Sonnenbrille
Achtet bei Eurer Sonnenbrille auf das "CE"-TÜV-Siegel. Bild © Pixabay

Diese Woche meint es der Sonnengott richtig gut mit uns: Wir Hessen dürfen uns über Sonne satt und Temperaturen bis zu 27 Grad freuen. Zeit also, die Sonnenbrille auszupacken. Matthias Münch verrät Euch im hr3 Quicktipp, auf was Ihr bei einer Sonnenbrille achten müsst.

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Das wichtigste in Kürze

  • Achtet auf das CE-Siegel auf der Bügelinnenseite der Sonnenbrille, nur dann schützt sie auch vor UV-Strahlen.
  • Sonnenbrillen haben einen unterschiedlichen Blendschutz. Mit dunklen Gläsern habt Ihr nicht automatisch einen höheren UV-Schutz.
  • Eine teure Sonnenbrille schützt nicht zwangsläufig besser vor der Sonne, als ein günstigeres Modell.
  • Schaut mit ausgestrecktem Arm durch die Sonnenbrille auf eine gerade Linie. Ist die Linie gekrümmt, ist die Qualität auch schlecht.
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Achtet auf das TÜV-Siegel an Eurer Sonnenbrille

Die teure Sonnenbrille schützt nicht zwangsläufig besser vor der Sonne, als ein günstigeres Modell. Zumindest wenn die Brille in Europa im Geschäft gekauft wurde. Wichtig ist, dass die Brille ein CE-Siegel auf der Bügelinnenseite besitzt. Das ist ein TÜV-Siegel und zeigt, dass die Mindestanforderung an UV-Schutz erfüllt ist. Allerdings wird die Angabe von keiner unabhängigen Stelle überprüft und kann leicht gefälscht werden. Der maximale UV-Schutz bei Sonnenbrillen beträgt 400 Nanometer. Gläser mit einem derart hohen Schutz sind an der Aufschrift „UV400“ oder „100 Prozent UV-Schutz“ zu erkennen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann den UV-Schutz seiner Gläser beim Optiker messen lassen.

Dunkle Gläser schützen nicht automatisch vor UV-Strahlen

Finger weg von Billig-Sonnenbrillen aus dem Strandurlaub. Da habt Ihr keine Sicherheit, dass Eure Augen vor UV-Strahlen geschützt sind. Mit bloßem Auge erkennt Ihr den Unterschied nicht. Dunkle Gläser schützen nicht automatisch vor UV-Strahlen, die sorgen nur dafür, dass Euch die Sonne nicht blendet. Im Zweifel weiten sich dadurch die Pupillen und es trifft mehr schädliche Strahlung auf Euer Auge.

Sonnenbrille
Ein Blendschutz der Kategorie 2 reicht für unsere Breitengrade aus. Bild © Pixabay

Wichtig ist der Blendschutz, der gibt an, wie stark die Brille getönt ist und wird in fünf unterschiedliche Kategorien von 0 bis 5 unterteilt. Die richtige Zahl wählt Ihr danach aus, wann und wo Ihr die Sonnenbrille tragen wollt. Für unsere Breitengrade wird Kategorie 2 empfohlen. Tragt Ihr sie aber abends, reicht der sehr helle Filter der Kategorie 0. Für leicht bedeckte Tage oder die Stadt nutzt Ihr am besten Kategorie 1, für einen Ausflug in die Berge oder an den Strand Kategorie 3. Für die Gletscher-Tour sollte es Kategorie 4 sein. Achtung: Diese höchste Kategorie ist im Straßenverkehr aber verboten!

Selbsttönende Brillen stellen eine Besonderheit dar: Sie sind mit einer sehr dünnen Spezialbeschichtung versehen und tönen sich je nach Lichteinfall. Je mehr UV-Licht auf das Glas trifft, desto dunkler werden sie. Dadurch hat man immer den optimalen Blendeschutz. Es gibt aber auch einen Nachteil: Hinter Glasscheiben wie zum Beispiel im Auto funktioniert der Effekt nicht besonders gut, weil der nötige UV-Reiz fehlt. Nach etwa drei Jahren sind die Gläser beim Aufhellen außerdem nicht mehr so schnell.

Kontrolliert das Brillenglas

Um zu testen, ob das Glas der Brille vernünftig verarbeitet ist: Einfach mit ausgestrecktem Arm durch die Sonnenbrille, auf eine gerade Linie schauen. Wenn sich die Linie krümmt, ist das Glas aus minderwertigem Plastik und gehört in den Mülleimer.

Braune Gläser bieten den besten Durchblick

Bei der Wahl der Gläserfarben dürft Ihr euch austoben – von Gelb über Grün und Pink ist alles möglich. Ihr solltet allerdings bedenken, dass einige Gläser die Farben verfälschen und sich deshalb nicht für den Straßenverkehr eignen. Auf rote Gläser solltet Ihr beispielsweise beim Fahren verzichten, da ihr sonst beim Stopp an der Ampel das Rot nicht erkennen könnt. Grüne Gläser lassen die Natur frischer wirken und orangefarbene Gläser lassen alles satter wirken. Graue Gläser hingegen dämpfen die Farben. Den besten Durchblick habt Ihr mit braunen Gläsern.

Die Sonnenbrille sollte nah am Auge liegen

Wichtig ist auch die Form eurer Sonnenbrille. Sie sollte möglichst nah am Auge liegen und es nach oben und nach unten gut abdecken. Nach oben hin reicht sie deshalb am besten bis zu den Augenbrauen. Streulicht von der Seite könnt Ihr durch breitere Bügel gut abhalten. Wer keine breiten Bügel mag, wählt seitlich gebogene Gläser.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 17.04.2018, 09:30 Uhr

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