Waldbrand Amazonas

Im Amazonas-Regenwald wüten die schwersten Waldbrände seit Jahren. Satellitenbilder der NASA zeigen das erschreckende Ausmaß. Dabei fällt auf: Auch in Afrika steht eine gigantische Fläche in Flammen – dieser Brand hat aber einen positiven Effekt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Brasilien-Korrespondentin Anne Herrberg erklärt Kate Menzyk, warum Präsident Bolsonaro keine Hilfe annehmen möchte

Kate Menzyk
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Seit Anfang des Jahres registrierte die brasilianische Weltraumagentur INPE mehr als 80.000 Brände. Das seien 82 Prozent mehr als im Vorjahr. Betroffen waren meist Flächen in Privatbesitz, aber auch in Naturschutzgebieten und Ländereien der indigenen Bevölkerung brechen immer wieder Feuer aus.

Was die Brände in Afrika bedeuten

Die Feuerweltkarte der NASA macht die Brände nahezu in Echtzeit sichtbar. Entsprechend oft wurde sie bereits in verschiedenen Medien veröffentlicht. Aber was ist mit dem grellroten Feuerband im Zentrum Afrikas?

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Nicht jeder Punkt ist ein einzelnes Feuer!

Übrigens ist nicht jeder Punkt auf der NASA-Karte automatisch ein Feuer. Wenn das System auf einem Quadratkilometer ein oder mehrere Feuer findet, setzt es einen Punkt. Genauso können mehrere Punkte für eine Feuerfront stehen, die größer als ein Quadratkilometer ist.

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Amazonas Waldbrand

Im Gegensatz zu den Bränden im Amazonas sind die Feuer in der afrikanischen Savanne gut. Da es hier sehr trocken ist, verwesen abgestorbene Pflanzen nur langsam. Die Brände setzen die in den Pflanzen gespeicherten Nährstoffe frei und düngen so den Boden.

Fünf Fakten zum Amazonas-Regenwald

Die verbrannten Gräser und Büsche der Savanne setzen nur wenig CO2 frei und wachsen schnell nach. Die Zerstörung des Amazonas Regenwaldes hingegen hat schwerwiegendere Folgen.

  1. Viele Wissenschaftler und Umweltverbände gehen davon aus, dass mehr als 20 Prozent des weltweiten Sauerstoffs über den Amazonas Regenwald in die Erdatmosphäre gelangt.
  2. Weltweit absorbieren die Regenwälder 30 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase. Der Amazonas-Regenwald ist etwa genauso groß wie alle anderen Regenwälder zusammen.
  3. Die Regenwälder sorgen zudem für saubere Luft, weil sie giftige Stoffe herausfiltern.
  4. Laut der Organisation "Amazon Watch" pumpt der Amazonas-Regenwald jeden Tag bis zu 20 Milliarden Tonnen Wasser in die Atmosphäre.
  5. Seit 1988 wurde der Amazonas Regenwald-Wald auf einer Fläche von 700.000 Quadratkilometern zerstört. Das entspricht etwa zweimal der Fläche von Deutschland.

Sendung: hr3, "Die Kate Menzyk Show", 26.08.2019, 14:15 Uhr

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