Autofahrer in Groß-Gerau übersieht Kreisel im Nebel

Nässe, Blätter auf der Fahrbahn – und dann nimmt einem auch noch der Nebel die Sicht: Unfallgefahr. Wir geben Tipps, wie Ihr sicher durch den Herbst kommt.

Gefahr Nr. 1: Herbstlaub

Wenn das Laub zwischen Reifen und Straße klebt und rutschig ist, kann der Wagen unkontrolliert ausbrechen. Das ist allerdings nicht nur bei nassem Laub so, sondern auch bei trockenem. Wenn man ins Rutschen kommt: Nicht erschrecken, abrupt bremsen oder lenken. Am besten ist es, langsam zu fahren und den Fuß vom Gas zu nehmen.

Gefahr Nr. 2: Nebel

Viel Licht anzumachen ist nicht das beste, denn die Nebeltröpfchen reflektieren das Licht und können blenden. Besser: Das normale Licht anlassen und am Seitenstreifen orientieren. Die Nebelschlussleuchte darf laut Straßenverkehrsordnung erst dann angemacht werden, wenn die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt und auch nur bei Nebel, nicht bei Regen. Zur Orientierung: Die Leitpfosten am Fahrbandrand stehen jeweils 50 Meter auseinander.

Wer die Nebelschlussleuchte falsch benutzt, blendet andere Fahrer und muss mit einem Bußgeld rechnen. Für das Tempo gilt die Faustregel: Sichtweite = Geschwindigkeit.

Gefahr Nr. 3: Nässe

Herbstlaub auf nasser Straße

Ein bisschen Nässe hält der Reifen aus. Aquaplaninggefahr besteht spätestens dann, wenn man die Spuren des Vordermanns nicht mehr sieht. Fuß vom Gas nehmen und auf keinen Fall lenken oder bremsen. Denn sobald das Auto wieder Kontakt zur Straße bekommt, fährt es in die Richtung, in die man gelenkt hat.

Gefahr Nr. 4: Tiefstehende Sonne

Wenn Eure Scheibe sauber ist, blendet die Sonne weniger. Es ist außerdem von Vorteil, eine Sonnenbrille griffbereit zu haben. Wem es mit Sonnenbrille zu dunkel wird, sollte im Stadtverkehr besonders gut auf die Ampeln achten. Im Zweifel lieber langsam heranfahren oder sogar anhalten.

Gefahr Nr. 5: Wildunfälle

Jetzt häufen sich auch die Wildunfälle. Laut Statistischem Bundesamt gab es in Deutschland nach Wildunfällen im vergangenen Jahr knapp 3.000 Verletzte – zehn Menschen wurden sogar getötet. Alleine in Hessen wurden innerhalb eines Jahres mehr als 17.400 Unfälle mit Wildtieren gemeldet. Die meisten Kollisionen gibt es mit Rehwild, aber auch die Unfälle mit Wildschweinen nehmen zu. Ihr solltet in der Dämmerung und im Morgengrauen in Waldabschnitten und an Feldrändern besonders wachsam sein. Was bei einem Wildunfall zu tun ist, lest Ihr hier.

Rehe im Morgengrauen

Sendung: hr3, "Die Kate Menzyk Show", 28.10.2018, 13:45 Uhr

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