Eine Familie trägt einen selbst geschlagenen Weihnachtsbaum

Tannenbäume kann man zur Weihnachtszeit an jeder Straßenecke kaufen. Für viele ist ein Baum aber nur dann ein echter Weihnachtsbaum, wenn man ihn auch selbst geschlagen hat. Wo das in Hessen möglich ist, haben wir Euch hier zusammengefasst.

Na klar: Wer zu Weihnachten etwas auf sich hält, stapft durch den Schnee (wenn es denn mal welchen gibt) in den Wald und schlägt seinen Baum selbst. Man sollte dabei allerdings beachten, dass man nicht wahllos irgendeinen Baum umhaut. Denn: Heimlich Bäume zu schlagen, ist Diebstahl – und damit eine Straftat!

Es gibt aber genügend Orte in Hessen, an denen es erlaubt ist, Weihnachtsbäume zu "ernten". HessenForst zum Beispiel gibt dazu jedes Jahr im Dezember eine umfassende Liste heraus. Vor Ort gibt es außerdem manchmal sogar Verpflegung und Forstpersonal, das beim Absägen behilflich ist.

Hier könnt Ihr Bäume selbst schlagen oder frisch geschlagen kaufen

  • Altenstein: 8. Dezember, 10-14 Uhr
  • Bad Hersfeld: 14. Dezember von 10-15 Uhr
  • Darmstadt: 13. Dezember, 14-17 Uhr, und 14. Dezember, 8-14 Uhr
  • Fulda: 14. Dezember, 9-15 Uhr
  • Fuldatal: 14. Dezember, 9-18 Uhr, 21. Dezember, 9-18 Uhr
  • Hanau: 13.-22. Dezember, 8-17 Uhr, am 15. Dezember von 10-16 Uhr
  • Hofbieber: 7. Dezember, 10:30-15 Uhr, 14. Dezember, 10-15 Uhr
  • Idstein: 14. Dezember, 10-15 Uhr
  • Kassel: 13. Dezember, 11-16 Uhr, 14. Dezember, 8-16 Uhr
  • Kirchhain: 13. Dezember, 12-16:30 Uhr, 14. Dezember, 9-13 Uhr
  • Königstein: 12.-14. Dezember, jeweils 9-16 Uhr, und 20.-21. Dezember, jeweils 10-16 Uhr
  • Melsungen: 14. Dezember, 9-12:30 Uhr
  • Michelstadt: 13.-14. Dezember und 20.-22. Dezember, jeweils ab 14 Uhr
  • Rüdesheim: 21. Dezember, 8-12 Uhr
  • Taunusstein: 14. Dezember, 14-17 Uhr
  • Waldems: 14. Dezember, 10-13 Uhr
  • Wehretal: 14. Dezember, 13-16 Uhr
  • Weilmünster: 13. Dezember, 13-17 Uhr, und am 14. Dezember, 9-14 Uhr
  • Wettenberg: 14. Dezember, 9-16 Uhr
  • Wiesbaden: 15. Dezember, 13-16 Uhr

Die oben genannten Tage sind jeweils aufgeteilt: Für jede Art Baum (zum Beispiel Nordmanntanne oder Blaufichte) gibt es einen eigenen Zeitslot. Den genauen Zeitplan inklusive Adressen gibt es auf der Webseite von HessenForst.

Christbaumfinder und adventliche Aktionen

Einen ähnlichen Service bietet der Arbeitskreis "Hessischer Weihnachtsbaum". Die hessischen Weihnachtsbaumerzeuger haben auf ihrer Website eine ausführliche Karte mit Betrieben aus dem ganzen Bundesland, zum Beispiel in Anspach, Hungen-Nonnenroth, Lauterbach, Fuldatal, Rodgau oder Otzberg.

Dort bekommt Ihr Bäume aus kontrolliertem Anbau, direkt vom Erzeugerbetrieb. Außerdem finden an den beteiligten Standorten im Dezember viele Aktionen statt, die das Weihnachtsbaumschlagen mit adventlicher Atmosphäre verschönern.

So bekommt Ihr den Baum sicher nach Hause

Wenn Ihr dann im Wald unterwegs seid, achtet unbedingt auf...

...das richtige Werkzeug. Eine Laubsäge oder eine Kettensäge eignen sich zum Beispiel nicht zum Schlagen. Eine Handsäge passt dagegen gut. Im Zweifelsfall fragt Ihr im Baumarkt Eurer Wahl nach einer passenden Säge. Packt Euch außerdem Handschuhe ein, so könnt Ihr Euch vor Nadeln und Harz schützen. Wer Hilfe braucht, kann sich selbstverständlich an das Forstpersonal vor Ort wenden.

...die passende Größe. Zückt am besten noch einmal den Zollstock, bevor Ihr die Säge anlegt. Ein Tannenbaum wirkt nämlich deutlich kleiner, wenn er neben großen Bäumen steht.

...einen sicheren Transport. Um den Baum sicher nach Hause zu bekommen, solltet Ihr ein paar grundsätzliche Regeln beachten: Der Baum muss natürlich so fixiert werden, dass auch bei einer Vollbremsung noch da bleibt, wo er platziert wurde. Das aus der Fahrschule bekannte Stichwort lautet hier "Ladungssicherung". Das funktioniert gut mit einem Dachträger und Spanngurten. Einfache Seile oder Expander sind dagegen zu unsicher.

Am besten transportiert sich ein Baum in einem dafür vorgesehenen Transportnetz. Habt Ihr das nicht, solltet Ihr den Baum so auf dem Autodach fixieren, dass die Spitze nach hinten zeigt. Dadurch verfängt sich der Wind weniger in den Ästen.

Weitere Informationen

Alternativ könnt Ihr den Baum auch in den Kofferraum packen

Er darf dabei allerdings nicht mehr als drei Meter herausragen. Transportiert Ihr ihn auf dem Dach, darf er höchstens einen Meter überstehen. In beiden Fällen gilt: Er muss mit einer roten Fahne gekennzeichnet werden und darf weder die Rückstrahler noch das Kennzeichen verdecken. Das Auto mit geladenem Weihnachtsbaum darf nicht höher als vier Meter hoch und 2,55 Meter breit sein. Bei einem Verstoß kann ein Bußgeld von bis zu 75 Euro fällig werden.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 05.12.2018, 05:00 Uhr

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