Vier Karten aus dem Kartenspiel UNO
Vier Karten aus dem Kartenspiel UNO Bild © Imago

Es hat uns durch viele verregnete Tage, Feriencamps und Schulausflüge begleitet - und wir haben es immer falsch gespielt: Uno. Wir sagen Euch, welchen Fehler auch Ihr gemacht habt.

Was haben Gesellschaftsspiele und Medikamente gemeinsam? Richtig: Es liegt eine Anleitung bei, auf der man erklärt bekommt, wie man sie richtig verwendet. Aber so wie viele die Packungsbeilage von Kopfschmerztabletten nicht lesen, nehmen es viele auch mit den Anleitungen von Gesellschaftsspielen nicht so genau. Und so kam es wahrscheinlich, dass quasi Generationen von Uno-Spielern dieses im Grunde doch ganz einfache Kartenspiel falsch gespielt haben.

Der Fehler, der jetzt dank eines Facebook-Posts die Runde im Internet macht, betrifft ausgerechnet die Spielkarte, die zu so manchem Sieg geführt hat: Die "+4"-Karte. Mit dieser kann man dem nächsten Spieler gleich vier Strafkarten aufbrummen. Und nicht nur das: Man darf sich anschließend auch noch eine Farbe wünschen und man kann sie auf jede beliebige Karte legen!

"+4" geht immer? Eben nicht!

Und genau hier lauert der Fehler: Man kann sie nämlich nicht auf eine beliebige Karte legen. Richtig ist nämlich:

  • Nur dann, wenn man nicht die Farbe bedienen kann, die gerade gefordert wird, darf man die "+4" legen. Konkreter: Liegt auf dem Tisch eine grüne Karte und man selber hat alles, aber nichts Grünes, dann darf man die "+4" legen.
  • Die Zahl spielt dabei keine Rolle: Auf dem Tisch liegt eine grüne 6 und man hat eine rote 6 - die "+4" ist trotzdem erlaubt. Nur die Farbe zählt!
  • Legt man die "+4", obwohl man die passende Farbe auf der Hand hat, kann der Spieler, der von der "+4" betroffen wäre, einen dazu auffordern zu beweisen, dass man tatsächlich nicht die passende Farbe hat. Bedeutet: Man muss seine Karten zeigen. Befindet sich tatsächlich keine passende Farbe auf der Hand, muss der, der die Karten sehen wollte, nicht nur vier, sondern sogar sechs Karten ziehen. Befindet sich hingegen doch die passende Farbe unter den Karten, muss der, der die "+4" legen wollte, selber vier Karten ziehen.

Wenn da mal nicht so manches Match in der Vergangenheit komplett anders ausgegangen wäre...

Und auch diese zwei Regeln habt Ihr vermutlich alle überlesen

Und das war noch nicht alles: Schaut man auf der Website zum Spiel in die Anleitung, findet man unter dem Punkt "Strafen" auch noch diese zwei kleinen Gemeinheiten, die viele ignoriert haben dürften:

  • Wer anderen Spielern vorschlägt, was sie als nächstes spielen sollten, muss zwei Karten ziehen.
  • Wer versehentlich eine Karte legt, obwohl er gar nicht dran ist oder eine falsche Karte legt, muss eine Strafkarte ziehen.

Sagt doch mal selber: Diese drei Regeln verändern bei Uno doch so ziemlich alles, oder?

Sendung: hr3, "hr3 Morningshow", 12.01.2018, 6 Uhr

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