Autokindersitz
Wenn die Kleinsten im Auto mitfahren, will man sich auf den Kindersitz verlassen können. Bild © picture-alliance/dpa

Stiftung Warentest hat Autokindersitze getestet und dabei festgestellt: Sicherheit muss nicht teuer sein. Wir zeigen Euch, auf welche Modelle Ihr Euch verlassen könnt.

Insgesamt wurden 23 Sitze für Kinder ab der Geburt bis 36 Kilogramm und 150 Zentimeter auf Unfallsicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffe getestet. Die meisten schneiden gut ab: Sie bieten eine hohe Sicherheit bei einem Aufprall von vorn oder der Seite.

Die Neuerungen auf dem Markt

Seit 2017 müssen Kindersitze für die Kleinsten eine EU-Norm erfüllen. Die sogenannte i-Size-Norm orientiert sich an der Körpergröße der Kinder und nicht am Gewicht und soll dadurch noch sicherer sein. Ältere Sitze dürfen aber weiterhin verkauft werden.

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Welchen Sitz Ihr braucht

Leider gibt es immer noch keinen guten Sitz für alle Altersklassen. Der Autositz muss also mit der Zeit ausgetauscht werden. Das Gewicht Eures Kindes gibt Auskunft, in welcher Kategorie Ihr Euch nach einem Modell umsehen solltet.

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Außerdem ist es seitdem verpflichtend, Kinder bis zu einem Alter von 15 Monaten entgegen der Fahrtrichtung zu transportieren. Dadurch soll verhindert werden, dass der Kopf bei einem Aufprall mit Schwung nach vorne schlägt und es so zu Verletzungen kommt.

Als erster Anbieter auf dem Markt bietet Maxi-Cosi mit dem "Axissfix Air" ein Modell mit Airbag. Sensoren in der Sitzhalterung lösen den Airbag aus, es blidet sich ein Kissen vor dem Gesicht des Kindes. Im Test funktionierte die Technik einwandfrei. Es gibt allerdings einen Haken: Mit 650 Euro schlägt der Autokindersitz ganz schön zu Buche. Der Test zeigt außerdem, dass günstigere Modelle genauso sicher sind.

Die besten Kindersitze im Test

Kinder in den ersten Monaten

Für Kinder bis 105 Zentimeter empfiehlt die Stiftung Warentest den Maxi-Cosi "Rock" für 200 Euro und den "Evo-Luna-i-Size" von Kiddy für 490 Euro. Für Kinder bis 13 Kilogramm schneidet der Cybex "Aton 5" für 130 Euro am besten ab. Er bietet sowohl beim Frontal- als auch beim Seitenaufprall Sicherheit. Ihn gibt es auch mit Basis. Das Modell "Base 2" kostet 220 Euro und ist ebenfalls sicher.

Kinder ab dem Laufalter

Autokindersitz
Auch für größere Kinder gibt es gute, günstige Modelle. Bild © picture-alliance/dpa

In der Kategorie für Kinder von 9 bis 36 Kilogramm überzeugt der Kiddy "Phoenixfix3" für 269 Euro am meisten. Er ist allerdings nur bis 18 Kilogramm geeignet. Für Kinder ab 15 Kilo oder mehr empfiehlt die Stiftung Warentest das Modell "Traver" von Joie für 120 Euro und "Aace" von Nuna für 180 Euro. Eine gute Wahl sind auch die Modelle "Monza Nova Evo" und "Monza Nova Evo Seatfix" von Recaro für 120 und 145 Euro.

Diese Modelle solltet Ihr lieber nicht kaufen

Das Modell "Peg Perego Viaggio 1-2-3- Via von Viaggio und der "Youniverse Fix" von Chicco schützen laut Test bei einem Aufprall nur mittelmäßig.

Der "Ultimax i-Size" von Concord wird von Stiftung Warentest sogar als mangelhaft und äußerst gefährlich eingestuft: Beim Frontalaufprall riss im Test die Gurthalterung aus der Rückenlehne - und der Testdummy wurde weit nach vorn geschleudert.

Ebenfalls als mangelhaft eingestuft wurde das Modell "Ultralite" von Avionaut und "Gravity" von Jané. Im Sitzbezug wurden Schadstoffe gefunden, die den Grenzwert für Kleinkinderspielzeug deutlich überschreiten und als krebserregend gelten.

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Unser Fazit

Der Test zeigt: Günstigere Modelle bieten ebenso viel Sicherheit wie teure. Gute Modelle gibt es schon ab 100 Euro. Das Airbag-Modell von Maxi-Cosi ist eine tolle Neuheit, aber deutlich teurer als die Konkurrenz und nicht zwingend sicherer.

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Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 29.05.2018, 10:15 Uhr

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