wird, also im Prinzip seine Programmierung verändert, ist hingegen aus heutiger Sicht für Sven Gabor Janszky sehr unwahrscheinlich.

Können Roboter irgendwann wirklich Menschen in einem Kiosk bedienen?

Dass generell Roboter Menschen ersetzen, das passiert heute schon. Ein Roboter, der ein Auto zusammen baut, ist schon lange Realität und dort wurden natürlich Menschen von einer Maschine ersetzt. Auch bei einem selbstfahrenden Auto ersetzt ein Roboter einen Menschen, nämlich den Fahrer. Und so ist es auch durchaus denkbar, dass irgendwann ein Roboter in einem Kiosk steht und Kaffee verkauft. Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky prophezeit hier allerdings zwei Arten von Kiosk, die denkbar wären: "Es wird den einen (Kiosk) für das schnelle Fast Food sozusagen, geben - preisgünstig und schnell von Maschinen gemacht. Und es wird den anderen geben, wo man verweilen kann und ein bisschen schnacken kann und da zahlt man aber ein bisschen mehr, eben für das Verweilen und Schnacken und andere Menschen treffen." Soziale Interaktion würde in dem Fall zum Luxus-Gut.

Manche Berufe werden von Maschinen verdrängt

Für Taxifahrer und Lokführer sieht der Zukunftsforscher leider keine rosige Zukunft voraus: Ihre Jobs werden bis zum Jahr 2050 genauso von Maschinen ausgeübt werden, wie auch die von Fahrkartenkontrolleuren oder Heizungsablesern. Doch auch hier könnte es eine Zweiteilung geben: Der klassische Taxifahrer dürfte aus dem Stadtbild verschwinden, doch wer das entsprechende Kleingeld hat und Wert auf einen menschlichen Fahrer legt, der wird womöglich auch in Zukunft die Möglichkeit haben, sich einen "echten" Fahrer zu buchen.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 17.09.2018, 10 Uhr

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