Frau mit Mundschutz steht vor einer Apotheke

Die Symptome des Coronavirus lassen sich von denen einer Grippe kaum unterscheiden. Ein Halskratzen kann da schon größere Ängste verursachen als gewöhnlich. Wir erklären, warum Ihr nicht in Panik geraten müsst.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found So könnt Ihr Euch per Telefon krankschreiben lassen

Kate Menzyk
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Die Anzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus steigt in Deutschland rapide. Auch in Hessen sind die Menschen zu erhöhter Vorsicht angehalten, um die Verbreitung von COVID-19 so gut es geht einzudämmen.

Einerseits soll so Zeit für die medizinische Bekämpfung des Virus zu gewinnen. Außerdem könnt Ihr Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, vor Ansteckung schützen.

Was sind die Symptome einer Corona-Infektion?

Die möglichen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus – Husten, Niesen und gelegentlich auch Fieber – können lediglich einen grippalen Infekt bedeuten. Auch der hat gerade Hochsaison. Das macht es für die Mediziner allerdings schwerer, eine Infektion zu erkennen.

Im schlimmsten Fall kann es auch zu einer Lungenentzündung kommen. Unter den bisher Infizierten zeigte eine hohe Anzahl von Menschen aber gar keine Symptome.

Wann sollte ich zuhause bleiben?

Diese Maßnahme ist nur notwendig, wenn Ihr Kontakt zu einer Person hattet, die nachweißlich an COVID-19 erkrankt ist oder Ihr von einer Reise aus einem Risikogebiet zurückkehrt.

In diesem Fall solltet Ihr unabhängig von Symptomen das Gesundheitsamt informieren, schreibt das Robert-Koch-Institut. Das Sozialministerium hat hierzu eine hessenweite Hotline eingerichtet: 0800-5554666.

Vom Robert-Koch-Institut definierte Risikogebiete

Internationale Risikogebiete (Stand: 24. März 2020):

  • Ägypten
  • In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan)
  • In Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
  • Italien
  • Iran
  • In Österreich: Bundesland Tirol
  • In Spanien: Madrid
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • In USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York

Besonders betroffene Gebiete in Deutschland (Stand: 24. März 2020):

  • Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)

Wann sollte ich zum Hausarzt?

Ihr seid Euch nicht sicher, ob Ihr Konatkt zu einer infizierten Person hattet? Ihr wart in einer Region, in der es mehrere COVID-19-Fälle gibt, die Gegend zählt aber nicht zu den Risikogebieten?

Dann solltet Ihr bei Eurem Hausarzt anrufen, wenn Ihr innerhalb von 14 Tagen Fieber, Husten oder Atemnot entwickelt. Auf keinen Fall solltet Ihr unangemeldet in der Praxis erscheinen! Euer Arzt wird Euch eine Einschätzung geben können, wie groß das Risiko einer Corona-Infektion in Eurem Fall ist.

Telefonisches Attest bei leichten Erkältungssymptomen

Bei einer leichten Erkältung schreibt Euch Euer Hausarzt ab jetzt sogar telefonisch krank. Die Krankmeldung ist bis zu 14 Tage gültig. Das soll die Arztpraxen in der aktuellen Situation entlasten.

"Die Regelung gilt für Patienten, die keine schwere Symptomatik vorweisen oder offizielle Kriterien für einen Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus erfüllen", schreibt die Nachrichtenagentur dpa.

Wie läuft ein Corona-Test ab?

Um eine eventuelle Infektion festzustellen, wird ein Abstrich von der Rachenschleimhaut gemacht. Der Test kann prinzipiell in jeder Arztpraxis vorgenommen werden, schreibt das Sozialministerium auf seiner Internetseite.

Was passiert, wenn der Corona-Test positiv ausfällt?

Bei einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ist meist kein Klinik-Aufenthalt nötig. Um Infektionsketten verlässlich zu unterbrechen, empfiehlt das Robert Koch-Institut nachweislich Infizierten deshalb eine Unterbringung in "häuslicher Quarantäne". Für 14 Tage, das entspricht nach bisherigem Stand der maximalen Dauer der bisher bekannten Inkubationszeit.

Was ist bei einer "häuslichen Quarantäne" zu beachten?

Mit wenigen Ausnahmen gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie bei anderen schweren Erkältungen:

  • Einzelunterbringung in einem gut belüftbaren Zimmer.
  • Begrenzung der Kontakte zu anderen Menschen, insbesondere wenn sie einer Risikogruppe angehören. Dazu zählen vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, chronisch Kranke, Ältere und Schwangere.
  • Mitbewohner und Familienangehörige sollen sich in der Regel in anderen Räumen aufhalten oder einen Mindestabstand von mindestens ein bis zwei Metern einhalten.
  • Regelmäßiges gründliches Händewaschen vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang. Zum Trocknen am besten Einweg-Papiertücher verwenden.
  • Bei Husten oder Niesen auf jeden Fall Mund und Nase mit Einweg-Taschentüchern oder gebeugtem Ellbogen abdecken – und bei Gesellschaft in eine andere Richtung niesen.
  • Täglicher Kontakt zu Arzt und Gesundheitsamt, um rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.

Sendung: hr3, "Die Kate Menzyk Show", 10.03.2020 um 14:40 Uhr

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