Mehltau bei Kürbispflanzen
So sehen Kürbispflanzen aus, wenn sie mit echtem Mehltau befallen sind. Bild © picture-alliance/dpa

Eure Pflanzen sind plötzlich bedeckt mit weißen Punkten, die Blüten fallen ab und sie sehen einfach nicht mehr gesund aus? Mehltau könnte die Ursache sein. Wie Ihr ihn erkennt und richtig reagiert, erfahrt Ihr hier.

Mehltau ist eine Pilzerkrankung, die weit verbreitet ist. Dabei wird zwischen dem Echten und dem Falschen Mehltau unterschieden. Befinden sich die Mehl-ähnlichen Flecken auf der Oberseite der Blätter, handelt es sich um den Echten - umgekehrt an der Unterseite um den Falschen.

Echter Mehltau - ein richtiger Schönwetterpilz

Echter Mehltau
Ahornblätter befallen von Echten Mehltaupilzen. Bild © picture-alliance/dpa

Schönwetterpilz bedeutet, dass sich der Pilz besonders bei Trockenheit und Wärme bildet. Man erkennt ihn an folgenden zwei Kriterien: Er ist abwischbar, und hat einen weißen, später schmutzig-bräunlichen Belag. Anschließend verfärben sich die Blätter braun und vertrocknen schließlich. Ist der Befall stark, kann ein ganzer Teil der Pflanze schließlich absterben. Besonders betroffene Pflanzen sind Rosen, Astern sowie Gurken, Möhren und Stachelbeeren.

Falscher Mehltau - ein richtiger Schlechtwetterpilz

Falscher Mehltau
Weinblätter, die mit Falschem Mehltau befallen sind. Bild © picture-alliance/dpa

Schlechtwetterpilze lieben die Feuchtigkeit. Sie befallen vor allem Zierpflanzen und zahlreiche Nutzpflanzen. Darunter fallen beispielsweise Erbsen, Feldsalat, Kopfsalat, Kohl, Radieschen, Rettich, Schwarzwurzeln oder Zwiebeln. Der weiße Belag befindet sich hier auf der Unterseite des Blattes. Darüber hinaus schließt sich ein grauer bis grauvioletter Pilzrasen. Später sind dann auch auf der Blattoberfläche Aufhellungen oder gelbliche Flecken zu erkennen und ein Zeichen dafür, dass das Blatt langsam abstirbt.

Was tun?

Besonders alte Blätter können schlimm befallen sein. Solange sie noch grün sind, betreiben sie Photosynthese und helfen damit, den Kürbis zu ernähren. Erst wenn sie komplett braun oder gelb sind, sollten sie abgeschnitten werden.

Schachtelhalm-Extrakt hilft besonders gut, den Mehltau zu bekämpfen. Das Mittel gibt es schon fertig zu kaufen, man muss es nur noch nach Packungsanweisung verdünnen. Die Farn-Art enthält viele Silikate. Die werden von der Pflanze ins Blatt eingebaut und machen es damit widerstandsfähiger: Der Mehltau kann nicht mehr so einfach ins Blatt eindringen. Schachtelhalm sollte wöchentlich mit einer Blumenspritze aufgetragen werden. Besonders wichtig: Auch die neuen Blätter damit benetzen! So verhindert man, dass sich der Mehltau ausbreitet.

Auch Milch ist ein gutes Hausmittel, um den Mehltau zu behandeln - es muss allerdings Rohmilch sein: unbehandelt, ungekocht, direkt vom Bauern. Denn die hat noch viele Bakterien und Pilze, die Gegenspieler von Mehltau sind. Eine homogenisierte und pasteurisierte Milch hilft leider genauso wenig wie H-Milch.

Sendung: hr3, "hr3 Morningshow", 03.07.2018 05:00 Uhr

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