Sind unbeliebt und lästig: Fruchtfliegen

Jetzt, wo sich der Herbst von seiner milden Seite zeigt, sind sie sofort wieder da: Fruchtfliegen. Innerhalb weniger Stunden bilden sich ganze Kolonien – aber wie wird man sie wieder los?

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Fruchtfliegen-Tipps von Julia Tzschätzsch: Schaut mal in den Abfluss!

Julia Tzschätzsch
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Der Herbst ist tatsächlich die beste Zeit für Fruchtfliegen. Der Grund: Es gibt sehr viel verschiedenes und oftmals überreifes Obst. Beim Reifeprozess setzen Früchte Gase frei, die auf Fruchtfliegen wie  ein Lockstoff wirken. Außerdem sind die Temperaturen noch so mild, dass sich der Lebenszyklus der Fruchtfliegen beschleunigt.

Ihre Entwicklung hängt nämlich von der Außentemperatur ab: Ist es draußen kühl, dauert es länger, bis aus den Eiern die fertigen Fliegen schlüpfen. Bei 25 Grad aber dauert es nur einen Tag, bis die Larven schlüpfen – und nur neun Tage später ist sie dann auch schon zu einer fertigen Fruchtfliege herangereift.

Wo Fruchtfliegen gerne hinkommen

In den meisten Fällen sind Fruchtfliegen schon in unseren Einkaufstüten, ohne dass wir es bemerken. Sie suchen sich Brutplätze am liebsten auf reifem Obst und Gemüse – auch schon auf der Obstplantage oder in den Lagerräumen. Besonders beliebt sind schadhafte, also braune Stellen und Stielansätze.

Oft kommen sie aber auch von draußen. Der Essiggeruch von reifen oder angeschnittenem Obst und Gemüse oder der Biomüll in der Küche lockt sie an. Das ist für die Fruchtfliegen auch ein idealer Landeplatz. Dort legen sie nämlich ihre Eier ab, damit die Larven nach dem Schlüpfen genug zu futtern haben.

Wie Ihr Fruchtfliegen vermeiden könnt

Ihr solltet offen liegendes Obst und Gemüse jeden Tag auf braune oder aufgeplatzte Stellen überprüfen und gegebenenfalls entsorgen oder in den Kühlschrank legen.

Fruchtfliege sitzt auf einer Traube

Wer den Biomüll im Haus hat, kann die Obst- und Gemüsereste zunächst in alte Zeitung einwickeln, sollte die dann aber auch möglichst jeden Tag draußen entsorgen.

Äpfel und Tomaten sollten außerdem niemals mit anderem Obst oder Gemüse zusammen gelagert werden. Sie setzen besonders viel Ethylen frei, das andere Früchte zum Reifen anregt. Deswegen empfiehlt es sich auch, regelmäßig zu lüften, um die Wohnung von den Gasen und Lockstoffen zu befreien.

So werdet Ihr sie los – mit DIY-Fallen...

Ihr könnt Euch ganz einfach eine Fruchtfliegen-Falle selbst basteln. Dafür braucht Ihr ein Gefäß mit Obstsaft oder Apfelessig und Wasser im Verhältnis 2 zu 1 und etwas Spülmittel.

Die Flüssigkeit lockt die Fruchtfliegen an. Das Spülmittel wiederum senkt die Oberflächenspannung des Wassers, sodass die Fruchtfliegen sich nicht mehr auf der Oberfläche halten können und ertrinken. Gebissreiniger haben übrigens eine ähnliche Wirkung wie Spülmittel.

...oder gekauften Fallen

Wer nicht gerne selbst bastelt oder die kleinen Nervensägen nicht umbringen möchte, kann aber auch im Einzelhandel spezielle Fruchtfliegenfallen kaufen. Das sind Gefäße, in denen sich Lockstoffe für die Fruchtfliegen befinden. Die Fruchtfliegen werden angelockt und kriechen dann oft durch eine enge Öffnung in die Gefäße.

Sind sie einmal drin, kommen sie nicht mehr heraus. Man kann dann nach ein paar Stunden die volle Falle nach draußen bringen und die (lebenden) Fruchtfliegen dort freilassen.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 15.10.2019, 11:43 Uhr

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