Medikamente und ein Fiberthermometer liegen im Vordergrund während man im Hintergrund einen an Grippe erkrankten Patienten im Bett liegen sieht.
Herbstzeit ist Grippezeit - Doch nicht für jeden ist zwingend eine Grippeimpfung zu empfehlen. Bild © picture-alliance/dpa

Wenn die Temperaturen sich Richtung 0 Grad bewegen, taucht das Thema "Grippeimpfung" wieder verstärkt auf. Doch für wen ist die überhaupt sinnvoll und wann sollte man sich impfen lassen?

Eine Erkältung ist keine Grippe

Das, was landläufig als "Grippe" bezeichnet wird, ist in der Regel keine Grippe. Viele Menschen sprechen von "Grippe", meinen aber oft "nur" eine schwere Erkältung oder einen grippalen Infekt - das hat aber nichts mit einer echten Virusgrippe, der Influenza, zu tun, vor welcher der Impfstoff schützen soll.

Für wen kann die Grippeimpfung sinnvoll sein?

Während man eine Erkältung mit ausreichend Ruhe von alleine wieder los wird, kann eine Virusgrippe durchaus schwere Verläufe haben und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Vor allen Dingen ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke sind hier mehr gefährdet als andere. Deswegen wird diesen Personen zu einer Grippeimpfung geraten. Bei jüngeren Menschen wirkt so eine Impfung zu 80%, bei älteren Menschen, deren Immunsystem langsamer arbeitet, halbiert sie das Risiko, an Influenza zu erkranken.

Wann ist ein guter Zeitpunkt für eine Impfung?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt Oktober oder November für eine Grippeimpfung - je früher, desto besser, denn der Körper braucht anschließend 10-14 Tage, bis der Impfschutz aufgebaut ist.

Seit 2018 Standard: Vierfach-Impfstoff

Im Gegensatz zu 2017 gibt es in diesem Jahr statt eines Dreifach-Impfstoffs einen Vierfach-Impfstoff mit der von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Zusammensetzung als Standard-Grippeschutz. Das hat die Ständige Impfkommission (STIKO) im Januar 2018 empfohlen. Der Dreifach-Impfstoff hatte in der Grippesaison 2017/2018 keinen ausreichenden Schutz vor dem Virenstamm geboten, an dem 70 Prozent der Influenza-Patienten erkrankt waren. Die Kosten für die Impfung übernimmt die Krankenkasse für alle Versicherten, für die sie empfohlen wird.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 25.09.2018, 9:30 Uhr

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