Friseurin Elisabeth und ihr achtjähriger Sohn Sebastian

Elisabeth hat viel riskiert, um aus ihrem kleinen Friseurgeschäft einen richtig schönen Laden zu machen. Mit der Corona-Pandemie sind ihre schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. Ihre Angestellten will sie trotzdem weiter bezahlen – wir von hr3 auch.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Elisabeth fällt eine riesige Last von den Schultern

Tanja Tobi hr3 Morningshow Teaser
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Erst im Dezember hat Elisabeth ihren neuen Friseursalon in Allendorf-Lumda eröffnet. Nach langem Hin und Her hatte sie beschlossen, ihren alten Salon mit 12 Quadratmeter Fläche gegen einen größeren auszutauschen.

Für den Umzug und die neue Ausstattung musste sie einen Kredit aufnehmen, aber die Investition hat sich gelohnt: "Ich komme jeden Tag da rein und denke: Mensch, hast Du es gut. Und die Kunden lieben den Laden auch – hier kannst Du deine Leidenschaft ausleben", schwärmt die 34-Jährige Tobi und Tanja aus der hr3 Morningshow vor.

Dann mussten auch Hessens Friseure dicht machen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. "Jetzt geh' ich schlafen und sehe all die zusätzlichen Kosten, die auf mich einprasseln", beschreibt Elisabeth ihre verzweifelte Situation.

Alles für das Team

Sie trage nicht nur die Verantwortung für ihren Laden und ihre Familie, sondern auch für ihr Team. "Ich habe drei tolle Kolleginnen, die es verdient haben, weiterhin einen Job zu haben", sagt sie.

Den Vermieter ihres Salons wolle sie nicht um einen Nachlass auf die Monatsmiete von 642,60 Euro bitten. Denn der habe schließlich auch Rechnungen zu bezahlen. Trotzdem sollen Elisabeths Mitarbeiter weiterhin ihr Gehalt bekommen – bis das Konto leer ist. Das wäre im Mai bereits der Fall.

Wir schenken Elisabeth die Miete

So weit wollen wir es aber nicht kommen lassen. Am Telefon überbringen Tanja und Tobi die gute Nachricht: "Elisabeth, wir würden die gerne ein Jahr lang die Miete zahlen." Das sind insgesamt 7.711,20 Euro, die Elisabeth sich aus dem Kopf streichen kann.

Damit können wir Elisabeth zwar nur ein bisschen Luft schaffen. Aber die war offenbar dringend notwendig. Am Telefon bricht die Friseurin vor Erleichterung in Tränen aus und kann es kaum glauben.

Wir freuen uns, dass wir einer so herzensguten Arbeitgeberin helfen konnten. Wir wünschen Elisabeth und ihrem Team alles Gute!

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 26.03.2020, 08:10

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