Familie Ross mit Schnautzer Luke
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Ein Klingeln an der Haustür oder ein vorbeifahrender Rad- oder Autofahrer reichten aus, um Schnauzer Luke auf die Palme zu bringen. Peter Lack und Martin Rütter eilten zur Hilfe.

hr3-Moderator Peter Lack ist Hundeliebhaber und ein großer Bewunderer des Hundetrainers Martin Rütter. Diese Kombination ergab ein großartiges Expertiment: Er suchte Hessens unbelehrbarsten, frechsten Hund, um ihn mithilfe von Hundeprofi Martin Rütter und DOGS-Hundecoach Vera Schmitz zu einem Vorzeigehund zu machen.

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Martin Rütter - DOGS

Als erfahrener Hundetrainer entwickelte Martin Rütter die Trainingsphilosophie DOGS. Die gibt er schon seit mehr als 10 Jahren erfolgreich weiter. Die Absolventen werden als DOGS Coaches zertifiziert. Mittlerweile gibt es bereits mehr als 100 DOGS-Hundeschulen in Deutschland, Südtirol und in der Schweiz.

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Der perfekte Kandidat

Familie Ross aus Hofheim meldete sich bei hr3 und stellte ihren Schnauzer Luke Skywalker vor - der perfekte Kandidat. Als Peter Lack und die Experten den Hund kennenlernten, sahen sie sofort, dass es sich um einen wilden und dickköpfigen Vierbeiner handelt. "Eine echte Herausforderung, also genau das was wir suchten!", beschreibt der hr3-Moderator.

Problemhund Luke Skywalker wird zum Vorzeigehund
Problemhund Luke Skywalker ist störrisch, wild und frech - Martin Rütter, Vera Schmitz und hr3-Moderator Peter Lack wollten ihn zum Vorzeigehund machen. Bild © hr

Denn wenn es an der Haustür von Familie Ross klingelte, drehte der Schnauzer durch, schnappte und biss um sich. Das konnte hin und wieder auch mal das eigene Herrchen oder Frauchen treffen. Und beim Gassi gehen wurde es nicht einfacher. Erblickte Luke Skywalker einen Rad- oder Autofahrer, wurden diese direkt angekläfft.

Es musste dringend gehandelt werden. DOGS-Coach Vera Schmitz erarbeitete einen 4-Punkte-Plan, der Luke Skywalker zum Vorzeigehund machen sollte. Dazu gehörten:

Aufbau von Alternativverhalten

Wenn ein Hund ein unangemessenes Verhalten an den Tag legt, sollte sich das Herrchen zuerst fragen, was das gewünschte Alternativverhalten sein soll. Optimalerweise sollte es so ausgewählt werden, dass der Hund nicht mehr die Möglichkeit hat, das unerwünschte Verhalten auszuführen. Es gibt zahlreiche Wege, Alternativverhalten einzuüben und zu trainieren. Bei Luke war es unter anderem das Abgewöhnen der Kläffanfälle während der Spaziergänge.

Einführung häuslicher Regeln

Vierbeiner brauchen feste Regeln. Ihnen muss gezeigt werden, wer das Alphatier im Haus ist. Dazu gehört beispielsweise auch das Zuweisen fester Liegeplätze. Sobald es an der Haustür klingelt, muss der Hund wissen, wo sein Platz ist und wer als Alphatier die Gäste zuerst begrüßen darf. Auch der störrische Schnauzer Luke musste lernen, dass nicht er die Hosen in der Familie Ross an hat.

Erkennen und Einsatz körpersprachlicher Signale

Die Kommunikation zwischen Hund und Herrchen findet zum größten Teil durch die Körpersprache statt. Durch sie spürt und erkennt der Hund genau, was das Herrchen gerade fordert und umgekehrt. Beugt man sich beispielsweise über einen Hund, kann das auf diesen bedrohlich wirken. Oder: Fuchtelt man zu schnell mit den Händen hin und her oder zappelt gar mit dem ganzen Körper, hat der Hund kaum eine Chance wahrzunehmen, was man ihm sagen will. Auch umgekehrt sind körperliche Signale des Hundes nicht zu übersehen. Legt er die Ohren an, wackelt er mit seinem Schwanz oder fletscht er die Zähne? All das sind wichtige Hinweise darauf, wie es dem Tier geht.

Korrektur unerwünschten Verhaltens

Luke und Familie Ross haben lehrreiche und anstrengende Wochen hinter sich. Die Herrchen lernten, wie sie ihrer Dominanz Ausdruck verleihen und wie ihr Hund sie am besten verstehen kann. Der Hund musste lernen, nicht das Alphatier zu sein und sich bestimmte Verhaltensweisen abzugewöhnen. Nun weiß er, wo sein Platz ist - sowohl im Familienrang als auch mit Blick auf seine Liegestellen.

"Luke war wirklich ein harter Brocken! Zwischendurch sah es fast so aus, als müssten wir unser Experiment abbrechen - aber eben nur fast. Nach intensivem Training haben wir es geschafft!", erklärt Peter Lack. Wenn es jetzt an der Tür klingelt, zieht Luke sich brav und in Ruhe in sein Körbchen zurück. Auch Rad- und Autofahrer werden vom Schnauzer in Ruhe gelassen. "So sieht für mich ein Vorzeigehund aus", freut sich der hr3-Moderator.

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Martin Rütter DOGS Wiesbaden / Eschborn
Die Hundeschulen für Menschen

Inh. Vera Schmitz
Zuständig für: Wiesbaden und Hochheim

Büro: Gartenstrasse 5, 55437 Ockenheim
E-Mail: vera.schmitz@martinruetter.com
Telefon: 06725 307501

Weitere Informationen unter: www.martinruetter.com

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Sendung: hr3, "hr3 am Samstag", 21.07.2018, 14:00 Uhr

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