Kranke Frau liegt im Bett
Bei einer Erkältung lieber zu Hause bleiben Bild © picture-alliance/dpa

Grippe- und Erkältungsviren machen gerade die Runde. Es gibt kaum einen, den es noch nicht erwischt hat. Einige von uns sind dabei auch unbelehrbar und gehen trotz Grippesymptomen zur Arbeit. Doch wann kann man arbeiten gehen und wann sollte man besser zu Hause bleiben?

Arbeiten trotz Krankheit – liegt voll im Trend. Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer schleppen sich trotz Krankheit zur Arbeit, das bestätigen Zahlen einer repräsentativen Befragung des "DGB-Index Gute Arbeit". Generell arbeiten immer mehr Menschen, gerade zwischen 25 und 40, trotz Krankheit - laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von DAK-Gesundheit von vor zwei Jahren.

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Wie lange leben Viren?

  • bis zu einer Stunde auf einem Taschentuch
  • bis zu drei Stunden auf der Handfläche
  • bis zu 18 Stunden auf der Fernbedienung
  • bis zu 18 Stunden auf dem Lichtschalter
  • bis zu 18 Stunden auf dem Telefon
  • bis zu zweieinhalb Tage auf der Türklinke
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In Zeiten von wackeligen Jobs, Mini-Verträgen und freier Mitarbeit statt fester Anstellung oder bei Selbstständigkeit ist das alles nachvollziehbar. Bei kleinen Wehwehchen mag das ja noch funktionieren – wenn Fieber oder etwas Ansteckendes im Spiel ist, ist Präsentismus, so der Fachbegriff für Arbeiten trotz Krankheit, sicher nicht die beste Idee.

Arbeiten trotz Krankheit ist nicht nur gefährlich, sondern der Kranke ist natürlich auch die perfekte Virenschleuder für Kollegen. Durch Atmen, Husten und Niesen werden die Viren übertragen und können durch einen Nieser locker einen Meter weit fliegen. Kollegen, die in unmittelbarer Nähe sitzen, sind da besonders gefährdet.

Bei diesen Symptomen solltet Ihr definitiv nicht arbeiten

  • Bei einer leichten Erkältung ist Arbeiten oft noch möglich, sobald Fieber und/oder Schüttelfrost hinzukommt, solltet Ihr lieber einen Arzt aufsuchen – eine Grippe ist sehr ansteckend
  • Dasselbe gilt bei Husten mit Auswurf – hier steckt meist ein bakterieller Infekt dahinter, der mit Antibiotika behandelt werden muss
  • Auch bei sehr starken Halsschmerzen: nicht zur Arbeit, sondern ab ins Bett!
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Tipps, damit es Euch nicht erwischt

  • Öfter Hände waschen! Erkältete, die in ihre Hand (statt in die Armbeuge) niesen, übertragen Viren besonders schnell weiter - beispielsweise über Tastatur, Türklinken, Fahrstuhlknöpfe, Wasserhähne und Telefone
  • Lange die Hände waschen (dabei einmal komplett "Happy Birthday" singen, danach sind sie wirklich sauber) und danach Desinfektionsmittel benutzen.
  • Nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen
  • Arbeitsgeräte wie Rechner und Telefon, die von mehreren Kollegen zusammen genutzt werden, regelmäßig desinfizieren
  • Frische Luft und Sport stärken das Immunsystem - also öfters mal das Büro lüften
  • Viel schlafen, denn im Schlaf kann der Körper neue Energie tanken. Wer dauerhaft weniger als sieben Stunden schläft, der erhöht sein Erkältungsrisiko um ein Drittel.
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Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 27.02.2018, 09:30 Uhr

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