Netflix The Ballad of Buster Scruggs
Abgedreht und charmant: The Ballad of Buster Scruggs bereichert Netflix um ein paar echt schräge Figuren. Bild © imago/Prod.DB

Die Coen-Brüder haben uns schon Kinoklassiker wie "True Grit" oder "No country for old men" beschert. In "The Ballad for Buster Scruggs" geht's weiter mit sechs absurden Stories – und wirklich schrägen Figuren.

Worum geht's?

The Ballad of Buster Scruggs ist das erste komplett digital gedrehte Werk der Coens – und mit 132 Minuten auch ihr längster Film. Da trifft es sich gut, dass sie den Western in sechs kleine Happen stecken. Im Vordergrund stehen herrlich bekloppte Geschichten und starke Charaktere mit Schauspielern, die einem irgendwie bekannt vorkommen.

Die Einführung in das absurde Western-Schaupiel macht der Revolverheld Buster Scruggs: Eine unbekümmerte Frohnatur, die sich geschniegelt und gestriegelt durch die lebensfeindliche Westernwelt singt. Die raubeinigen Halunken können Buster, den schmächtigen Singvogel, nicht wirklich ernst nehmen. In brutaler Tarantino-Manier macht er seinen Gegnern klar, dass er eigentlich niemals daneben trifft.

Das Gesicht von Buster, beziehungsweise seinem Schauspieler Tim Blake Nelson, wird dem einen oder anderen bekannt vorkommen. In dem Coen-Blogbuster "O Brother, Where Art Thou" (2000) suchte er zusammen mit George Cloony nach einem mysteriösen Schatz.

In den folgenden Episoden treffen wir auf weitere Bekannte. James Franco (bekannt aus Spider-Man 3, 2007) spielt einen Bankräuber, der auf wundersame Weise dem Galgen entkommt. Liam Neeson (Schindlers Liste, 1993) tourt als fahrender Gaukler über Schnee und Eis, bis ihm ein Huhn mit Rechenkünsten begegnet. Die Musik- und Film-Legende Tom Waits zeigt in seiner Rolle als Goldschürfer, aus welch zähem Holz er geschnitzt ist.

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Wer sollte sich die Serie anschauen?

Egal ob Revolverheld, Goldschürfer oder Treck nach Westen, alle Geschichten bestechen mit absurden Witz. Es geht hier nicht darum, die Zeit totzuschlagen: Man guckt einfach mal 20 Minuten – und wenn man dann noch kann und will, schaut man weiter. Wer keinen so stabilen Magen hat, sollte sich "The Ballad of Buster Scruggs" sparen – wer aber eine Portion Wilder Westen mit bekloppter Note braucht, liegt hier genau richtig.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 18.01.2018, 09:30 Uhr

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