Kommissar Falke hört plötzlich Schüsse.
Kommissar Falke hört plötzlich Schüsse. Bild © NDR, Christine Schroeder

Im Tatort "Alles was sie sagen" sieht alles danach aus, als hätte Falke eine Frau erschossen. Aber: Wann darf ein Polizist eigentlich die Waffe ziehen? Und was passiert dann mit ihm?

Im Landespolizeigesetz ist eindeutig geregelt, wann die Waffe von einem Polizisten eingesetzt werden darf: Schusswaffengebrauch ist nur erlaubt, um "eine gegenwärtige Gefahr für Leib und Leben abzuwehren" oder ein Verbrechen mit Schusswaffen oder Explosivmitteln zu verhindern. Kurz: Es darf nur dann geschossen werden, wenn es keine andere Wahl gibt.

Doch auch dann geht es nicht darum, andere zu töten, sondern sie "unschädlich" zu machen. Bedeutet: die Person, auf die geschossen wird, sollte nicht mehr in der Lage sein ihre Handlung auszuführen. Oder wie es Andreas Grün, der hessische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei zusammen fasst: "Ziel ist nicht, jemanden zu erschießen, sondern den unmittelbaren Angriff auf das eigene Leben abzuwehren."

Arme und Beine sind dabei schwierig zu treffen, weil das auch die Körperteile sind, die sich am schnellsten bewegen.

Was passiert, wenn ein Polizist Gebrauch von der Waffe gemacht hat?

Kommt es zum Einsatz der Schusswaffe, übernimmt anschließend das Landeskriminalamt die Ermittlungen: War der Schusswaffengebrauch rechtmäßig? Diese Frage gilt es dann zu klären. Und viele Polizisten sind danach auf psychologische Hilfe angewiesen und brauchen lange, um so ein Ereignis zu verarbeiten. Denn sie sind in so einer Situation dazu gezwungen, jemanden gegen ihren Willen zu töten.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 23.04.2018, 10 Uhr

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