Fahrrad fit machen

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um Euer Fahrrad wieder verkehrstüchtig zu machen. Unser Meister der Zweiradmechanik verrät Euch alles, was Ihr dazu wissen müsst – und wie Euch ein Pannenspray aus der Patsche hilft.

Wenn das Fahrrad über den Winter lange gestanden hat, dann ist es höchste Zeit zu checken, ob denn am Rad noch alles funktioniert. Am besten putzt Ihr Euer Fahrrad. Das klingt vielleicht erst einmal blöd, aber beim Putzen könnt Ihr erkennen, ob mit dem Drahtesel alles in Ordnung ist, oder Ihr nachbessern müsst. Was Ihr beim Fahrrad-Frühjahrs-Check beachten müsst, verraten uns sechs Tipps von Martin Ignatz, dem Leiter der "Fahrradwerkstatt Frankfurt".

1. Bremsen-Check

Fahrradwerkstatt Martin Ignatz

"An erster Stelle stehen die Bremsen. Die sollten leichtgängig sein und auf den Bremsbelegen sollte noch genug Gummi sein", erklärt Martin Ignatz im hr3 Interview. Bei Felgenbremsen – hier drückt ein Bremsgummi auf die Felgen – kann ich mit bloßem Auge gut erkennen, ob noch genug Gummi drauf ist. Bei Scheibenbremsen nimmt man am besten eine Taschenlampe zu Hilfe.

2. Licht-Check

Fahrradwerkstatt Martin Ignatz

Was am Fahrrad natürlich immer funktionieren muss, ist das Licht. Der Fahrradprofi empfiehlt ein festmontiertes Dynamolicht. Natürlich gibt es auch gute, batteriebetriebene Lichter, die kann man aber mal vergessen oder die Batterie ist leer – außerdem müsst Ihr auch darauf achten, dass sie zugelassen sind.

3. Reifen-Check

Fahrradwerkstatt Martin Ignatz

"Hat mein Reifen Luft? Hat er noch Profil? Hat er vielleicht irgendwo einen Riss? Wenn ausreichend Luft drin ist, kann ich den mit den Fingern eigentlich fast nicht eindrücken", sagt Martin Ignatz. Und noch ein Tipp vom Experten: Lieber etwas Geld in eine gute Pumpe investieren, dann geht das Aufpumpen viel leichter. Eine gute Standpumpe mit Druckanzeige kostet zwischen 40 und 60 Euro.

4. Ketten-Check

Fahrradwerkstatt Martin Ignatz

Ob Eure Kette noch intakt ist, erkennt Ihr daran, wenn Ihr kräftig in die Pedalen tretet. Rutscht die Kette über das Ritzel und das Rad dreht sich nicht nach vorne, solltet Ihr allerspätestens etwas tun. Generell lohnt es sich, je nach Verschleiß, in der Fahrradwerkstatt Eures Vertrauens eine Messung mit der Verschleißlehre durchführen zu lassen. Die erkennt, ob an der Kette noch alles passt oder ob Ihr sie austauschen solltet.

5. Pannenspray

Kleine Löcher im Reifen – zum Beispiel durch einen Dorn – könnt Ihr mit einem sogenannten Pannenspray beheben. Die Dichtflüssigkeit aus der Dose wird ans Ventil angesetzt und schließt das Loch von innen. Gleichzeitig gibt das Spray Druck auf den Reifen. Und welches Pannenspray ist das richtige? "Da gibt's genug, die funktionieren", verspricht Ingnatz. Hat sich aber ein Nagel in den Reifen gefressen, kann leider auch das Pannenspray nichts mehr ausrichten.

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Reifen mit Pannenschutz

Wenn Ihr einen neuen Reifen braucht, ist ein Reifen mit Pannenschutz eine Überlegung wert. Dank einer speziellen Einlage bekommt Ihr mit diesen Reifen nur relativ schwer einen Platten, meint Ignatz. Aber auch hier sei die Belastungsgrenze bei einem spitzem Nagel erreicht. Pannenschutz-Reifen kosten pro Stück etwa 40 Euro und sind damit rund 10 bis 15 Euro teurer als herkömmliche Reifen.

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6. Laufräder-Check

Fahrradspeichen checken

Die Laufräder am Fahrrad werden gerne mal vernachlässigt. Einfach mal in die Speichen greifen und schauen, ob sich die Speichen ganz leicht zusammendrücken lassen. Ist das der Fall, dann hat Euer Fahrrad in der Regel einen Achter und Ihr müsst nachbessern. Die Speichenspannung sollte immer hoch genug sein.

7. Wackel-Check

Fahrradwerkstatt Martin Ignatz

Letzter Tipp von Martin Ignatz für den Fahrrad-Frühjahrs-Check: "Einfach mal gucken, ist denn alles fest? Wackelt der Gepäckträger? Klackert das Schutzblech? Bewegt sich mein Lenker leicht nach unten, wenn ich über den Bordstein fahre?" Wenn ja, dann die passenden Schrauben entsprechend festziehen.

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Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 19.03.2019, 09:40 Uhr

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