Kranke Frau liegt im Bett

Nicht nur das neuartige Coronavirus, auch "gewöhnliche" Grippe- und Erkältungsviren machen gerade die Runde. Einige gehen trotz Grippesymptomen zur Arbeit. Doch wann kann man arbeiten gehen und wann sollte man besser zu Hause bleiben?

Arbeiten trotz Krankheit liegt voll im Trend. Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer schleppen sich trotz Krankheit zur Arbeit, das bestätigen Zahlen einer repräsentativen Befragung des "DGB-Index Gute Arbeit". Generell arbeiten laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von DAK-Gesundheit von 2015 immer mehr Menschen, gerade zwischen 25 und 40 Jahren, trotz Krankheit.

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Wie lange leben Viren in der Regel?

  • bis zu einer Stunde auf einem Taschentuch
  • bis zu drei Stunden auf der Handfläche
  • bis zu 18 Stunden auf der Fernbedienung
  • bis zu 18 Stunden auf dem Lichtschalter
  • bis zu 18 Stunden auf dem Telefon
  • bis zu zweieinhalb Tage auf der Türklinke
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In Zeiten von wackeligen Jobs, Mini-Verträgen und freier Mitarbeit statt fester Anstellung oder bei Selbstständigkeit ist das alles nachvollziehbar. Bei kleinen Wehwehchen mag das ja noch funktionieren – wenn Fieber oder etwas Ansteckendes im Spiel ist, ist Präsentismus, so der Fachbegriff für Arbeiten trotz Krankheit, sicher nicht die beste Idee.

Arbeiten trotz Krankheit ist nicht nur gefährlich, sondern der Kranke ist natürlich auch die perfekte Virenschleuder für Kollegen. Durch Atmen, Husten und Niesen werden die Viren übertragen und können durch einen Nieser locker einen Meter weit fliegen. Kollegen, die in unmittelbarer Nähe sitzen, sind da besonders gefährdet.

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Corona oder "nur" eine Erkältung?

Das neuartige Virus COVID-19 löst ähnliche Symptome aus wie eine gewöhnliche Erkältung oder eine Grippe: Husten, Niesen, Fieber. Der Erreger ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genügend erforscht. Wer in den vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten in China, Iran, Italien oder Südkorea war oder Kontakt zu infizierten Personen hatte, sollte nicht einfach zum Hausarzt gehen und sich ins Wartezimmer setzen. Ruft lieber erstmal an und besprecht Eure Symptome mit dem Arzt. Das hessische Sozialministerium hat zu diesem Zweck auch eine Notfall-Hotline eingerichtet unter 0800-5554666 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr).

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Bei diesen Symptomen solltet Ihr definitiv nicht arbeiten

  • Bei einer leichten Erkältung ist Arbeiten oft noch möglich, sobald Fieber und/oder Schüttelfrost hinzukommt, solltet Ihr lieber einen Arzt aufsuchen – eine Grippe ist sehr ansteckend.
  • Dasselbe gilt bei Husten mit Auswurf – hier steckt meist ein bakterieller Infekt dahinter, der mit Antibiotika behandelt werden muss.
  • Auch bei sehr starken Halsschmerzen: nicht zur Arbeit, sondern ab ins Bett!
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Tipps, damit Euch keine Erkältung erwischt

  • Öfter Hände waschen! Erkältete, die in ihre Hand (statt in die Armbeuge) niesen, übertragen Viren besonders schnell weiter – beispielsweise über Tastatur, Türklinken, Fahrstuhlknöpfe, Wasserhähne und Telefone.
  • Lange die Hände waschen (dabei einmal komplett "Happy Birthday" singen, danach sind sie wirklich sauber).
  • Nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen.
  • Arbeitsgeräte wie Rechner und Telefon, die von mehreren Kollegen zusammen genutzt werden, regelmäßig desinfizieren.
  • Frische Luft und Sport stärken das Immunsystem – also öfter mal das Büro lüften.
  • Viel schlafen, denn im Schlaf kann der Körper neue Energie tanken. Wer dauerhaft weniger als sieben Stunden schläft, der erhöht sein Erkältungsrisiko um ein Drittel.
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Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 27.02.2018, 09:30 Uhr

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